SpVg verschenkt Überraschung leichtfertig

+
Unnötig: Malik Öncül, Ruchan Akman und Hendrik Dördelmann (schwarze Trikots, von links) sind nach der Niederlage gegen Drensteinfurt konsterniert.

BÖNEN - Bezirksliga: SpVg Bönen – SV Drensteinfurt 1:2 (1:0). Der Punkt beim Tabellendritten RW Westönnen (1:1) am vorangegangenen Spieltag war reines Glück. Gegen den Tabellenzweiten der Fußball-Bezirksliga, den SV Drensteinfurt am Sonntag, war es nicht nur Pech, das die SpVg Bönen beim 1:2 (1:0) leer ausging.

Zum einen verpasste es die Rehbusch-Elf in der ersten Hälfte, mehr als den einen Treffer von Kevin Scheibke aus der 30. Minute zu schießen. Zum zweiten stellten sie in „den letzten zehn bis 15 Minuten das Fußballspielen ein“, wie SpVg-Trainer Axel Maurischat enttäuscht bemerkte.

Der Tabellenzweite wurde in der ersten Hälfte seiner Favoritenrolle überhaupt nicht gerecht. Immer wieder forderte ein ärgerlicher Damian Liesemann im Drensteinfurter Tor, seine Vorderleute vehement zum „Wachwerden!“ auf. Die Chancen und wesentlich mehr Spielanteile hatte zunächst der Liga-Neuling. Und das, obwohl Maurischat eine lange und schwergewichtige Verletztenliste beklagte. Neben Felix Holtbrügger, Tobias Wittwer und Ramazan Dincer fiel kurzfristig auch noch Mittelfeldstabilisator Hakan Elik aus.

Die erste Torgelegenheit hatten dennoch die Bönener schon in der vierten Minute: Niklas Arenz, der ein gutes Spiel ablieferte, schlug eine Flanke flach vor Drensteinfurter Tor, Sören Symmnank kam nur einen Tick zu spät. Eine Minute setzte David Wündisch einen Freistoß aus 20 Metern knapp über das Tor. Den nächsten Freistoß, diesmal von Malik Öncül auf den zweiten Pfosten getreten, verpasste erst Durim Feta, im zweiten Anlauf setzte Wündisch den Kopfball übers Gästetor.

Auffällig: Drensteinfurts Defensive war zu Beginn der Partie oft zu spät, die Folge war eine Serie an Freistößen. In der neunten Minute wurde Arenz mittig am Strafraum freigespielt. Der Bönener Mittelfeldspieler traf den Ball aber nicht richtig – kein Problem für Liesemann. Die Gastgeber hätten längst führen müssen, wenn sie denn weitere Angriffe besser, heißt ruhiger, ausgespielt hätten. Auf der Gegenseite wurde es nur zweimal gefährlich: In der 25. Minute lupfte Isse Sander freistehend über Behrend und das SpVg-Tor, in der 28. klärte Dominik Sorge nach Kopfball von Julian Heinsch auf der Linie. Nur zwei Minuten später traf dann Scheibke nach Vorarbeit von Arenz zum verdienten 1:0.

„Zur zweiten Halbzeit hab ich alles riskiert, zwei Offensive eingewechselt“, erklärt SV-Trainer Ivo Kolabaric, „da haben wir endlich Druck aufgebaut.“ Die Chancendichte des Favoriten nahm zu: Heinsch scheiterte zunächst per Kopf (60.), SpVg-Torwart Marco Behrend klärte per Fuß gegen Oliver Logermann, bevor er in der 82. Minute chancenlos beim 1:1 durch Leon van Elten war. Torvorbereiter Dennis Drepper, in Hälfte zwei kaum zu kontrollieren, belohnte sich und sein Team drei Minuten später per Lupfer zum 2:1-Siegtreffer des Gastes. Kurz zuvor hatte Scheibke das 2:1 für die Bönener auf dem Fuß (84.), scheiterte aber an Liesemann.

„Verschenkte Punkte“, ärgerte sich Maurischat abschließend – und das zu Recht. - ml

SpVg: Behrend – Sorge, Link, Güney, Wündisch (34. Dördelmann), Akman, Öncül, Symmank (67. Renk), Feta (77. Oturak), Arenz, Scheibke

SV: Liesemann – Heinsch, van Elten, J. Wiebusch, Pankok, Niehues, Drepper, Sander, S. Wiebusch, Heinsch, Logermann

Tore: 1:0 (30.) Scheibke, 1:1 (82.) van Elten, 1:2 (85.) Drepper

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare