Zu viele Fehler führen zur Fünf-Satz-Niederlage der TuS

Nadine Tewes und Sina Fröhlich gucken verzweifelt. Die Niederlage gegen Lüdinghausen war vermeidbar. - Liesegang

BÖNEN - Es war ein schlechtes Verbandsliga-Volleyballspiel in der Goethehalle. Und zwar von beiden Seiten. Der Unterschied, der zur 2:3 (23:25, 25:20, 25:20, 22:25, 13:15)-Niederlage der TuS Bönen gegen Union Lüdinghausen II führte, war letztlich, dass die Gäste das Glück auf ihrer Seite hatten.

Viele Worte fand TuS-Coach Michael Salaw nicht nach der dramatischen Fünf-Satz-Niederlage gegen den Tabellenvierten. Er sah seine Sechs gut, „und weiter verbessert.“ Ausschlaggebend war in seinen Augen die mangelnde Konsequenz im Angriff. Speziell beim letzten Ball: Nadine Tewes brachte den Ball nicht ins Feld. Sie war aber keineswegs Schuld an der Niederlage. Auch die zweite Außenangreiferin der Gastgeber, Sina Fröhlich, spielte wie schon gegen Oldendorf eine starke Partie. Die beiden hielten die TuS lange im Spiel. Was fehlten war einfach ein guter Aufbau und Ruhe – die letzten Niederlagen kratzten offensichtlich am Selbstbewusstsein der nervösen Bönenerinnen.

Lüdinghausen war keineswegs besser. Das Spiel kennzeichneten Eigenfehler. „Wir haben nur mehr davon gemacht“, erklärte Salaw. Und er hatte Recht damit. Viele Annahmefehler führten gleich im ersten Satz dazu, dass die Gastgeberinnen erst einem 6:9-, dann einem 10:14-Rückstand hinterherliefen. Die TuS-Volleyballerinnen schafften zwar noch den Ausgleich (15:15) und ihre erste 17:16-Führung. Sie glichen ein 17:20 noch zum 21:21 aus, verloren aber 23:25.

Im zweiten Satz gaben die Bönenerinnen ein 10:7 ab, lagen Mitte des Satzes 12:16 zurück und erkämpften sich eine knappe 19:18-Führung. Salaw wechselte für die Angaben die technisch starke Sabrina Schlensog ein. Und es half: Bönen spielte ruhiger und holte den Satz mit 25:20.

Dass es auch andersherum geht, zeigten die TuS-Damen im dritten Satz. Da führten sie nämlich fast von Anfang bis Ende, Lüdinghausen rannte einem Rückstand hinterher. Bönen machte aktiv das Spiel, baute Angriffe überlegt auf. Das alte Bild sahen die Zuschauer anschließend in Durchgang vier. Bezeichnend für eigentlich das ganze Spiel war ein Ballgewinn durch gute Blockarbeit von Britta Gohrke und Stella Greinke mit folgender Netzangabe von Katharina Buhl.

„Immerhin haben wir einen Punkt mehr auf dem Konto“, resümierte Salaw. Es hätten auch zwei sein können. - ml

TuS: Greinke, Keil, Buhl, Tewes, Gohrke, Fröhlich, Rinschede Deutsch, Maruhn, Scharwey, Schlensog, Karkowski

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