Bönener Ringer erfolgreich beim KSV Kirchlinde

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Der Bönener Fehmi Güney machte es in Kirchlinde spannend, holte letztlich aber doch die entscheidenden Punkte zum 17:16-Sieg. 

DORTMUND J Ein Punkt machte am Ende den Unterschied beim Auswärtskampf der TuS Bönen beim Tabellennachbarn KSV Kirchlinde. In dem engen Duell setzten sich die Gäste am vorletzten Kampftag mit 17:16 durch. Damit kletterten die TuS-Ringer sogar vom sechsten auf den vierten Rang in der Verbandsliga, weil die RG Hürth-Rheinbach überraschend dem Vorletzten KSV Mülheim-Styrum mit 16:21 unterlegen war.

Bönen hat nun einen Kampftag vor dem Saisonende einen Punkt Vorsprung auf Hürth/Rheinbach und drei vor Kirchlinde. „Da wären wir dankbar, wenn wir das Triple erreichen, mit dreimal dem vierten Platz in Folge“, so Kapitän Daniel Keim.

Zunächst sah es in Dortmund aber gar nicht danach aus, dass es so knapp zugehen würde. Bedri Ünal verlor im vorgezogenen 75-kg-Kampf wie erwartet gegen Jens Friedhoff. Er holte mit sienem unbekümmerten Auftritt immerhin die erste Wertung, unterlag aber auf Schultern. Nun war Bönen mit seinen Favoriten an der Reihe. Marc Hauke im Leichtgewicht und Schwergewichtler Sebastian Strzalka siegten gegen Leon Grimm beziehungsweise Yücel Yildizhan in weniger als einer halben Minute auf Schultern. Doch Kirchlinde konterte. Stephan Schwark (61 kg) war dem starken Timo Friedhoff deutlich unterlegen, während Ramazan Alkan (98 kg) von Sezgin Cokuneren auf Schultern gelegt wurde. Zur Pause führte der Gastgeber mit 12:8.

Danach wurden die Aufeinandertreffen auf der Matte aber enger. Karsten Wegner (66 kg) war Senol Sakalli knapp unterlegen. Beide traten stilartenfremd griechisch-römisch an, der Bönener versuchte es gegen den routinierten Sakalli in der zweiten Runde nach einer 3:1-Führung zu viel mit der Brechstange, verlor mit 3:7.

Marvin Manz benötigte im 85-kg-Bereich eine Runde Anlaufzeit und die passende Pausenansprache, um gegen Felix Barnfeld genügend Wertungen für drei Punkte (12:1) einzusammeln. „Da hat er einen ordentlich Einlauf gekriegt“, so Keim zur Halbzeitpredigt. Manz hatte diesmal mit Fehmi Güney die Gewichtsklassen getauscht. Ein Schachzug, der für die TuS voll aufging, denn auch Güney, der extra Gewicht gemacht hatte, gewann später. Zunächst war aber der Kapitän dran: Daniel Keim brauchte etwas, um in den 70-kg-Kampf gegen den Freistil-Spezialisten Maximilian Povalej reinzufinden. Da führte der Kirchlinder schon 8:0, doch Keim schaffte es, eine knappe 0:2-Punkt-Niederlage über die Zeit zu retten, wehrte in den Schlussekunden auch Povalejs letzten Angriff, dem noch eine Wertung fehlte, geschickt mit einem Spaltgriff ab.

Der KSV lag nun mit 16:11 vorne, so dass Bönen noch sechs Zähler erringen musste. Bei Lukas Korte war ein 4:0-Erfolg gegen den jungen Sascha Brunschede zum Abschluss fest eingeplant, nun kam es auf Fehmi Güney an. Der war gegen Marcel Behrend favorisiert. Daher wollte er auch schnell alles klar machen, hätte aber beinahe aufgrund der Schwächung durch seinen Gewichtsverlust überpowert. Letztlich reichte es zu einem 2:0-Sieg. „Er hat es spannend gemacht“, so Keim. Korte wurde dann den Erwartungen gerecht, beschenkte sich an seinem Geburtstag mit einem technisch überlegenen Sieg nach 92 Sekunden.

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