Zu viele Rückschläge für TuS-Ringer in Rheinhausen

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Bönens Sebastian Strzalka (oben) verletzte sich gleich bei seiner ersten Aktion in Rheinhausen an der Schulter.

DUISBURG -  Eine unnötige Niederlage kassierten die Verbandsliga-Ringer der TuS Bönen beim AKS Rheinhausen. Die 14:22-Pleite war vermeidbar – und hatte auch viel mit Pech zu tun. „Da war definitiv mehr drin“, sagte Kapitän Daniel Keim, der etwas traurig war, dass die TuS im direkten Duell mit dem Tabellennachbarn den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verlor. Bönen hat nun wieder eine ausgeglichene Bilanz von 7:7 Punkten.

Den ersten Rückschlag erlitt die TuS schon vor der Fahrt nach Duisburg. Fatih Karabulut, als Ersatz für den verhinderten Schwergewichtler Jihad El-Cheickh Hassan eingeplant, sagte kurzfristig ab, so dass Bönen die ersten vier Zähler kampflos abgab. Doch Rheinhausen besetzte das Leichtgewicht nicht – und der 66-kg-griechisch-römisch Athlet brachte Übergewicht auf die Waage. 8:4 stand es also für die Gäste, ehe es auf die Matte ging.

Zu Beginn verlor Dennis Thiemann (61 kg) erwartet klar gegen Pietro Sabatino. Das nächste Unglück ereilte Bönen im 96-kg-Kampf. Sebastian Strzalka renkte sich bei der ersten Aktion die Schulter aus, musste nach acht Sekunden aufgeben. „Schmerzhaft und ärgerlich“, meinte Keim, der ein enges Duell mit Maksim Siroglazov erwartet hatte. Neben den verschenkten Schwergewichtspunkten war am Ende dieses 0:4 entscheidend für die Niederlage der TuS.

Im letzten Kampf vor der Pause fuhr Frederik Kosch (66 kg Freistil) einen souveränen Schultersieg gegen Stelios Aunkofer ein. Als es weiterging, sahen die Gäste ihre Felle weiter schwimmen. Der sonst sichere Punktgarant Tobias Falkenstein verlor zum zweiten Mal in Folge auf Schulter. „Ich hatte einen offenen Kampf gesehen, aber Tobi hat einmal gepennt“, so Keim. Es folgte der kampflose Sieg von Karsten Wegner zum 16:12-Zwischenstand.

Der dritte und nicht mehr wegzumachende Rückschlag traf die TuS dann im 86-kg-Freistil-Duell. Igor Wiens schaffte es nicht gegen den guten Muhammed Sanlialp über die volle Zeit zu gehen und somit nur eine kleine Niederlage zu kassieren. Nach fünfeinhalb Minuten ging der Duisburger mit 17:1 in Führung, gewann dadurch technisch überlegen und fuhr vier weitere Zähler für Rheinhausen ein. „Igor kommt diese Saison nicht in Fahrt. Er hat sich unter Wert verkauft“, so Keim über seinen Teamkollegen, der erstmals in der höheren Klasse antrat.

Die Entscheidung war gefallen, da die Gastgeber im 75-kg-Bereich zwei starke Athleten aufboten. Lukas Korte, der mit Wiens die Klasse getauscht hatte, markierte im Freistil einen souveränen 2:0-Erfolg über Lokman Coban. Er vermied aber das letzte Risiko, weil klar war, dass Keim im Abschlusskampf keine 4:0-Wertung zum Remis gegen Nikolai Kress holen würde. In einem engen Aufeinandertreffen reichten dem Rheinhausener zwei Wertungen, um als Sieger von der Matte zu gehen. 22:14 hatte der AKS somit gewonnen.

„Hätte, wenn und aber. Wir müssen den Kampf abhaken. Ich bin fest überzeugt, dass Rheinhausen eine Mannschaft ist, gegen die wir in Bönen siegen werden“, baute Keim schon einmal die Motivation für das Rückrundenduell auf. - bob

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