TTF droht der Absturz in die Landesliga

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Mit dem Mitwirken von Jaroslaw Werner (vorne) und Sebastian Waltemode stehen und fallen die Erfolgchancen der TTF-Reserve.

BÖNEN - Die zweite Mannschaft der TTF Bönen kennt den Kampf gegen den Abstieg genau. Erst ging das einige Spieljahre in der Oberliga so, mittlerweile ist die TTF-Zweitvertretung in der Verbandsliga erfahren im Kampf um die sportliche Existenz. Die ist in dieser Spielzeit allerdings so stark gefährdet wie nie zuvor: Bönen II droht der Sturz in die Landesliga.

„Man muss ganz klar sagen, dass es diesmal sehr eng werden wird mit dem Klassenerhalt“, sagt TTF-Trainer Walter Darenberg vor den noch ausstehenden sieben Saisonspielen der Bönener Reserve. Und wahrlich gibt die Tabelle der Verbandsliga-Staffel 2 für die Bönener kein ausgesprochen erfreuliches Bild ab: Sie stehen auf dem vorletzten Platz, dem Relegationsrang. Das alleine wäre nicht einmal besonders kritisch für Bönen – nur sind Anzeichen auf Besserung derzeit nicht ersichtlich.

Bönen (4:26 Punkte) rangiert – seitdem es am vergangenen Wochenende das direkte Duell verloren hat – nunmehr vier Zähler hinter dem TV Attendorn (8:22) und dem rettenden Ufer. Der TTC Hagen II (9:21) liegt fünf Zähler entfernt. „Es wird sehr schwierig, oben noch einmal Anschluss zu finden“, sagt Darenberg, der gerade das zur Rückrunde verstärkte Attendorn als nicht mehr einholbar sieht. Etwas anders könnten die Dinge bei der Hagener Bundesliga-Reserve liegen. Die schenkte ihre bisherigen vier Rückrunden-Partien nahezu kampflos her (dreimal 1:9, einmal 0:9) und spielte viermal ohne seine drei besten Akteure. „Was da los ist, weiß ich nicht“, so Darenberg, der für sein Team sechs, sieben Punkte in den verbleibenden Partien, unter anderem gegen das Tabellenschlusslicht TTC Bergkamen-Rünthe (2:28), durchaus für möglich hält.

Apropos Schlusslicht: Ein anderes Problem haben die Bönener allerdings auch noch. Sie könnten gar auf den letzten Tabellenplatz zurückfallen, denn Bergkamen-Rünthe liegt nur zwei Punkte und damit einen Sieg zurück. „Das sollte unser Hauptaugenmerk sein: den vorletzten Platz zu verteidigen“, sagt Darenberg. Das Hinspiel gegen Bergkamen jedoch verlor Bönen überraschend.

Im wahrscheinlichsten Fall allerdings – dem, dass Bönen in die Relegationsrunde einzieht – ist der Klassenerhalt im Bereich des Möglichen. Die Bönener spielen dann um die vierte Anwartschaft auf freie Plätze in der Verbandsliga. „In den vergangenen Jahren hätte das oftmals gereicht, aber sicher sagen kann man das natürlich vorher nicht“, so Darenberg. Dafür aber müssten seine Schützlinge die Relegationsrunde gegen Verbandsliga-Elftplatzierte anderer Staffeln und Landesliga-Zweitplatzierte allerdings gewinnen. „Ich sehe unsere Chancen da eigentlich nicht so schlecht, wenn wir mit unserer besten Mannschaft auflaufen“, sagt Darenberg.

Denn das ist im bisherigen Saisonverlauf das Problem der erst zweimal siegreichen TTFler: Sie spielen selten mit ihrer besten Mannschaft, dafür Wochenende für Wochenende mit einer anderen. „Wir haben personell leider wenig Konstanz drin“, so Darenberg. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die beiden Spitzenleute Jaroslaw Werner und Sebastian Waltemode nur sporadisch zum Einsatz kommen. „Das war vor der Saison so abgesprochen. Wir wussten, was da auf uns zukommt“, sagt Darenberg. Gerade mit den starken Werner und Waltemode am oberen Paarkreuz aber ist Bönen deutlich gefährlicher für die Konkurrenz. Und Punkte werden die Bönener noch einige brauchen, um einen der Wege zum Verbandsliga-Verbleib erfolgreich zu bestreiten. - jan

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