Bönener A-Ligisten wollen zum Start Heimvorteil nutzen

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Der VfK (rechts Trainer Jürgen Serr, links Philip Preiß) überzeugte im Pokal gegen TuRa Bergkamen mit einer stabilen Defensive. Auf die wird es auch am Sonntag gegen Uentrop ankommen.

Bönen - Mit Heimspielen starten die Bönener Kreisliga-A-Fußballer am Sonntag in die neue Saison. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf, denn die SpVg, die IG und der VfK haben zum Auftakt ganz unterschiedliche Zielsetzungen.

SpVg Bönen – Hammer SpVg III (Sonntag 15 Uhr/Rehbusch).

Nach sechs Vorbereitung ist Hendrik Dördelmann „freudiger Erwartung“ auf sein erstes Meisterschaftsspiel als Cheftrainer: „Es ist etwas anderes von der Motivation her, wenn es um Punkte geht.“ Auch die letzte Woche vor dem Start nutzte der Coach, um taktisch zu arbeiten. „Wir wollen variabler werden“, ist sein Ziel. So war eine zweite Spitze und auch der Libero Thema.

Die Bönener wollen sich nach dem Abstieg aus der Bezirksliga gleich wieder oben einsortieren. „Wir sind noch in der Findungsphase“, kalkuliert Dördelmann Rückschläge allerdings ein. Doch zum Auftakt soll gerade „Am Rehbusch“ ein Sieg her. „Das ist mir wichtig, dass wir uns zuhause gut präsentieren“, sagt der Trainer. Die Drittvertretung der Hammer SpVg ist zum Saisonstart sicherlich ein unbequemer Gegner, könnte das Team von Trainer Ralph Oberdiek doch Verstärkung aus der Landesliga-Mannschaft erhalten. „Das weiß man nie“, bleibt Dördelmann gelassen. Die HSV schätzt er sowieso als starken Kontrahenten ein: „Das ist mit Sicherheit keine schlechte Mannschaft, die sich nach dem Aufstieg in der Kreisliga A etabliert hat. Sie verfügt über einige junge Spieler, die das Fußballspielen in Hamm gelernt haben und gut ausgebildet sind.“

Der SpVg fehlen weiter Jörn Holtmann (verletzt) und Yusuf Senel (Frankreich-Aufenthalt). Dazu bangen die Bönener um ein Trio: Kapitän Tobias Wittwer (Schleimbeutelentzündung im Knie, Björn Zach (Rippenprellung) und Sedat Cakir (Schmerzen am Spann) sind angeschlagen.

VfK Nordbögge – TuS Uentrop (Sonntag 15 Uhr/Feuerwache).

Am Sonntag ist die Vorbereitung vorbei. Dann wird auch klar werden, wen VfK-Trainer Jürgen Serr zu seinem Stammkader zählt. Die neu formierte Nordbögger Mannschaft bekommt es gleich mit einem der Topfavoriten auf den Titel zu tun. Der TuS Uentrop ist nach der Vize-Meisterschaft sicherlich nicht schwächer geworden. Doch genau das Gegenteil gilt für den Vorjahres-Sechsten von der Feuerwache.

Fast die gesamte alte Mannschaft ist weg, Neuzugänge waren rar gesät. Dafür rückten viele Spieler aus der zweiten Mannschaft nach. Der neue Trainer musste daher die Vorbereitung in ein Casting umwandeln – frei nach dem Motto „Der VfK sucht seine A-Liga -Startelf“. In den Testspielen fehlten allerdings viele Akteure, die Ergebnisse waren dementsprechend mager. Erst vor zwei Wochen im Pokal gelang den Nordbögger gegen den Bezirksligisten TuRa Bergkamen ein vielversprechender Auftritt. Die Defensivqualitäten, die der VfK da zeigte, werden auch gegen Uentrop vonnöten sein, stellte der TuS doch im Vorjahr doch den drittbesten Angriff.

IG Bönen – Yunus Emre HSV (Sonntag 15 Uhr/Schulzentrum).

Über den Leistungsstand der eigenen Mannschaft weiß Trainer Ayhan Sezer vor dem Liga-Start wenig. Keine einzige Trainingseinheit hat der Coach in der Vorbereitung aufgrund eines Urlaubes und seines Schichtdiensts geleitet. „Wenn wir so spielen wie im letzten Spiel wird es gut, wenn es so wird wie davor, dann nicht“, so der Coach. Immerhin machte das 6:1 gegen Lünern Hoffnung nach den Pleiten zuvor.

Ein Problem ist, dass viele Spieler mit Rückstand in die Saison starten, weil sie viele Einheiten in der Vorbereitung verpasst haben. Mehmet Duman, Arman Kuba und Ramazan Dincer fehlen wegen Urlauben noch immer. Torhüter Coskun Gökce ist verletzt, Layé Toure angeschlagen. „Wir müssen zusehen, dass wir einen 14-Mann-Kader haben“, sagt Sezer, der glaubt, dass das erste Saisonspiel im Kopf entschieden wird.

Den Aufsteiger aus Heessen wird er jedenfalls nicht unterschätzen. Yunus Emre verfügt über Akteure, die schon höherklassig gespielt haben. – einige davon schon in der Jugend mit Sezer Sohn Hakan. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“, warnt der IG-Trainer. Auf den Heimvorteil durch die Asche am Schulzentrum kann Bönen nur bedingt hoffen, Yunus Emre spielt ebenfalls auf rotem Grund. - bob

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