Volleyball

Spitzenreiter zu clever für die TuS-Damen

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Vergebliche Mühe: Jessica Sauly (links) und Katharina Buhl hechten einem unerreichbaren Angriffsball der Gelsenkirchenerinnen hinterher.

Bönen – Der Aufsteiger hat das Kräftemessen mit dem Spitzenreiter nicht bestanden. Am sechsten Spieltag der Volleyball-Verbandsliga haben die Damen der TuS Bönen mit 0:3 zuhause gegen den TC Gelsenkirchen verloren. Zwar verliefen zwei der drei Sätze knapp (23:25, 20:25, 12:25), für einen Sieg kamen die Gastgeberinnen in der Goethehalle allerdings zu kaum einen Zeitpunkt in Frage.

 „Es sah nie so aus, als ob wir schlechter waren, aber die waren uns immer einen Schritt voraus“, meinte Bönens Mannschaftssprecherin Stella Salaw.

Bönen rennt fast nur hinterher

Im Grunde lag Bönen gegen die bisher ungeschlagenen Gäste die gesamte Spieldauer in Rückstand. Der TC machte die ersten Punkte, die TuS-Damen rannten hinterher. „Gelsenkirchen hat nicht spektakulär gespielt, aber clever und variabel. Das war schwer für uns“, meinte Salaw. Denn was der Tabellenführer zeigte, war effektiv. Wenn die TuS dann einmal mit einer kleine Serie den Anschluss wiederhergestellt hatte, brachten die Gelsenkirchenerinnen ihre beste Angreiferin in Position, die die Bönenerinnen nie in den Griff bekamen. Und schon wuchs der Vorsprung erneut.

Aufholjagd bleibt ohne Happy End

Zudem verpasste es der Gastgeber das Momentum für sich zu nutzen, wenn mal ein paar Punkte in Folge gelungen waren. Bezeichnend – und vielleicht schon vorentscheidend – war das Ende des ersten Durchgangs, als Bönen von 17:22 auf 23:23 aufholte, den Satz dann aber doch schnell abgab. „Es waren halt ein, zwei schwächere Bälle, die Gelsenkirchen eiskalt ausgenutzt hat“, so Stella Salaw, die derzeit pausierende Zuspielerin.

Auch im zweiten Abschnitt agierte der TC aus einer komfortablen Führung heraus. Die TuS blieb zwar in Reichweite, kam aber nicht mehr heran und verlor am Ende mit 20:25.

Erst ein Knacks, dann ein großer Riss

Das gab den Gastgeberinnen einen kleinen Knacks, der sich durch einen Fehlstart vergrößerte, als Bönen lange auf den ersten Punkt wartete und schnell mit sechs Zählern zurück lag. „Wir haben im dritten Satz stark abgebaut. Einige haben das Spiel gedanklich schon abgehakt. Gelsenkirchen hat das locker runtergespielt“, meinte Salaw. Ruckzuck war der Durchgang mit 12:25 beendet und die Partie vorbei. „Mit einer so hohen Eigenfehlerquote kann man gegen einen so stabilen Gegner nicht gewinnen“, bilanzierte Trainer Michael Salaw.

Polster im Abstiegskampf fast verschwunden

Da mit Sorpesee II und Haltern parallel zwei Konkurrenten im Abstiegskampf gewannen, ist das kleine Polster der Bönenerinnen fast aufgebraucht. „Die Niederlage war ärgerlich, aber es ist wichtig, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Wir wissen, woran es hapert, daran werden wir arbeiten“, sagte Stella Salaw: „Vielleicht war es gut, mal eine solche Klatsche zu kriegen, statt noch einen Satz mitzunehmen, gerade jetzt vor den wichtigen Spielen.“ In zwei Wochen tritt die TuS beim RC Sorpesee II an, das auf dem Relegationsplatz liegt und zwei Punkte Rückstand auf Bönen hat.

TuS:  Wilmes, K. Buhl, K. Zilske, Wandel, Grothoff, Kapschik, Ufer, Sauly, Keil

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