Niederlage der TuS-Ringer fällt zu hoch aus

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Marc Hauke war in Lünen eigentlich schon auf dem Weg zum Sieg, verlor aber noch durch einen Konter seines Gegner.

Lünen - „Das war ein schöner Kampf, leider fällt das Ergebnis ein bisschen zu hoch aus“, meinte Kapitän Daniel Keim nach der 12:24-Niederlage seiner TuS Bönen beim starken Aufsteiger VfK Lünen-Süd. Die war zwar nicht überraschend, hätte aber deutlich geringer ausfallen können. „Das Ergebnis täuscht über den Kampfverlauf hinweg. Da war ein Tacken mehr drin“, so Keim.

Schon im ersten Duell fiel im Grunde die Vorentscheidung. Für Bönen hätte es optimal laufen müssen, wenn ein Sieg in den Bereich des Möglichen rücken sollte. Leichtgewicht Marc Hauke hatte seinen Gegner Senad Osmani nach einem Hüftzug „eigentlich schon auf Schultern“, so Keim, doch dann fing sich der Bönener einen völlig unnötigen Konter und unterlag selber 0:4. „Das war ärgerlich. Wenn Marc den Kampf gewinnt, kann es anders aussehen“, sagte Keim. So gab Bönen hintenraus einige Duelle zu deutlich ab, was zum klaren Ergebnis führte.

Bönen verlor danach auch den Schwergewichtskampf. Fatih Karabulut war kurzfristig doch dabei, was wichtig war, da Jihad El-Cheickh Hassan mit einem Magen-Darm-Infekt ausfiel. Im engen Aufeinandertreffen mit Faruk Uzun verlor der TuS-Athlet trotz guter Leistung 0:5 nach Punkten. Karsten Wegner (61 kg) verkürzte kampflos auf 4:8 aus Bönener Sicht.

Neu ins Team der Gäste war Ramazan Alkan gerutscht, der im 98-kg-Kampf chancenlos gegen Mesut Kayar war und auf den Schultern landete. Der Lünener zählt zu den besten Ringern in der Liga. „Ramazan hat sich für die Mannschaft eingesetzt“, lobte Keim seinen Teamkollegen, der sogar vorher noch Gewicht reduziert hatte. Seinen ersten Erfolg in der Verbandsliga feierte dagegen Stephan Schwark, der Tim Tautz nach 86 Sekunden auf die Schulter legte und damit für den 12:8-Pausenstand sorgte. Nach der kurzen Unterbrechung folgten spektakuläre Kämpfe mit vielen Wertungen. Erst unterlag Fehmi Güney (86 kg) dem Lünener Harun Uzun mit 8:23. Dem Bönener gelang dabei sogar eine Fünfer-Wertung, „hinten fehlte ihm aber ein bisschen die Cleverness, um den Kampf über die Zeit zu bringen“, sah Keim nicht zwingend eine 0:4-Niederlage.

Nun ging der Kapitän selbst auf die Matte und lieferte sich mit Muhammed Kalabalik ein 70-kg-Duell mit 17 Wertungen. Zur Pause führte Keim auch mit 10:7, doch dann lief nichts mehr. „Der Gegner hat seine Taktik geändert und ich habe völlig den Faden verloren“, sagte der Bönener zum 10:21 (0:3). Die dritte zu hohe Niederlage aus Sicht der Gäste kassierte schließlich Lukas Korte (75 kg Freistil) gegen Stefan Obst. „Der Lünener war immer einen Tacken besser“, meinte Keim. Korte hatte am Ende mit 6:16 (0:3) das Nachsehen.

Zwischenzeitlich hatte Marvin Manz seine weiße Weste bewahrt und gegen Beytullah Gülay in der 80-kg-Klasse mit 16:1 gewonnen. Zu mehr sollte es für Bönen allerdings nicht reichen, da Jan Mentler (75 kg griechisch-römisch) gleich mit der ersten Aktion nach 39 Sekunden von Ulrich Obst geschultert wurde.

Die TuS hat sich nach drei Kampftagen mit je einem Sieg, Unentschieden und Niederlage im Tabellen-Mittelfeld platziert. „Das ist so in Ordnung“, findet Keim. - bob

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