SpVg vor Meisterstück / IG will runter von Abstiegsrängen

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Titel im Visier: Tobias Wittwer will am Sonntag mit der SpVg die Meisterschaft perfekt machen.

BÖNEN -  Der Nabel der Fußball-Kreisliga A1 liegt am Sonntag in Bönen. Am Rehbusch kann die SpVg die Meisterschaft feiern. Am Schulzentrum steigt das Abstiegsendspiel zwischen der IG und dem TSC Hamm II. Der VfK Nordbögge will das kleine Derby gegen Wiescherhöfen II gewinnen.

SpVg Bönen – Hammer SC (Sonntag 15 Uhr, Rehbusch, Hinspiel 3:2). Die Voraussetzungen sind eindeutig. Wenn die SpVg am Sonntag gewinnt oder Verfolger Pelkum gegen Heessen verliert, dann sind die Bönener Kreisliga-Meister. Sonst ist die Entscheidung vertagt. „Wir wollen das Ding gerne am Sonntag zuhause entscheiden“, spricht Trainer Axel Maurischat allen am Rehbusch aus dem Herzen. Denn im eigenen Stadion lässt sich bekanntlich am besten feiern. „Aber das wird kein Selbstläufer. Der HSC kann befreit aufspielen“, bremst der Coach seine Akteure nach dem 10:1 beim TSC Hamm II am vergangenen Wochenende: „Aber ich glaube nicht, dass sie uns Steine in den Weg legen werden“, ist Maurischat guter Dinge.

Im Hinspiel erwies sich der Aufsteiger als harter Brocken. 0:2 gerieten die Bönener in Rückstand, ehe der Trainer Umstellungen vornahm und seine Akteure die Partie noch in einen 3:2-Sieg umdrehten. Allerdings war der HSC damals noch Vierter. In der Rückrundentabelle belegen die Gäste lediglich Rang zwölf. Personalnot macht den Hammern zu schaffen. Bei der SpVg sieht das besser aus. Es fehlt nur ein Trio. Hendrik Dördelmann wurde unter der Woche eine Platte entfernt, David Gözütok muss direkt nach der Partie arbeiten, und Ramazan Dincer ist wohl weiter verletzt.

„Ich hoffe, es kommen ein paar Zuschauer mehr, schließlich gibt es nach dem Spiel vielleicht etwas zu feiern. Und die Damen spielen ja auch noch“, macht Maurischat Werbung.

IG Bönen – TSC Hamm II (Sonntag 15 Uhr, Schulzentrum/1:3). „Es geht um alles. Wir müssen zusehen, dass wir die drei Punkte einfahren“ Die Bedeutung der Partie des Vorletzten aus Bönen gegen den Viertletzten aus Hamm braucht IG-Trainer Ayhan Sezer nicht extra herausstellen. Bei einem Sieg können die Gastgeber mit der TSC-Reserve gleichziehen und, wenn Gurbet Spor Bergkamen in Uentrop verliert, erstmals seit dem fünften Spieltag den Abstiegsplatz verlassen. Dieses Endspiel hat sich die zwischenzeitlich schon abgeschlagene Sezer-Elf durch 15 Punkte aus den vergangenen sechs Partien erarbeitet. Jetzt wollen die Bönener die Chance beim Schopf packen.

„Das wird kein leichtes Spiel“, warnt der Coach, dem bis auf Ersatzkeeper Fatih Acar (Urlaub) alle Akteure zur Verfügung stehen, vor Überheblichkeit nach den zuletzt starken Leistungen. Auch die 1:10-Pleite der Hammer gegen die SpVg, von der sich Sezer mit seinem Team weite Teile anschaute, will er aus den Köpfen streichen. „Bis zur Halbzeit hat der TSC gut mitgehalten. Der Gegner wird auf unsere Fehler lauern“, sagt er: „Wir müssen zusehen, dass wir das Spiel in die Hand nehmen“, will Sezer, dass sein Team Druck macht. Gespielt werden soll „zu 85 Prozent“ auf Asche.

VfK Nordbögge – TuS Wiescherhöfen II (Sonntag 15 Uhr, Feuerwache/1:2). Dennis Juraschuk sehnt das Ende der Saison herbei: „Wenn bei uns in den vergangenen Wochen schon die Luft raus war, haben wir mittlerweile einen absoluten Platten“, sagt der Spielertrainer des VfK. Nordbögge hat Rang drei sicher und bei vier Zählern Rückstand auf Pelkum nur noch eine minimale Chance auf Platz zwei. So kann der Gastgeber das letzte Heimspiel gegen den Tabellenfünften locker angehen und die gute Bilanz von zwölf Siegen weiter ausbauen. Auf das Spiel gegen Wiescherhöfen werden einige Nordbögger aber besonders brennen, schließlich haben Oliver Rothkamm, Sven Kaczor und Marc Aschmoneit eine Vergangenheit an der Wielandstraße. Vierter im Quartett der Ex-TuSler ist Sebastian Kromke, der jedoch im Urlaub weilt. „Das ist die einzige Motivation, den Jungs einen kleinen Derbysieg zu bescheren“, sagt Juraschuk.

Personell sieht es rosig beim VfK aus, da nur Kromke fehlt. Aschmoneit und Cengiz Güner kehren in den Kader zurück. „Ich habe die Qual der Wahl“, freut sich Juraschuk über dieses seltene Gefühl. Patrick Heller wird erneut Andre Juraschuk im Tor ersetzen. Dazu wird Thomas Kul zum Einsatz kommen, den die Nordbögger in seinem letzten Heimspiel gebührend verabschieden wollen. Ein Sieg wäre dafür schön, zumal der VfK beim 1:2 im Hinspiel trotz guter Leistung „ziemlich blöd aus der Wäsche schaute“, erinnert sich der Coach. - bob

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