TuS-Damen mit Lebenszeichen

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Auch wenn er hier ins Leere geht, der Block war eine der Stärken der TuS-Damen gegen TB Höntrop.

Bönen - Ihre Niederlageserie haben die Volleyballerinnen der TuS Bönen zwar nicht beendet, dafür im Abstiegskampf der Verbandsliga aber einen wichtigen Zähler geholt. Mit toller Moral machten die Bönenerinnen in der heimischen Goethehalle einen 0:2-Satzrückstand wett, unterlagen der TB Höntrop allerdings im Tiebreak. Durch das 2:3 (20:25, 25:27, 25:16, 25:23, 9:15) liegen die TuS-Damen jedoch wieder einen Punkt vor dem EVC Massen, der den Relegationsplatz einnimmt.

Erst im Tiebreak nach fast zwei Stunden Spielzeit war den Gastgeberinnen die Kraft ausgegangen. Trainer Michael Salaw klammerte bei seiner Analyse dann auch den letzten Durchgang aus, als er nur lobende Worte für sein Team übrig hatte. „Das war vier Sätze lang wirklich gut“, sagte er und ging Aufschläge, Annahme, Blockarbeit und die anderen wichtigen Dinge durch. „Das war eine ganz andere Körpersprache als vor einer Woche in Massen“, meinte Salaw. Einziger Kritikpunkt war der zu selten aufgebaute Druck bei den Angriffen. Durch viele Leger konnten sich die agilen Gäste immer wieder in die Ballwechsel zurückkämpfen. Da auch Bönen gut verteidigte, boten beide Mannschaften den Zuschauer ein ansehnliches Volleyball-Match.

Dabei waren die Voraussetzungen für die TuS-Damen nicht optimal. Nadine Tewes und Jessica Sauli waren im Gegensatz zu Lisa Maruhn rechtzeitig genesen. Zuspielerin Stella Salaw musste kurzfristig mit einer fiebrigen Erkältung passen. Auch die Partie entwickelte sich zunächst nicht wie gewünscht. Höntrop setzte sich im ersten Satz langsam, aber kontinuierlich ab, der 25:20-Erfolg war letztlich ungefährdet. Durchgang zwei verlief länger ausgeglichen, die Gäste aus Bochum lagen aber immer leicht in Führung. Die TuS vermochte diesen Vorsprung nicht aufzuholen. Ein Problem, dass Bönen schon in den vorangegangenen Partien mit sich schleppte. „Wir haben aber nie den Kopf hängen lassen“, freute sich Salaw. Dafür wurde seine Mannschaft fast belohnt: Insgesamt drei Matchbälle wehrten die TuS-Damen ab, ehe Die TB doch noch den Satz mit 27:25 eintütete.

Der dritte Abschnitt war dann vielleicht einer der besten der Bönenerinnen in dieser Saison. Die ersten Punkte holte sich die TuS mit einer starken Blockarbeit, Höntrop war davon beeindruckt und leistete sich nun Fehler. Über 6:2, 14:11. 16:12 ging der Durchgang deutlich an starke Gastgeberinnen. Die fabrizierten drei einfache Fehler zu Beginn des Satzes, ehe sie wieder in Fahrt kamen. Höntrop verteidigte die Drei-Punkte-Führung bis zum 10:10 hartnäckig, hatte auch dann stets die Nase vorne. Bönen drohte die Belohnung zu der wahren Leistungsexplosion im Vergleich zum ersten Spiel des Jahres verwehrt zu bleiben, besonders als die TB das 20:17 machte. Die Moral war jedoch intakt, die TuS drehte die Partie zum 23:21, verschenkte zwei Bälle, schaffte es aber dennoch in den Tiebreak.

Der war dann eine klare Angelegenheit. „Die Nervosität war wieder da“, konstatierte Salaw, war aber dennoch zufrieden: „Ich hatte eigentlich nur auf den einen Punkt spekuliert.“

TuS: K. Buhl, Gohrke, Pekovic, Ufer, Keil, N. Tewes, Sauli, K. Zilske, N. Zilske, Zimmerers, Allwang, Gornicka

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