Dämpfer für die TTF

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TTF-Neuzugang Toni Ramjlak kassierte eine der aus Bönener Sicht unglücklichen wie entscheidenden Fünf-Satz-Niederlagen.

Bönen – Rückschlag für die TTF Bönen: Die NRW-Liga-Herren der Bönener konnten ihren starken Saisonstart im ersten Heimspiel der Saison nicht bestätigen. Nach dem Derbysieg beim TTC GW Bad Hamm II (7:5) hatten die Tischtennisfreunde am Sonntag in der heimischen Pestalozzi-Sporthalle überraschend das Nachsehen gegen den Traditionsverein DJK Borussia Münster.

"Wir haben insgesamt kein gutes Spiel gemacht, aber wir hatten vor allem in entscheidenden Einzeln auch nicht das Glück auf unserer Seite“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg nach der 4:8-Niederlage gegen den ehemaligen Zweitligisten. Bönen hatte sich in der Frühphase der Partie bereits einen fast uneinholbaren 1:6-Rückstand eingehandelt. Das hatte nicht zuletzt daran gelegen, dass bis zu diesem Zeitpunkt alle engen Entscheidungen zuungunsten der Gastgeber ausgegangen waren.

„Wir hätten auch 4:3 führen können, anstatt 1:6 zurückzuliegen“, erklärte ein enttäuschter Darenberg. Doch seine Mannschaft verlor drei Partien mit nur zwei Punkten Unterschied im Entscheidungssatz.

Yagcis Erfolg folgt eine lange Durststrecke

Neuzugang Toni Ramjlak (2:3 Sätze gegen Ciosek), Sascha Kaiser nach einer 2:0-Satzführung und Matchbällen gegen Wächter sowie Yagci im Spitzeneinzel gegen Münsters Topspieler Nico Grohmann fehlten nur wenige Punkte zum Sieg. Das TTF-Trio nutzte seine Chancen nicht, der 1:6-Zwischenstand kam einer Vorentscheidung gleich. „Theoretisch war noch ein Unentschieden drin, praktisch war das Spiel da schon gelaufen“, sagte Darenberg.

Das erste Heimspiel der neuen Spielzeit hatte zunächst gut begonnen für Bönen. Yagci war mit einem locker-leichten 3:0-Erfolg gegen Kruse das frühe 1:0 gelungen, Bönen schien den Schwung aus dem Derbysieg gegen Hamm mitnehmen zu können. Im Anschluss hatten zunächst Velmerig gegen Grohmann, der vor der Saison vom hessischen Oberliga-Klub TSV Allendorf/Lda zur Borussia gekommen war, und dann Tan Hasse gegen Wolters Niederlagen hinnehmen müssen, ehe schließlich Bönens Fünf-Satz-Misere begann. „Eigentlich war das Spiel ausgeglichen. Aber davon kannst du dir nichts kaufen, wenn du 1:6 hintenliegst“, sagte Darenberg.

Ergebniskosmetik zum Ende

Dennoch konnte der Bönener Trainer dem Nachmittag noch positive Erkenntnisse abgewinnen: „Wir haben in der zweiten Einzelrunde eine gute Moral gezeigt.“ Theo Velmerig (3:1 gegen Kruse), Ramljak (3:1 gegen Wolters) und Jonas Mittermüller (3:1 gegen Wächter) besserten das Bönener Punktekonto auf. „Auch als wir bereits als Verlierer feststanden, haben wir uns gewehrt“, so Darenberg.

Im neuen Spielsystem, das coronabedingt ohne Doppel gespielt wird, werden alle Einzel ausgetragen. Dieser ungewohnten Situation mussten sich die Bönener erstmals stellen: Der Gesamtsieger hatte bei einer zwischenzeitlichen 7:2-Führung für Münster bereits festgestanden, doch die Partie lief weiter und TTF konnten das Endergebnis immerhin noch knapper gestalten. „Das ist ein kleines Trostpflaster“, sagte Darenberg. Die Enttäuschung im Bönener Lager linderte es hingegen kaum.

Die Ergebnisse: Yagci – Kruse 3:0, Velmerig – Grohmann 1:3, Tan Hasse – Wolters 1:3, Ramljak – Ciosek 2:3, Kaiser – Wächter 2:3, Mittermüller – Fouillet 0:3, Yagci – Grohmann 2:3, Velmerig – Kruse 3:1, Tan Hasse – Ciosek 1:3, Ramjlak – Wolters 3:1, Kaiser – Fouillet 0:3, Mittermüller – Wächter 3:1

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