TTF Bönen spielen mit hoher Wahrscheinlichkeit Relegation

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Die Mitspieler Nils Maiworm, Andreas Rosenhövel, Jan Lüke, Jens Berkenkamp und , Christoph Waltemode verabschiedeten am Sonntag Anton Adler (3. v. l.) und Christopher Pläster (2. v. r.).

BÖNEN - Die TTF Bönen haben den Ausgang ihrer Saison vorerst aus den eigenen Händen gegeben. Zwar verließen die TTFler am Sonntag mit einem achtbaren Unentschieden (8:8) gegen den Tabellenzweiten SC Buschhausen den Relegationsplatz, das allerdings wohl nicht endgültig.

Denn Bönen muss seinem letzten verbliebenen Rivalen, dem hessischen Aufsteiger TTC Lampertheim, nun das Feld überlassen: Während Bönen mit dem Spiel gegen Buschhausen am Sonntag die reguläre Spielzeit beschloss, hat Lampertheim am Wochenende des 18. und 19 April noch zwei Spiele ausstehen – und damit zwei Chancen, wieder an Bönen vorbei zu ziehen.

„Jetzt liegt es allein an Lampertheim“, sagt Andreas Rosenhövel. Dabei sieht Bönens Kapitän die Chancen seines Teams auf den direkten Regionalliga-Verbleib nicht zu optimistisch. „Ich würde uns eine 30-Prozent-Quote geben“, so Rosenhövel. Die kommt folgendermaßen zustande: Bönen rangiert nach 18 absolvierten Partien derzeit auf Platz sieben (15:21 Punkte; Spieldifferenz: -12) – und somit vor dem Relegationsrang. Auf dem steht Lampertheim zwar derzeit Achter (14:18 Punkte; Spieldifferenz: -7), muss in seinen beiden Partien gegen die schlagbaren Konkurrenten vom SV Union Velbert und TTC Schwalbe Bergneustadt II allerdings nur einen Sieg landen, um Bönen zu überflügeln.

In einer für Lampertheim günstigen Konstellation könnte den Hessen gar ein Unentschieden und eine Niederlage ausreichen, um am Ende vor Bönen zu stehen: Dann nämlich, wenn die Niederlage mit 5:9 Punkten oder knapper ausfällt. Oder andersherum: Bönen wäre gerettet, wenn Lampertheim mit einem 8:8-Unentschieden und einer 4:9-Niederlage aus seinen letzten beiden Saisonspielen geht.

„Wir müssen jetzt abwarten, was passiert“, so Rosenhövel. Ihre letzte Chance, den direkten Ligaverbleib bereits vorzeitig zu sichern, war den Bönenern bereits früh am vergangenen Wochenende abhanden gekommen. Am Samstagabend nämlich, als der SC Bayer Uerdingen sich gegen Velbert einen Punkt erspielte (8:8). Bei einer Niederlage Uerdingens und einem Sieg der Bönener am Sonntag gegen Buschhausen, wäre Bönen noch knapp vor Uerdingen gelandet. Auch das misslang.

So stellen sich die TTFler nun auf die Relegationsrunde ein. Die würde am Wochenende des 9. und 10. Mai in Bönen stattfinden und auf Bönen würden die Tabellenzweiten der drei Oberligen in Nordrhein-Westfalen und Hessen treffen: Das werden der ASV Süchteln (Oberliga West II), die TG Langenseelbold (Oberliga Hessen) sowie aller Voraussicht nach der SC Arminia Ochtrup (Oberliga West I) sein.

„Als Regionalliga-Mannschaft gehen wir in die Runde natürlich als Favorit“, sagt Rosenhövel. Zumal die künftige Regionalliga-Zusammensetzung gute Aussichten für die kommende Saison verspricht: Dadurch, dass es unter Umständen zwei Aufsteiger aus der Regionalliga in die 3. Bundesliga (TTC GW Bad Hamm, TTC Schwalbe Bergneustadt II), im Gegenzug aber keinen Absteiger geben wird, werden zusätzliche Plätze frei. Zudem hat der ASV Wuppertal seinen Rückzug bekannt gegeben, was ebenfalls einen vakanten Startplatz in der Regionalliga bedeutet.

Einzige Unsicherheit: Die höherklassigen Vereine vom TTC Hagen (1. Bundesliga) und TuS Xanten (3. Bundesliga), die immer mal wieder mit Rückzugsgedanken in Verbindung gebracht werden, hätten die Möglichkeit, ihre Teams dann in der Regionalliga zu melden.

„Insgesamt sieht es aber danach aus, dass es in der Relegationsrunde um mehr als um einen Startplatz geht“, sagt Rosenhövel. Sicher ist allerdings, dass dem Sieger ein Platz zusteht. „Wir hätten es also auf jeden Fall noch in eigener Hand – und das muss auch unser Anspruch für die Relegation sein, wenn wir dort antreten müssen.“ - jan

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