IG im Bönener Derby mehr unter Druck als die SpVg

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Das Hinspiel gewann die SpVg (rote Trikots Cengiz Güner und Malik Öncül) gegen die IG um Ramazan Dincer mit 7:0.

Bönen - Die einen wollen ihren Negativlauf beenden, die anderen dem Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga A1 einen großen Schritt näherkommen. Das Bönener Derby am Sonntag (15 Uhr) hat sowohl für die SpVg als auch für die gastgebende IG große Bedeutung. „In solchen Spielen spielt die Tabelle keine Rolle“, rechnet Gästetrainer Hendrik Dördelmann mit einer umkämpften Partie am Schulzentrum.

„Ich hoffe, dass Derby kommt für uns zur rechten Zeit“, sagt Dördelmann nach der Talfahrt mit nur einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen. Der Rückstand auf Spitzenreiter VfL Mark ist auf sieben Punkte hochgeschnellt, für Bönen geht es eigentlich nur noch um Platz zwei. Größere Sorgen hat der Gastgeber: „Wir kämpfen noch um den Klassenerhalt“, sagt Sven Kabutke, für den es sein erstes Derby als IG-Coach ist. „Das sind immer andere Spiele“, stimmt Kabutke seinem Bönener Kollegen zu.

In der Hinserie schoss die SpVg den Lokalrivalen regelrecht ab. 7:0 hieß es aber am Ende für die Rehbusch-Elf. „Die IG ist jetzt stärker als zu dem Zeitpunkt in der Hinrunde. Sie sind offensiv gefährlicher geworden“, sagt Dördelmann. Das sieht auch Kabutke so: „Wir haben in der Hinrunde viele Spiele gehabt, die nicht so gut gelaufen sind. Das haben wir in der Rückrunde besser gemacht. Die Frage ist, ob wir es auf den Platz bringen.“ Zuletzt erzielte die IG zwar bei Lohauserholz II drei Tore, ging aber dennoch beim 3:5 als Verlierer vom Platz. „Wir müssen stabiler auftreten. Da haben wir schlecht gestanden und schlecht gegen den Ball gearbeitet“, so Kabutke: „Vorne haben wir immer unsere Möglichkeiten.“

Bei der SpVg ist es genau anders herum. „Uns zeichnet unsere gute Defensive aus. Da waren wir auch in den letzten Spielen recht solide“, erklärt Dördelmann. Auch in den vergangenen drei Partien kassierte die Rehbusch-Elf lediglich drei Gegentore und ließ nur wenig Chancen zu. Die Ausbeute von nur einem Punkt spricht jedoch Bände: „Vorne drückt bei uns der Schuh.“

Personell vermelden beide Trainer leichte Entspannung. Bei den Gästen kehren die gesperrten Christoph Wöllert und Malik Öncül zurück. Allerdings ist Björn Kempes Einsatz fraglich. Bei der IG darf Arman Kuba endlich wieder mitwirken, nachdem er ganze vier mögliche Spiele (drei in der ersten, eines in der zweiten Mannschaft) wegen einer Ampelkarte verpasste. „Die längste Gelb-Rot-Sperre aller Zeiten“, unkt Kabutke, dem nur Ufuk Turan fehlt. Oberste Priorität hat für ihn, dass „alle die Klappe halten und Fußball spielen. Von mir aus können auf beiden Seiten viele Tore fallen, wenn wir eins mehr schießen“, erklärt der IG-Trainer. Dann wäre zumindest für ein unterhaltsames Derby gesorgt. - bob

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