Volleyball-Verbandsliga

Große Personalsorgen bei der TuS vor dem Saisonstart

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Andrijana Pekovic (rechts) wird der TuS Bönen auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Mit dem gesammelten Schwung der Landesliga-Meisterschaft 2019 starten die Volleyballerinnen der TuS Bönen am Sonntag in die neue Verbandsliga-Saison. Dennoch ist die Ausgangslage für TuS-Coach Michael Salaw „leider sehr dramatisch“.

Bönen – Denn mit Alina Gubkov (Schwangerschaft) und Andrijana Petkovic (Bänderriss) hat der Trainer vor dem Saisonstart beim SSV Meschede am Sonntag (17 Uhr) zwei Ausfälle auf der Position der Mittelblockerin zu beklagen, nachdem sich bereits Paula Marr außerhalb des Trainings einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und frühestens in der Winterpause wieder einsteigen wird. 

„Das tut richtig weh. Es ist eh schon schwierig genug in der Verbandsliga. So etwas noch kurzfristig aufzufangen ist unmöglich“, fasste Salaw zusammen, der sich noch über eine gelungene Sommer-Vorbereitung gefreut hatte. 

Trainer-Duo harmoniert beim TuS Bönen

Zusammen mit seinem neuen Co-Trainer Christian Weinreich bereitete er sein Team „sehr gut auf die anstehenden Aufgaben vor“, so Salaw, der anfügte: „Christian und ich ergänzen uns. Während er die Mädels beim Block und der Annahme weiter bringen möchte, sehe ich meine Stärken in der Offensive.“ 

Das Trainer-Duo harmonierte von Beginn an, die zurechtgelegte Taktik, mit der die Bönenerinnen die Rückkehr in die Verbandsliga erfolgreich gestalten wollten, zeigte in den vergangenen Wochen deutliche Fortschritte. Die Abgänge von Katharina Allwang und Pamela Gornicka wogen zwar zunächst schwer, konnten aber mit der Rückkehrerin Katharina Buhl, Anja Kapschik und Neuzugang Anna-Lena Wandel „schnell und auch leistungstechnisch“ aufgefangen werden. Zwar waren die längerfristigen Ausfälle von Jessica Sauly und Stella Salaw (beide Babypause) eingeplant, zumindest Sauly soll in den kommenden Wochen in das Mannschaftstraining einsteigen. 

Nachwuchstalent soll die Lücke schließen beim TuS

Die neuen und akuten Personalsorgen machten der gesamten Saisonplanung jedoch einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Besonders auf der Position der Mittelblockerin. „Überall sonst sind wir mit 15 Spielerinnen im Kader hervorragend besetzt. Das sind beinahe Luxusprobleme. Nur eben dort nicht“, beklagte Salaw. 

Die Lücke schließen soll die erst 17-jährige Wandel, die im Sommer vom vormaligen Landesliga-Konkurrenten SuS Oberaden nach Bönen wechselte. Alles andere als optimal für den TuS-Coach: „Uns bleibt nichts anderes übrig, als Anna-Lena dort spielen zu lassen, obwohl wir sie eigentlich für die Diagonalposition geholt haben.“ Es ist eine Notlösung, wenngleich eine, der Salaw sein vollstes Vertrauen schenkt. „Anna-Lena ist ein junges, talentiertes und vor allem sehr großes Mädchen. Sie macht bereits einige Fortschritte und ich bin mir sicher, dass sie uns auch auf ungewohnter Position sehr viel Freude bereiten wird.“ 

Die Klasse soll trotz großer Probleme gehalten werden

Ohne Taktik, aber gerade deshalb mit einem klaren Saisonziel, geht es für die TuS-Volleyballerinnen in die neue Verbandsliga-Staffel 3, die der Coach als eine „große Unbekannte“ bezeichnete. Denn mit TB Höntrop, VfL Telstar Bochum II, RC Sorpesee II, EVS Massen, VV Schwerte II, ATV Haltern, TC Gelsenkirchen, VC Recklinghausen und Auftaktgegner SSV Meschede treffen Salaw und Co. auf Kontrahentinnen, dessen Stärke der Trainer nicht einzuschätzen vermag: „Wir haben das letzte Mal vor zwei Jahren gegen manche der Teams gespielt. Seitdem hat sich vieles verändert. Besonders die ersten drei Begegnungen sollten uns zeigen, wo wir stehen.“ 

Wo sich seine Schützlinge auf dem Feld positionieren werden, ist mittlerweile geklärt. Die Art und Weise, wie Salaw spielen lassen möchte, aufgrund der jüngsten Ereignisse jedoch nicht. „Eine Taktik festzulegen ist momentan nicht möglich. Das wird sich in den kommenden Wochen leider auch nicht ändern.“ Somit bleibt einzig und allein der Klassenverbleib das Ziel der TuS. „Wir wollen diesmal drin bleiben in der Verbandsliga“, so Salaw.

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