Bönener haben beim Laufen im Lockdown einige Strecken zur Auswahl

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Der Sesekeradweg ist eine der beliebten Laufstrecken in Bönen.

Jogginghose, Funktionsshirt und Laufschuhe. Mehr braucht es nicht, sich fit zu halten. Oder doch? Bei dem Thema Individualsport im Corona-Lockdown kommt Laufen in den Sinn. Bloß wo? Gibt es in Bönen besonders schöne Strecken, abwechslungsreich und möglichst nicht so dunkel?

Bönen – Die gibt’s, meinen die Dauerläufer. Allerdings gehört die Überwindung, tatsächlich vor die Tür zu gehen oder gar mit dem Auto eine Strecke zu erreichen, auch dazu. Das Besiegen des inneren Schweinehunds nach Feierabend steht bei einigen vor dem Start. „Ohne feste Termine für das Training ist es doch manchmal ein bisschen schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden“, gibt Kim Varlemann zu. Wenn die Volleyballerin es schafft, geht es zum Sesekeradweg. „Der Abschnitt mit der renaturierten Seseke ist nicht nur landschaftlich schön, sondern ist fachlich spannend für mich. Wasserbau fand ich im Studium immer sehr interessant.“ 

„Ich entscheide täglich, ob ich Bock und die Kraft habe zum Laufen, sonst gehe ich“, sagt Birte Gillmann. Lieblingsstrecke der Lauffreundin ist im Augenblick der Kurs Sesekeradweg bis zum Segelflughafen hinter Heeren und über den Südteil des „Nordbögger Messers“ an der Bahn entlang und den Friedhofsweg zurück. „Ich wohne ja an der Strecke und finde sie auch abwechslungsreich, man kann Zwischenziele setzen.“ Sie läuft abends, mit Lampe in der Dunkelheit. „Mir ist zum Glück noch nichts passiert. Man kennt die dunklen Ecken“, sagt Gillmann. „Natürlich laufe ich immer lieber in der Gruppe, das ist schöner, geht aber nun mal nicht.“

 „Beleuchtung vermisse ich auch“, meint Michael Klein, Lauffreund und ebenso wie Gillmann Trainer im Verein. „Der Alleenradweg ist zappenduster oder auch der Schwarze Weg in beiden Richtungen, den man ja nehmen muss, um vom Zechenturm zum Beispiel den Sesekeradweg oder auch den Trimm-Dich-Wald zu erreichen“, sagt er. Wegen des Verkehrs trägt er neben der Stirnlampe eine Warnweste. Handballer Bernd Lublow, momentan nicht in Diensten der zweiten Mannschaft des RSV Altenbögge, macht es wie so viele. Er startet vor der Haustür, läuft den Radweg südlich des Inlogparcs Richtung Osten, um Freiske herum und über Hof Isenbeck zurück zum Radweg. 

Eine selten gelaufene Strecke, wie auch die von Fußballer Daniel Bednarek (SpVg Bönen II). Er läuft im so genannten Bauerndorf, dem Telgenbusch im Bönener Westen. Die Mehrheit nutzt hingegen „ausgetretene Pfade“, neben dem Seseke-Radweg nämlich den „Trimm-Dich-Wald“ am Mergelberg. Die Klimmzugstangen oder die Wechselschritt-Baumscheiben gibt es nicht mehr. Mehr als das reine Laufen ist dort aber immer noch drin, meint Michael Klein. „Der Wald ist sehr abwechslungsreich. Man kann Hügeltraining machen oder Ausdauer, Liegestütze im Stand an den Absperrungen, Koordinationsübungen auf den Treppenstufen am Grillplatz.“ Den Wald nutzen auch Handballer Giuliano Wöllert, denn „er ist bei mir ja vor der Haustür. Ansonsten mache ich viele Kraftübungen zuhause“. 

Und Altenbögges Hallensprecher Dustin Wollek sagt: „Ich laufe dann die große Runde.“ Gerne hält sich dort auch Jaroslaw Werner auf. „Naja, ich versuche mich mit fit zu halten, das hält sich aber im Moment in Grenzen. Ich bin aufgrund der aktuellen Lage und des Wetters nicht so wirklich motiviert. Ansonsten versuche ich einmal die Woche im Trimm-Dich-Wald zu joggen, in der Natur dort finde ich es entspannend“, erklärt der ehemalige Regionalligaspieler der TTF Bönen. Keine Lieblingsstrecke hat Handballer Dennis Geckert, wenn er joggt. „Ich mache aber viel Körpergewichtstraining“, beschreibt der Mannschaftssportler seinen sportlichen Herbst.

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