Stilartenwechsel behagt TuS-Ringern nicht

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Marvin Manz wehrte sich in Krefeld nach Kräften. Seine Bemühungen waren aber vergebens.

Krefeld - Wegen eines Ausfalls zuviel hatten die TuS-Ringer beim Rückrundenauftakt in Krefeld das Nachsehen. Gegen die gastgebende Reserve des KSV Germania verloren die Bönener ihren Verbandsligakampf mit 14:22. „Uns ist der Stilartenwechsel nicht gut bekommen“, nannte Kapitän Daniel Keim den zweiten Grund für die Niederlage gegen den Tabellennachbarn.

Für die zweite Serie werden im Ringen in den einzelnen Gewichtsklassen die Stilarten getauscht. Wo in der Hinrunde Freistil gerungen wurde, gelten nun die griechisch-römischen Regeln und umgekehrt. Das führte dazu, dass Krefeld Verstärkung von Spezialisten aus der Oberliga-Mannschaft erhielt, die dort in der falschen Art hätten antreten müssen.

Außerdem fehlten bei Bönen Leichtgewicht Marc Hauke und die beiden etatmäßigen Schwergewichte Karabulut und El-Cheickh Hassan. Besonders Haukes Ausfall war schwerwiegend, da er seinem Gegner in 57 kg wohl locker ein 4:0 abgenommen hätte, so gingen die vier Zähler nach Krefeld. Ein Unentschieden wäre also möglich gewesen.

In 130 kg stellte sich Trainer Ingo Manz auf die Matte, damit der Kampf nicht an der Waage an die Germanen ging. Sein Gegner gab sofort auf. Kampflos kam auch Karsten Wegner (66 kg) zu vier Punkten. Auf der Matte feierte Stephan Schwark einen Schultersieg. „Das wird bei ihm Selbstvertrauen aufbauen“, freute sich Keim. 98-kg-Ersatzmann Ramazan Alkan war dagegen auf verlorenem Posten und unterlag technisch unterlegen. Dennoch führte Bönen zur Pause mit 12:8.

Anschließend sollten aber nur noch zwei Zähler hinzukommen, die Lukas Korte im letzten und schönsten Kampf des Tages holte. Gegen den oberliga-erfahrenen Dieter Tschierschke gewann er über die volle Distanz mit 10:6 nach Punkten. Zuvor hatten seine Teamkollegen allerdings allesamt verloren.

Fehmi Güney hatte in 86 kg Andreas Garske wenig entgegenzusetzen. Der Krefelder war aus 98 kg nach unten gewechselt, um weiter Freistil ringen zu können. Keim blieb dagegen in 70 kg und versuchte sich das erste Mal seit 2009 wieder im Freistil. Sein Kontrahent Ayoub Bolakhrif war zwar auch ein griechisch-römisch Spezialist, doch er ringt ansonsten Oberliga. In einem ungewöhnlichen Freistilkampf überraschte Bolakhrif den Bönener mit Saitiev-Reißern und gewann 3:0.

Mit dem gleichen Resultat verlor auch Marvin Manz, der in 80 kg auf den bulligen Marcel Jedidi traf. Die Niederlage von Bedri Ünal gegen Muammed Tan (75 kg) entschied die Partie dann endgültig. Ünal wehrte sich zwar dreimal erfolgreich gegen eine Schulterniederlage. Kurz vor der Pause war der Kampf dennoch vorbei.

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