Volleyball

TuS ohne Bonuspunkt und bald ohne Trainer

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Hört auf: TuS-Trainer Michael Salaw erklärte seinen Rücktritt zum Saisonende.

Gelsenkirchen – Direkt absteigen können die Volleyballerinnen der TuS Bönen aus der Verbandsliga seit diesem Wochenende nicht mehr, die Relegation schwebt aber weiter wie ein Damokles-Schwert über dem Aufsteiger, der vor zwei Saisons im Nachsitzen in die Landesliga runter musste. Beim Spitzenreiter TC Gelsenkirchen verpassten die Bönenerinnen trotz zweier richtig guter Sätze einen Bonuspunkt und drohen ihren Nichtabstiegsplatz wieder zu verlieren.

0:3 hieß es am Ende aus Sicht der Gäste in Gelsenkirchen. Der TC, der nur einen Punkt zum vorzeitigen Titelgewinn gebraucht hätte, feierte anschließend die Meisterschaft. Bönen war beim 23:25, 25:27 und 17:25 zweimal nahe dran, um einen Satz für sich zu entscheiden. „Wir waren dann einfach zu nervös. Es wäre mehr drin gewesen“, beklagte Trainer Michael Salaw, der im Vorfeld seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt hatte („Ich brauche wieder Abstand.“), zu viele Fehler.

Zwei komplett offene Sätze

Die TuS-Damen benötigten etwas Eingewöhnungszeit, die Hallendecke in der Gemeinschaftsgrundschule Georgstraße war ungewöhnlich niedrig. „Damit hatten wir am Anfang Probleme, speziell in der Annahme und der Verteidigung“, sagte Salaw, der auf Zuspielerin Diana Ufer und Angreiferin Jana Rudnick verzichten musste. Gelsenkirchen zog allerdings nicht davon, so dass die TuS die Partie bald offen gestaltete. Als der erste Satz in die entscheidende Phase ging, hatte Bönen sogar leichtes Oberwasser. Ab dem 20. Punkt legten die Gäste stets vor, doch nach dem 23:22 standen sie sich im Weg. "Gelsenkirchen hat sich nicht aus der Reihe bringen lassen", zollte Salaw dem Gegner Respekt.

Der zweite Durchgang verlief ähnlich, nur dass es noch enger zuging. Kein Team konnte sich um mehr als zwei Zähler absetzen. Das 23:22 machte wieder Bönen, das bessere Ende hatte erneut Gelsenkirchen für sich. Diesmal in der Verlängerung des Satzes, weil sich der Gast bis zum Schluss wehrte. „Wir haben den Sack nicht zugemacht“, sagte Salaw, der im dritten Abschnitt einen Einbruch seiner Mannschaft erlebte: „Wir haben die Köpfe hängen lassen.“ Bönen lag früh zurück und fand dann keinen Weg mehr zurück ins Spiel.

Einer muss im Dreikampf nachsitzen

Da im Kellerduell der EVC Massen den ATV Haltern geschlagen hat, kann Bönen nicht mehr direkt absteigen, Meschede kann aber am Freitag mit einem Sieg über die SG Vest vorbeiziehen. „Einer von uns dreien muss in die Relegation“, ist sich Salaw sicher.

TuS: Zilske, Buhl, Richert, Sauly, Kapschik, Salaw, Varlemann, Wilmes, Keil

Drittligist im Pokal deutlich zu stark

Einen Tag nach dem Meisterschaftsspiel in Gelsenkirchen trat die TuS Bönen – oder zumindest sieben Spielerinnen von ihnen – bei der TG zur roten Erde Schwelm im Bezirkspokal an. Zunächst traf der Gastgeber und Bezirksliga-Tabellenführer auf den großen Favoriten TV Hörde. Der Drittligist gewann locker und spielte im Finale ums Weiterkommen gegen Bönen. Hörde war fast vollständig angereist und zeigte sich deutlich stärker. „Sie spielen schneller und machen weniger Fehler“, meinte Nadine Wilmes: „Da konnten wir selbst keinen großen Druck aufbauen.“ 25:14, 25:16, 15:24 setzte sich der TVH durch. „Es hat aber Spaß gemacht“, so Wilmes: "Dafür macht man ja Sport, um sich auch mal mit solchen Gegnern zu messen." 

TuS: Keil, Wilmes, Ufer, Richert, Zilske, Buhl, Varlemann

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