Die Bönener Fußballer müssen nur wollen, dann geht´s wieder bergauf

Einen großen Teil der Neuzugänge begrüßte Bönens neuer Trainer Hendrik Dördelmann (3. von links, hinten) am Samstag zum Trainingsauftakt am Rehbusch: Patrick Heller, Manuel Müller, Sven Koslowski, Ali Öncül, Yusuf Senel, Cengiz Güner, Oliver Hartmann, Raphael Poljsak (von links). - Fotos: Liesegang

Bönen -  Eine klare Aussage trifft der Sportliche Leiter der SpVg Bönen: „Ich will Meister werden“, sagt Hansi Sack beim Trainingsauftakt der Rehbusch-Elf am Samstagnachmittag. Trainer Hendrik Dördelmann hätte dagegen nichts einzuwenden, ist aber vorsichtiger: „Platz eins bis fünf sind schon realistisch“, sagt er.

Beide halten kurze, aber engagierte Ansprachen an die Spieler, bevor diese zu einem Traningsspielchen entlassen werden. Sack stellt klar, dass für ihn Disziplin wichtig ist. Dördelmann deutet an, dass er viel Wert auf taktische Schulung legt.

Beim Trainingsauftakt oder besser Kennenlernnachmittag fehlen einige Neuzugänge wie Björn Kempe, Sebastian Schneck, Raphael Thiemann und Fatih Yolcul. Dafür steht mit Raphael Poljsak ein weiterer Spieler in der Gruppe, die zur neuen Saison von der Nordbögger Feuerwache an den Rehbusch wechselt.

„Nein, außer Sebastian Schneck, den ich noch aus der A-Jugend der SpVg kenne, niemanden“, gibt Sack zu, dass er die Spieler noch nicht einzuschätzen vermag. Dördelmann hingegen hat alle schon im Vorfeld getroffen und auch schon spielen sehen. Das sei auch wichtiger, so Sack. Er unterstütze den Trainer. „Hendrik hat die alleinige Verantwortung, ich bin der Gehilfe.“

Er freue sich auf die Herausforderung, sagt Dördelmann. Der Nachfolger von Axel Maurischat erklärt die taktische Disziplin zum obersten Ziel. „Wenn jemand ins Spiel kommt, soll er sofort wissen, welche Aufgaben er hat und wo seine Mitspieler stehen“, erklärt Dördelmann, „wir werden im Training taktische Varianten erarbeiten, um variabel zu sein. „Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufzwingen.“ Er wolle erreichen, dass die SpVg eine Spielphilosophie erkennen lässt. Diese zu entwickeln sei ja in der Bezirksligamannschaft nicht möglich gewesen, da die Trainingsbeteiligung schlecht gewesen sei, blickt Sack zurück. Mit vier Trainingseinheiten in der Woche startet der neu formierte Kader in die Vorbereitung. „Wir müssen eine Einheit formen, die Spieler kennenlernen und sie auf die passenden Positionen stellen“, erklärt Sack die nächsten Schritte. Dabei helfen natürlich Testspiele und die Teilnahme an Sommerturnieren wie dem in Herringen am 20. und 21. Juli sowie dem in Wiescherhöfen, das eine Woche darauf beginnt. Die Mannschaft soll spätestens am 2. August stehen, wenn die Rehbusch-Elf im Pokal den Bezirksligisten VfL Kamen empfängt.

Der 20er-Kader sei groß genug, sagen der Trainer und sein Gehilfe schließlich unisono. „Aber wenn sich jemand vorstellt, sagen wir natürlich nicht nein“, ergänzen Dördelmann und Sack. Aber die Qualität müsse stimmen. „Und die Spieler müssen wollen“, ergänzt Sack. „Neben uns werden wohl Uentrop, Werne, Stockum und der VfL Mark oben mitspielen“, mutmaßt Dördelmann. - wa/ml

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