TuS-Damen „aufgeregt“ vor der Relegation

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Volle Konzentration auf die Relegation: Stella Greinke und die Bönener Volleyballerinnen wollen ihre Aufholjagd in der regulären Saison mit dem Klassenerhalt krönen.

BÖNEN - Die Entscheidung über den Klassenerhalt naht. Am Wochenende wollen die Volleyballerinnen der TuS Bönen ihre fulminante Aufholjagd in der Verbandsliga krönen und die Relegationsrunde für sich entscheiden. Sie treten dabei gegen die beiden Landesligisten VoR Paderborn und TV Jahn Rheine an.

Den Anfang macht die Paarung Rheine gegen Paderborn am Freitag. Die TuS tritt erst am Samstag auswärts in Paderborn an (18.30 Uhr) und empfängt zum Abschluss am Sonntag um 16 Uhr Rheine in der Goethehalle.

„Das ist diesmal eine absolute Wunderpackung“, sagt TuS-Zuspielerin Stella Greinke, die die Stimmung im Team als aufgeregt beschreibt. Die Bönenerinnen sind zwar relegations-erfahren, schließlich gewannen sie im Vorjahr die Aufstiegsrunde, doch damals kannten sie die Gegner aus Höntrop und vom Sorpesee. Über Paderborn und Rheine haben die Bönenerinnen kaum Informationen zusammentragen können. „Paderborn hat eine sehr junge Mannschaft, die im Schnitt 15 Jahre alt ist“, weiß Greinke. Das flößt ihr Respekt ein: „Das wird bestimmt nicht einfach.“ Der zweite Platz in der Landesliga 8 schließlich spreche für sich. Rheine sei dagegen eine „bunt gemischte Truppe“, so Greinke. „Mehr wissen wir nicht.“

Die TuS-Damen sind froh, die Relegationsspiele überhaupt bestreitem zu dürfen. Denn eigentlich hatten sie sich offiziell schon Mitte der Rückrunde, als sich eine Niederlage an die andere reihte, mit dem Abstieg abgefunden. Doch Bönen legte einen tollen Schlussspurt hin, überholte vor den Osterferien am letzten Spieltag noch den Lüner SV und vermied so den direkten Abstieg. Das sollte für jede Menge Selbstvertrauen gesorgt haben. „Wir haben am Ende mehr Nervenstärke gezeigt, als in der ganzen Hinrunde zusammen“, sagt Greinke: „Ich hoffe, wir können den Schwung in die Relegation mitnehmen.“

Leicht wird es schließlich nicht. „Wir können nicht mehr sagen, dass wir der Underdog sind“, sieht Greinke den größten Druck auf dem höherklassigen Team. Und wahrscheinlich wird auch nur der Sieger der Runde in der kommenden Saison Verbandsliga spielen. Im vergangenen Jahr war Sorpesee als bester Zweiter aufgrund frei gewordener Plätze durch die Einführung der 3. Liga nachgerutscht – und ist im übrigen nun als Letzter wieder abgestiegen. „Ich denke, wir müssen auf jeden Fall gewinnen“, will sich Greinke auf nichts verlassen.

Um perfekt auf die Relegation vorbereitet zu sein, tritt die TuS heute zur Generalprobe beim Landesliga-Zweiten TV Hörde an. „Die Zeit war ja nicht so lang wie im letzten Jahr. Da konnten wir ja nicht Sachen neu dazu trainieren. Aber das war diesmal auch eigentlich nicht nötig“, sagt Greinke. Nach drei Einheiten allein in der vergangenen Woche soll gegen Hörde noch einmal echte Machtpraxis gesammelt werden.

„Wir haben es irgendwo verdient, die Relegation zu spielen, weil wir tendenziell zu schlecht gespielt haben. Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen“, sagt Greinke zur Saisonverlängerung: „Aber wir haben am Ende bewiesen, dass wir mithalten können. Und ich bin mir ganz sicher, wenn wir es schaffen, dann haben wir im nächsten Jahr eine große Chance, im Mittelfeld zu landen. - bob

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