Fußball

IG will im Spitzenspiel den Abstand verkürzen 

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Schon Joker oder noch einmal in die Reserve? Stürmer Erkan Baslarli (rechts) ist auf dem Weg zurück ins Team.

Bönen – Sechs-Punkte-Spiel? Ja. Dennoch sei seine Mannschaft am Sonntag vor der Spitzenpartie der Fußball-Landesliga 3 nicht unter Druck. „Die Saison ist noch lang, und bei der Drei-Punkte-Regel kann alles passieren“, sieht Trainer Ferhat Cerci auch bei einer Niederlage am heimischen Schulzentrum gegen den Kirchhörder SC (14.30 Uhr) sein Team nicht aus dem Aufstiegsrennen ausgeschlossen.

An eine Niederlage verschwendet er allerdings eh keinen Gedanken: „Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir, wenn wir so wie in Bövinghausen auftreten, gewinnen werden“, blickt der Coach immer noch mit Stolz auf das 1:1 beim Tabellenvierten, bei dem die IG in der zweiten Hälfte in Unterzahl agierte und bis zur Schlussviertelstunde die bessere Mannschaft war.

Obercastrop baut Tabellenführung aus

Das Unentschieden hat die Bönener jedoch zurückgeworfen, denn Spitzenreiter Wacker Obercastrop gewann und baute seine Tabellenführung auf sieben Zähler auf die IG und drei auf den zweitplatzierten KSC aus.

Die Bönener messen sich am 1. Dezember mit Obercastrop, wollen bis dahin aber zumindest den Abstand auf Kirchhörde verringern. „Das Spiel ist für beide wichtig. Für uns vielleicht noch etwas mehr, weil wir die Distanz verkürzen wollen“, sagt Cerci vor dem Duell mit dem Verbandsliga-Absteiger am Sonntag.

Ein Absteiger mit Ambitionen

Noch muss der IG-Coach die letzten Informationen über den kommenden Gegner zusammentragen. Videos hat er schon gesichtet, aber er erhofft sich ein paar Tipps aus Hilbeck, das vor Wochenfrist dem KSC ein 1:1 abknöpfte. Auf jeden Fall verfügen die Dortmunder über eine junge, laufstarke Mannschaft, die in der Lage ist, das Tempo hochzuhalten. „Das ist ein Absteiger, mit der Ambition wieder aufzusteigen“, sagt Cerci. Die zweitbeste Abwehr der Liga (elf Gegentreffer) tut sich auf der anderen Seite mit dem Toreschießen schwer (25). Es fehlt der absolute Topstürmer. Kein Kirchhörder hat bislang mehr als viermal getroffen.

Baslarli schon weit genug für die Jokerrolle?

Auch bei der IG ist der eine Angreifer, über den alles läuft, nicht auszumachen, dennoch stellen die Bönener mit 31 Toren die erfolgreichste Offensive. In die könnte – zumindest als Joker – Erkan Baslarli zurückkehren. Nach seiner Auszeit hat er am vergangenen Wochenende bereits in der Reserve gespielt und prompt drei Buden gemacht. Cerci überlegt aber, ob er dem Stürmer erst weiter Spielpraxis in der Zweiten verschaffen soll.

Yilmaz fehlt rotgesperrt

Dort wird auf jeden Fall Serkan Baslarli auflaufen. Es ist sein erstes Spiel seit seinem Achillessehnenriss. „Wir wollen ihn behutsam aufbauen. Er soll erst mal wieder ein Gefühl für die Zweikämpfe bekommen“, sagt Cerci. Der Trainer muss im zentralen Mittelfeld umstellen, da Emre Yilmaz in Bövinghausen die Rote Karte gesehen hat. „Wir haben genug Spieler, die ihn ersetzen können, aber wir werden ihn mit seiner Spielweise vermissen“, sagt Cerci. Linksverteidiger Okan Güvercin will noch seinen Dienst umlegen. Ansonsten sind alle Bönener einsatzfähig.

Training in der Soccerhalle

Größere Probleme als das Personal bereitet der IG die aktuelle Trainingssituation. „Wir können uns nicht vernünftig vorbereiten, mussten am Freitag in die Soccerhalle.“ Der IG fehlt – abgesehen von der Asche am Schulzentrum – ein Trainingsplatz. „Das ist schon traurig“, findet Cerci.

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