Nachwuchssorgen bei Spielern wie Trainern für Bönener Vereine

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Nordbögges Dirk Brandt will weiter positiv denken.

Bönen - Die einen mussten in der vergangenen Saison ihre A-Jugend abmelden, die anderen stellten kein C-Junioren-Team und haben in der kommenden Saison keine U15 und U17. Wie geht es weiter mit dem Jugendfußball bei Bönens größten Fußballklubs SpVg Bönen und VfK Nordbögge?

Über die Ängste und Nöte, aber auch die Hoffnungen der Beteiligten führte WA-Sportredakteur Boris Baur ein Gespräch mit Dirk Brandt (Jugendleiter VfK), Stefan Althoff (Jugendvorsitzender SpVg) und Heinz Piezocha (Geschäftsführer SpVg).

Wie sieht die aktuelle Situation in ihren Vereinen aus?

Heinz Piezocha rechnet mit Vereinsfusionen.

Piezocha: Von der F- bis zur B-Jugend haben wir jeweils eine Mannschaft, in der E-Jugend zwei. Bei den Minis haben wir allerdings wenige bis gar keine Anmeldungen derzeit. Hinter der A-Jugend steht ein Fragezeichen.

Althoff: Bei den Mädchen haben wir in der B- und C-Jugend eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Wiescherhöfen.

Und in Nordbögge?

Brandt: Wir haben keine B- und C-Jugend, da ziehen wir ein Loch durch. Die A-Junioren, die wir 2013/2014 zurückgezogen haben, konnten wir in der vergangenen Saison wieder anmelden. Wir verfügen über eine D-, eine E-, zwei F-Jugenden und eine Mini und überlegen eventuell eine E2 anzumelden. Gerade bei den Kleinen haben wir immer Zulauf.

Wo liegen die Probleme? 

Piezocha: Rhynern fängt jetzt sogar schon im Mini-Kicker-Bereich an, Spieler abzuwerben. Die nehmen dir so deine Existenz, deine Grundlage.

Brandt: Die Kinder haben immer irgendwo trainiert, ob in Heeren, Rhynern oder Mühlhausen.

Piezocha: Es wird aber immer schwieriger für die kleinen Vereine. Offiziell ist es ja geregelt, wie Wechsel vonstattengehen sollen.

Funktioniert das?

Brandt: Meistens schon. Unter uns werden wir uns schon einig. Aber es kommen immer mehr große Vereine dazu. HSV, Rhynern, Mühlhausen und Lohauserholz suchen nach guten Spielern.

Piezocha: Und jetzt rüstet Holzwickede im Jugendbereich auf und wird Rhynern sicherlich Paroli bieten wollen.

Althoff: Die werden aber im Dortmunder Bereich suchen und nicht hier.

Brandt: Ihr habt das früher ähnlich gemacht.

Althoff: Das müssen aber gute Jahre gewesen sein (lacht).

Gibt es Kinder, die, weil sie auf Asche trainieren müssen, die SpVg verlassen?

SpVg-Obmann Stefan Althoff sieht ein vorübergehendes Tief.

Althoff: Die Kinder werden ja von den Eltern abgemeldet. Wenn ich da nachfrage, kommen dann so Antworten, dass das Kind nicht auf Asche spielen möchte. Zum Schulzentrum müssen wir wegen den Kabinen eine Weltreise machen. Und der Rasen ist auch nicht immer im besten Zustand. Es sind nicht alle, die das so sagen, aber einige sind es schon, die das stört. Die Anlage am Rehbusch ist in die Jahre gekommen.

Das komplette Interview gibt es in der Printausgabe des WA Bönen.

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