Tischtennis

TTF: Im zweiten Anlauf angekommen

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Volltreffer: Neuzugang Numan Yagci ist die erhoffte Verstärkung am Spitzenpaarkreuz für die TTF Bönen.

Bönen – Es war ein Tag für die Vereinsgeschichtsbücher: Nach einem Jahr und 20 Spielen ohne Niederlage in Serie hat die erste Herren-Mannschaft der TTF Bönen wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Bönener, die im vergangenen Jahr als souveräner Meister der Verbandsliga aufgestiegen waren, unterlagen am vergangenen Samstag beim NRW-Liga-Spitzenreiter SC Arminia Ochtrup 3:9.

„Dass unsere Serie in dieser Saison irgendwann reißen würde, war ja klar. Keiner von uns hat geglaubt, dass wir auch durch die NRW-Liga marschieren“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg.

Erste Niederlage seit dem 6. Oktober 2018

Die erste Niederlage seit dem 6. Oktober 2018, als Bönen 4:9 gegen den TTV Metelen verlor, kann bei den Tischtennisfreunden die Freude über eine gelungene Rückkehr in die NRW-Liga nicht trüben. „Wir haben uns gut akklimatisiert“, so Darenberg. „Wir wissen, dass es schwierig wird, in der Liga zu bleiben. Aber die ersten Wochen haben uns optimistisch gestimmt, dass wir das packen werden.“

Nach respektablen Unentschieden beim GSV Fröndenberg und der DJK BW Avenwedde (jeweils 8:8) hatte Bönen gegen die TB Beckhausen (9:6) vor knapp zwei Wochen seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Mit nunmehr 4:4 Punkten stehen die TTF im Tabellenmittelfeld mit leichtem Abstand zu den Abstiegsrängen.

Wettbewerbsfähig

Die aus Bönener Sicht wichtigste Erkenntnis der ersten Saisonwochen: Eine Wiederholung des völlig fehlgeschlagenen NRW-Liga-Abenteuers in der Spielzeit 2017/2018 scheint kaum denkbar. Vor zwei Jahren war Bönen mit nur drei Saisonsiegen chancenlos als Tabellenletzter abgestiegen, vor allem in der Rückrunde war das Team kaum einmal in die Nähe eines Punktgewinns gekommen. Das ist nun offensichtlich anders: Die Mannschaft um Kapitän Jonas Reich ist bisher gegen jeden Gegner wettbewerbsfähig. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir jedes Wochenende Punkte holen“, so Darenberg. Zumal die TTF mit Ochtrup und Fröndenberg bereits gegen die beiden derzeit bestplatzierten Teams der Tabelle gespielt haben.

Aufstiegseuphorie und Volltreffer bei den Neuzugängen

Die Gründe: Zum einen konnten die Bönener Schwung und Selbstvertrauen aus einer beeindruckenden Verbandsliga-Saison mitnehmen. Zum anderen erwiesen sich die Neuzugänge als die erhofften Verstärkungen, um den Leistungssprung zur NRW-Liga zu nehmen. Numan Yagci, der vom letztjährigen Ligakonkurrenten DJK BW Annen kam, erfüllt mit bislang 4:4 Siegen am starken Spitzenpaarkreuz die Erwartungen. Die hat Theo Velmerig am mittleren Paarkreuz sogar übertroffen: Der Neuzugang vom SV Westfalia Rhynern gewann sechs seiner sieben Einzel. Komplettiert durch ein Quintett aus der Aufstiegsmannschaft bietet Bönen einen äußerst ausgeglichenen Kader auf. „Wir sind an allen Paarkreuzen sehr stabil“, sagt Darenberg. Einzig in den Doppeln hakt es bei einer Bilanz von 5:9 noch.

Bottrop-Spiel richtungweisend

Ihre Stabilität und mannschaftliche Geschlossenheit möchten sich die Tischtennisfreunde am kommenden Wochenende bewahren. Die Partie beim TSSV Bottrop, das bereits vierte Auswärtsspiel der Bönener in dieser Saison, hat richtungweisenden Charakter. Beide Teams sind nicht nur punktgleich, sondern weisen auch dieselbe Spieldifferenz auf. „Der Sieger wird sich erst mal in der vorderen Tabellenhälfte festsetzen“, glaubt Darenberg. Dort würde es den TTF Bönen gut gefallen.

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