Abstieg der TuS-Damen scheint besiegelt

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TuS-Trainer Michael Salaw versuchte im Spielverlauf vergeblich durch Einzelgespräche Einfluss auf sein Team zu nehmen. Hier redet er mit Zuspielerin Stella Greinke.

BÖNEN - Das war´s wohl mit der Verbandsliga für die Volleyballerinnen der TuS Bönen. Mit 1:3 (25:15, 20:25, 20:25, 23:25) unterlagen die Gastgeberinnen am Donnerstagabend als Tabellenletzter dem Mitaufsteiger und Drittletzten Lüner SV. Und das zurecht. Der Gast war eben die wenigen Punkte besser, die die ansonsten engen und umkämpften Sätze entschieden. Oder Bönen eben schlechter.

„Das war heute Abstiegskampf pur“, urteilte TuS-Trainer Michael Salaw, der die Arena gleich nach dem letzten Ballwechsel verließ und zur erst nach Spielende offenen Theke eilte. „Mit Verbandsliga-Volleyball hatte das nichts zu tun“, erklärte er. „Ich denke aber auch, das Lünen wieder mit runter geht“, stellte Salaw auch dem Gegner ein schlechtes Zeugnis aus.

Zwei äußerst nervöse Kellerkinder standen sich im Mitteltrakt der Goethehalle gegenüber. Bönen erwischte trotzdem einen perfekten Start, entschied den ersten Satz überdeutlich mit 25:15 für sich. Großen Rückhalt bekam das Kellerkind von 50 Fans auf der Tribüne. Die Gastgeber gewannen trotzdem keine Sicherheit. Der zweite Durchgang war von Anfang an hart umkämpft. Schönen Angriffen von der Drei-Meter-Linie durch Sina Fröhlich folgten zahlreiche leichte Fehler wie Netzangaben, schlechter Block und ebensolche Annahmen. Lünen hatte ein Plus in Außenangreiferin Itzegna, die Bönen überhaupt nicht in den Griff bekam. Eine Angabe ins Netz von Ricarda Rinschede beendete schließlich den zweiten Satz.

Bezeichnend für den weiteren Spielverlauf war der Beginn des dritten Abschnittes: Zunächst erkämpfte sich Nadine Tewes mit einem platzierten Schmetterball zum 1:1 das Aufschlagsrecht, verschafft ihrem Team ein 3:1, dann schlägt sie ins Netz. Der Gastgeber führte noch einmal mit 11:8 und 16:15 bevor Lünen am Satzende wieder übernahm und auf 21:17 davonzog. Salaw zog Stellspielerin Stella Greinke zum Einzelgespräch zu sich. Sie war zwischenzeitlich überhaupt nicht mehr im Spiel“, erklärte er. Der Trainer lobte dagegen Sarah Deutsch, die als Außenangreiferin Katharina Buhl gut vertrat.

Die TuS-Volleyballerinnen kämpften. Lange Ballwechsel gingen fast immer an sie. Ein Tiebreak und somit ein Punkt wäre locker drin gewesen. Bönen führte im vierten Durchgang 22:19 und gab diesen doch noch ab, wodurch sich die Hoffnungen auf den Klassenerhalt verflüchtigten.

„Damit ist der Abstieg wohl besiegelt“, schloss Salaw. „Wir haben zwar noch theoretische Chancen, zumindest auf den Relegationsplatz, wenn wir mal gewinnen. Aber die anderen werden ja auch noch punkten.“ Bönen liegt aktuell fünf Zähler hinter dem ASV Senden II auf eben diesem Platz. Lünen liegt punktgleich einen Rang davor.

Theoretisch sind die Möglichkeiten, weil die TuS in den verbleibenden fünf Partien nur noch am letzten Spieltag auf einen direkten Konkurrenten trifft. Ansonsten bekommt es das Salaw-Team mit Mannschaften auf den Plätzen zwei bis fünf zu tun. So auch am Sonntag, wenn Bönen um 16 Uhr beim Vierten OTSV Preußisch Oldendorf gastiert (Hinspiel 0:3). Doch vielleicht hilft es den Bönenerinnen ja, dass sie jetzt frei von jedem Druck aufspielen können. - ml

TuS: Greinke, Gorke, Rinschede, Tewes, Deutsch, Scharwey, Maruhn, Karkowsky, Schlensog, Keil, Fröhlich

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