SpVg patzt am Anfang und am Ende

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Ruchan Akman vergab die große Chance zum Ausgleich für die SpVg Bönen in Bad Westernkotten.

BAD WESTERNKOTTEN -  Vor dem Abstiegsgipfel der Fußball-Bezirksliga gegen den SVF Herringen am kommenden Sonntag wollte sich die SpVg Bönen mit einem Punktgewinn beim Tabellenzweiten SuS Bad Westernkotten Selbstvertrauen holen. Das gelang beim 0:3 (0:1) trotz phasenweise guter Leistung nicht. Im Gegenteil Herringen feierte einen 7:0-Kantersieg über Ahlen. Und noch schlimmer: Da Lippstadt und Sassenberg punkteten hat sich der Rückstand der Bönener auf das rettende Ufer auf sechs Punkte vergrößert.

Die Gäste erwischten im Kurort einen klassischen Fehlstart. Nach zwei Minuten trafen die Hausherren bereits zur Führung. Bei einer Flanke von der linken Seite standen zwar zwei Westernkottener im Abseits, doch sie griffen nicht ins Netz ein. Die SpVg-Spieler reklamierten, während aus dem Hintergrund Benedikt Schiller mit einem Schuss aus 16 Metern in den Winkel das 1:0 erzielte. „Das war natürlich ein korrektes Tor“, ärgerte sich Gästetrainer Axel Maurischat über das „Dreckstor“.

In der Folge entwickelte sich in der ersten Hälfte eine schwache Partie. Auf einem schlechten Rasenplatz setzten beide Mannschaften meist auf lange Bälle, bissen sich damit an den gegnerischen Abwehrreihen jedoch die Zähne aus. „Wir haben nicht gut gespielt, aber nichts zugelassen“, war Maurischat mit der kämpferischen Vorstellung zufrieden.

Nach dem Wechsel kam bei den Bönenern die spielerische Komponente dazu. „Wir haben dann auch versucht, Fußball zu spielen“, erklärte der Trainer, der sein Team nun als spielbestimmend sah: „Westernkotten hatte keine Chance mehr.“ Allerdings erhielten die Gastgeber nach Foul von Niklas Link im Strafraum einen Elfmeter zu gesprochen. Den Schuss von Alfred Buchmüller parierte SpVg-Schlussmann Marco Behrend stark (60.).

Bönen warf nun alles nach vorne. Hatte eine gefährliche Szene durch Kevin Scheibke, der nach einer Hereingabe von rechts nur knapp zu spät kam (76.). Die beste Chance besaß Ruchan Akman, dem der Pass von Rückkehrer Thorsten Renk bei der Annahme im Fünfmeterraum auf dem holprigen Boden jedoch versprang (86.).

In der Nachspielzeit nutzte dann Matthäus Jedrzejczyk ein Missverständnis zwischen Dominik Sorge und Felix Holtbrügger zum 2:0. Und er setzt zwei Minuten später sogar das dritte Tor drauf. „3:0 hört sich standesgemäß an, aber aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Punkt verdient gewesen“, meinte Maurischat enttäuscht. - bob

SuS: P. Spiekermann – Köthemann, Dyballa, Stiene, Janetzki (70. N. Spiekermann), Jedrzejczyk, Grafe (60. Fächner), Hengstmüller, Buchmüller (87. Gerling), Mattina, Schiller

SpVg: Behrend – Öncül, Holtbrügger, Link, Güney – Holtmann, Wiff – Sorge, Akman, Cakir (46. Renk) – Arenz (70. Scheibke)

Tore: 1:0 Schiller (2.), 2:0 Jedrzejczyk (90.+1), 3:0 Jedrzejczyk (90.+3)

Gelb-Rote Karte: Stiene (87.)

Bes. Vorkommnis: Behrend hält Foulelfmeter von Buchmüller (60.)

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