Fußball

IG-Coach Cerci mit Ärger über Buer-Trainer vor Hombruch-Spiel

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Wegen einer vermeintlichen Schambeinentzündung droht IG-Kapitän ein längerer Ausfall.

Bönen – Das ausgefallene Landesligaspiel der IG Bönen gegen den SSV Buer am vergangenen Sonntag hat ein Nachspiel – nicht nur, dass die Fußball-Partie, die der Schiedsrichter wegen Pfützen im Strafraum nicht angepfiffen hatte, nun am 3. Oktober auf dem Rasenplatz des Bönener Schulzentrums ausgetragen wird. Die Bönener ärgerten sich auch über Aussagen des Gelsenkirchener Trainers Rüdiger Kürschner.

„Ich will niemandem etwas unterstellen. Aber etwas suspekt ist das schon“, wurde der SSV-Coach in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) zitiert und erklärte dabei, dass die IG Ausfälle zu beklagen gehabt hätte. IG-Trainer Ferhat Cerci schob die Äußerung in die Kategorie nonsens.

"Wir wollten spielen"

„Die Aussagen ärgern mich, zumal wir nach der Absage gut miteinander gesprochen haben.“ Cerci wies darauf hin, dass Buer auf zwei urlaubende Innenverteidiger verzichten musste. Die Bönener mussten genau auf einen Akteur verzichten, dem aus dem Pokalspiel beim TSC Hamm (5:3 nach Elfmeterschießen) gelbrot-gesperrten Miguel Dotor-Ledo. Der ist zwar Kapitän und Leistungsträger, doch Cercis Vertrauen in seinen Kader ist groß genug, um nicht bei einem Ausfall in Trauer zu verfallen. 19 Mann zählte das Aufgebot der IG gegen Buer. „Wir wollten spielen, aber der Schiedsrichter hat sich nicht umstimmen lassen“, erklärte Cerci.

Dotor-Ledo droht längere Pause

Dotor-Ledo wird übrigens auch am Sonntag beim Auswärtsauftritt der Bönener beim Hombrucher SV (15.15 Uhr (Deutsch-Luxemburger-Straße) – und vielleicht auch darüber hinaus. Der Innenverteidiger laboriert wohl an einer Schambein-Entzündung, die Bönener wollen nun eine zweite Arzt-Meinung einholen. Bis dahin werden sie aber zu ihren Begegnungen mit Sicherheit antreten – und das hochmotiviert.

„Wir haben jetzt zwei Spiele weniger auf dem Konto als der Gegner“, sagt Cerci beim Blick auf Tabellenplatz neun: „Vielleicht ist es ganz schön, das Feld von hinten aufzurollen.“ Dazu wäre ein Sieg in Dortmund hilfreich. Doch der HSV strotz nach vier Siegen in Serie und Rang vier im Klassement vor Selbstvertrauen.

Cerci beobachtet Hombruch in Hilbeck

Davon überzeugte sich Cerci am vergangenen Sonntag, als er den eigenen Spielausfall nutzte, um zumindest die zweite Hälfte der Hombrucher beim 5:3-Erfolg in Hilbeck zu sehen. „Ich weiß, wo wir ansetzen können“, sagt der IG-Coach. Die Offensive des Gastgebers um den bereits viermal treffsicheren Kevin Matthes sei sehr gut, die Defensiv dagegen anfällig.

"Volle Kapelle nach Hombruch"

Die Bönener, die schon einmal plangemäß spielfrei hatten, wollen so langsam in einen Rhythmus kommen, was bislang schwer möglich war. Cerci kann dabei bis auf Dotor-Ledo auf einen kompletten Kader bauen. „Wir fahren mit voller Kapelle nach Hombruch“, sagt er zufrieden. Adem Cabuk ist aus dem Urlaub zurück und hat vergangene Woche für die Zweite ein Tor erzielt. Neuzugang Andre Born und der lange verletzte Michael Oscislawski haben Trainingseinheiten gesammelt, um ihren Rückstand aufzuholen.

Die IG ist also bereit, wenn nicht wieder irgendwo Pfützen sind. Da ihn Hombruch aber auf Kunstrasen gespielt wird, ist das unwahrscheinlich.

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