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SpVg auf aufsteigendem Ast, aber mit internen Störfeuern

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Von: Boris Baur

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Miles Gottschlich ist unzufrieden und will nicht mehr für die SpVg auflaufen.
Miles Gottschlich ist unzufrieden und will nicht mehr für die SpVg auflaufen. © Baur Boris

Dem Sturz in den Tabellenkeller entging die SpVg Bönen durch den 4:0-Auswärtssieg beim VfK Weddinghofen am vergangenen Wochenende. Im Soll ist der Tabellenzehnte der Fußball-Kreisliga A freilich noch lange nicht. Zumal am Sonntag (14.30 Uhr) mit dem BV 09 Hamm eine echte Herausforderung bevorsteht.

Bönen – „Eine sehr starke Mannschaft“, erwartet SpVg-Coach Cengiz Güner am Rehbusch. „Das wird ein ganz anderes Kaliber.“ Nimmt man die 2:6-Niederlage beim übermächtigen Ligaprimus VfL Kamen aus, ist der Tabellensechste seit acht Spielen ungeschlagen. „Wir sind schon der Außenseiter. Das sagt die Tabelle ja auch aus“, weiß Güner. In Ehrfurcht erstarren wollen die Bönener zuhause trotzdem nicht. „Wir sind im Aufwind und wollen den Schwung mitnehmen“, betont Güner, der eine gewisse Erleichterung im Team nach dem Erfolg gegen Weddinghofen wahrnimmt. „Spaß und gute Stimmung waren immer da, aber mit Siegen fällt das alles natürlich leichter.“

Zur Belastungsprobe für die SpVg werden jedoch immer wieder interne Störfeuer. Nach dem Spiel in Weddinghofen schmiss Miles Gottschlich die Brocken hin – unzufrieden mit seiner sportlichen Rolle im Team. „Er hat mir mitgeteilt, nicht mehr für uns spielen zu wollen“, berichtet Güner. „Ich finde es schade, aber muss seine Entscheidung respektieren.“ Eine Wende zum Guten hat der Ärger um Flügelspieler Mohamed Elias genommen. Der 21-Jährige kehrte nach Suspendierung wegen verbaler Entgleisungen in den Kader zurück und traf gleich doppelt. Eine starke Reaktion, die aber nachhaltig sein muss, wie der SpVg-Coach betont: „Ich hoffe, er hat es jetzt verstanden. Das wird die Zukunft zeigen. Er ist keine 15 mehr. Er fliegt nicht mehr unter dem Radar und weiß, dass er sich so etwas nicht noch mal erlauben darf.“

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