Ersatzgeschwächt: TTF verpassen Punktgewinn

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Andreas Rosenhövel glich mit seinen Siegen die kampflosen Niederlage von Nils Maiworm am mittleren Paarkreuz aus.

VELBERT - Die TTF Bönen haben am Samstag einmal mehr ihre derzeit glänzende Verfassung bewiesen. Ein Problem hatten sie am Ende des Abends trotzdem: Sie verloren ihr Gastspiel beim SV Union Velbert – mit einem knappen 6:9. Das lag nicht zuletzt daran lag, dass Bönen Probleme mit seinem Personal zu bewerkstelligen hatte.

Spitzenmann Christoph Waltemode fehlte gänzlich, Nils Maiworm musste seine drei Spiele kampflos aufgeben, Anton Adler ging nur vier Tage nach einer Weisheitszahn-Operation an die Tische. In Summe machte das eine fast aussichtslose Ausgangsposition – aus der die TTFler allerdings beinahe einen immens wichtigen Punktgewinn beim Tabellennachbarn gemacht hätten.

„Es ist nicht leicht, dieses Spiel zu bewerten“, sagte TTF-Kapitän Andreas Rosenhövel. „Wir müssen sehr zufrieden sein mit unserer Leistung. Aber wie heißt das dann immer: Davon können wir uns nichts kaufen. Letztlich haben wir aber eine sehr wichtige Partie verloren und in der auch noch Chancen liegen gelassen auf ein Unentschieden“, so Rosenhövel weiter. Die Erwartungen waren gering gewesen: Waltemode hatte aus beruflichen Gründen kurzfristig passen müssen, Maiworm tauchte nach seiner Knieverletzung nur aus taktischen Gründen im Spielbericht auf. Ein Einsatz wäre für das Talent zu früh gekommen, eine Ersatzstellung hätte Bönen noch stärker geschwächt.

Die Zuversicht der TTFler erhöhte sich allerdings schon leicht, als Jens Berkenkamp und Jan Lüke im Doppel die bisher ligaweit wohl stärkste Paarung Dodean/Kroulik in vier Sätzen bezwangen. Trotz einer kampflosen Niederlage von Adler/Maiworm und einer vermeidbaren von Rosenhövel/Christopher Pläster (2:3 Sätze gegen Janasek/Dietz) hielten sich die Gäste im Spiel.

Das sollte lange so bleiben: Velbert legte vor, Bönen zog nach. Adrian Dodean (3:0 gegen Berkenkamp) und Tomas Janasek (3:2 gegen Adler) erhöhten auf 4:1, Rosenhövel sorgte mit einem starken Fünf-Satz-Sieg gegen Jiri Kroulik für den 5:2-Anschluss, weil der weiterhin am Knie verletzte Maiworm erneut kampflos aufgab. Am unteren Paarkreuz hatte sich Bönen die Punkte zum 5:4 erhofft, doch Lüke patzte gegen einen überraschend starken Karl Walter (0:3), sodass Plästers Sieg (3:1 gegen Robert Krzywkowski) nur zum 6:3 reichte.

Adler unterlag dem starken Dodean

Der Drei-Punkte-Abstand blieb bestehen: Adler unterlag dem zu starken Dodean glatt (0:3), während Berkenkamp mit einem Fünf-Satz-Erfolg über Janasek seine ansteigende Formkurve bewies – 7:4. Rosenhövel glich am mittleren Paarkreuz abermals die kampflose Niederlage von Maiworm aus, diesmal mit einem Erfolg über Marvin Dietz (3:1).

Als Lüke in drei schnellen Sätzen Krzywkowski besiegte und Pläster bereits 2:0 gegen Walter führte, war Bönen schließlich ganz dicht dran an einem höchst überraschenden Punktgewinn. „Wir wären im Schlussdoppel klar favorisiert gewesen“, so Rosenhövel. Velbert hatte seinerseits zu einer taktischen Variante gegriffen und seine schwächste Paarung als Spitzendoppel aufgeboten. Das hätte sich im Schlussdoppel rächen können. Doch dazu kam es nicht: Plästers Vorsprung gegen einen zunehmend besser werdenden Walter reichte nicht aus. Der Bönener unterlag in fünf Sätzen – und mit ihm seine TTF.

Die stehen nach der Niederlage in Velbert wieder stark unter Druck. Bönen (12:16 Punkte), das in die vier noch ausstehenden Partien größtenteils immens schwierige Aufgaben zu bewältigen hat, steht nun wieder hinter Velbert (13:13), das das deutlich leichtere Restprogramm vor sich hat. Zudem hat der TTC Lampertheim (10:14) zwei Spiele weniger absolviert – und aus eigener Kraft die Möglichkeit, im Saisonendspurt wieder an den TTF vorbei zu ziehen. „Es wird bis zum letzten Spiel eng bleiben“, so Rosenhövel. - WA

Die Ergebnisse:

 Krzywkowski/Walter – Adler/Maiworm 11:0, 11:0, 11:0 kampflos; Dodean/Kroulik – Berkenkamp/Lüke 9:11, 12:10, 9:11, 9:11; Janasek/Dietz – 6:11, 11:8, 11:4, 12:14, 11:5; Dodean – Berkenkamp 11:9, 11:9, 11:5; Janasek – Adler 10:12, 11:3, 11:7, 11:13, 11:4; Kroulik – Rosenhövel 7:11, 12:10, 11:9, 8:11, 11:13; Dietz – Maiworm 11:0, 11:0, 11:0 kampflos; Krzywkowski – Pläster 6:11, 5:11, 13:11, 4:11; Walter – Lüke 11:8, 11:5, 11:8; Dodean – Adler 11:6, 11:7, 11:7; Janasek – Berkenkamp 13:15, 9:11, 11:7, 11:4, 10:12; Kroulik – Maiworm 11:0, 11:0, 11:0 kampflos; Dietz – Rosenhövel 5:11, 11:7, 10:12, 6:11; Krzywkowski – Lüke 6:11, 6:11, 8:11; Walter – Pläster 8:11, 6:11, 11:8, 11:9, 11:6

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