TuS Bönen steigt in die Verbandsliga auf

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Erleichterung pur: Nach einem dramatischen Spiel entscheiden die TuS-Damen die Aufstiegsrelegation für sich.

BÖNEN -  Ohrenbetäubend war der Lärm am Sonntag um 17.54 Uhr in der Bönener Goethehalle. Erst dröhnte das reichlich vorhandene Schlagwerk von der Tribüne, nach dem letzten Punkt des Tages zum 15:13-Sieg im Tiebreak durch Katharina Buhl und dem Verbandsliga-Aufstieg der TuS Bönen gröhlte nicht nur Campino den Hosen-Hit „An Tagen wie diesen“ durch die Arena.

Tränen flossen. Die des Glücks und der Erleichterung: Denn der 3:2-Sieg im zweiten Relegationsspiel über den TuS Höntrop war ein ganz dramatischer.

Was daran lag, „dass unsere die Hosen voll hatten“, erklärte ein ansonsten eher sprachloser Bönener Trainer Michael Salaw. Dann musste er auch schon vor die Tür der Goethehalle, wo Sekt entkorkt wurde und ihn die Spielerinnen hochleben ließen. Ein verdienter Dank, denn das Personal auf dem Feld hatte Salaw und das knapp 200 Köpfe starke Publikum knapp zwei Stunden lang durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt.

Gut war das Spiel in keinem der fünf Sätze. Die Nervosität dominierte im Duell der beiden Landesliga-Teams. Den ersten Satz gewann der Gast mit 25:17. Nicht, weil Höntrop gut war. Beide Mannschaften lebten in der Regel von Fehlern des Anderen. Im zweiten glich Bönen mit dem gleichen Ergebnis aus. Der dritte ging ebenfalls, diesmal deutlich mit 25:16 an den Gastgeber, der vierte wieder mit 25:19 an Höntrop.

Bilder von der Aufstiegsfeier

Volleyballerinnen der TuS Bönen schaffen den Verbandsligaaufstieg 

Volleyballerinnen der TuS Bönen schaffen den Verbandsligaaufstieg, Teil II

„Immer, wenn wir in Rückstand geraten sind, haben wir die Köpfe hängen lassen. Es war heute unglaublich schwer für die Mädels, sich zu motivieren, weiterzukämpfen.“

Dabei waren die Voraussetzungen vor der Partie mehr als gut. Als die Bönener nämlich am Samstagnachmittag vom ersten Relegationsspiel aus Sundern zurückkehrten, hatte sie eine kleine Überraschung mit im Gepäck: Nämlich den 3:2-Sieg über die Regionalliga-Reserve des RC Sorpesee (25:15, 23:25, 25:20, 22:25, 15:17). Höntrop hatte tags zuvor 0:3 verloren.

„Einfach geil“, fand Salaw rückblickend die kämpferische Leistung der Bönenerinnen, die „top“ gewesen sei. In der Verlängerung des Tiebreaks (17:15) entschieden die Gäste die Partie für sich.

Ausschlaggebend für die Kehrtwende nach schwachem Start war schon am Samstagnachmittag der Anhang gewesen. „Unsere Fans waren klar in der Mehrheit, haben die kleine Halle in Sundern in einen Hexenkessel verwandelt“, freute sich Salaw über die psychologische Unterstützung.

Die half letztlich auch in eigener Halle: Im Tiebreak stand das Publikum, als die Bönenerinnen einen 5:9-Rückstand zum Wechsel zu ihren Gunsten drehten. Eine Höntroperin ließ sich sogar zu einer Schiedsrichterbeleidigung inklusive roter Karte hinreißen, so dass der TuS der Punkt zur 13:11-Führung und Vorentscheidung zugesprochen wurde.

„Es war ein hartes Wochenende“, verabschiedete sich Salaw zum Feiern. Es lohnte: Sein Team ist die erste Bönener Damen-Volleyballmannschaft, das in der Verbandsliga antritt. - ml

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