TuS-Damen wollen Abstiegsgespenst vertreiben

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Das Mitwirken von Jessica Sauli und Lisa Maruhn (rechts) ist bei der TuS Bönen vor dem Heimspiel gegen Höntrop fraglich.

BÖNEN - Nach der 1:3-Niederlage am vergangenen Sonntag in Massen rief Trainer Michel Salaw für seine Mannschaft, die erste Damen der TuS Bönen, den Abstiegskampf aus. Nach fünf Niederlagen in Serie sind die Bönenerinnen nun punktgleich mit dem Relegationsplatz, den der EVC Massen belegt. In der heimischen Goethehalle soll nun aber in den kommenden Wochen der Grundstein für den Klassenerhalt gelegt werden.

Vier Heimpartien stehen für die TuS-Damen in Folge an. Am Sonntag um 16 Uhr gastiert der TB Höntrop in Bönen, es folgen die beiden abgeschlagenen Kellerkinder Herne und Dortmund sowie der Tabellendritte SSV Meschede, den das Salaw-Team in der Hinrunde besiegte. „Wir wollen in den vier Spielen jeweils drei Punkte holen“, sagt Mannschaftssprecherin Stella Salaw. Das ist natürlich einfacher gesagt als umgesetzt. Denn die Niederlagenserie setzt den Bönenerinnen offensichtlich zu. „Wir haben momentan ein Psychoproblem“, meint nicht nur Stella Salaw: „Der Kopf geht derzeit zu schnell runter, auch bei Situationen, wo noch gar nichts passiert ist.“ Der Auftritt in Massen war dabei bezeichnend. Nach eineinhalb ordentlichen Sätzen riss beim Stand von 23:25, 15:7 der Faden. Den zweiten Durchgang rettete die TuS noch ins Ziel (25:22), doch im Anschluss lief wenig zusammen.

Der erste Rückstand in den Abschnitten drei und vier brachte Bönen jeweils aus der Fassung, der EVC musste seinen Stiefel nur noch runterspielen. „Massen hat verdient gewonnen. Wir haben zu viele dumme Eigenfehler gemacht“, bemängelte Stella Salaw. „Wir wissen, dass wir es besser können, aber wir sind vom Kopf her blockiert“, sagt die Zuspielerin. Die Mannschaft setze sich zu sehr unter Druck und leiste sich dann unnötige Fehler.

„Wir versuchen das seit Wochen im Training zu beheben“, sagt Salaw, die aber um die Komplexität des Unternehmens weiß. Wenn es um Punkte geht, ist die Situation schließlich anders. Erste Fortschritte hat sie aber bei der Dienstag-Einheit ausgemacht: „Wir haben da die Konzentration durchgehend hochgehalten bei schwierigen Übungen.“

Gegen Höntrop soll am Sonntag der Knoten platzen. In der Hinrunde unterlag Bönen äußerst bitter mit 13:15 im fünften Satz. „Wir haben Höntrop da drauf gehabt und wollen jetzt das Ergebnis umdrehen. Ich denke, dass uns das Heimspiel entgegenkommt“, sagt Stella Salaw. Der Gegner aus Bochum verfügt über eine starke Libera, agiert sicher in der Abwehr und hat auch im Angriff Qualität. Die Mannschaft ist aber noch jung und unterliegt daher im Spiel Schwankungen, die die TuS-Damen ausnutzen wollen. „Wir müssen 100 Prozent bringen, und auch dann wird das kein Selbstläufer“, so die Zuspielerin. Sie fordert von sich und ihren Teamkolleginnen Gelassenheit: „Wenn es mal nicht gut läuft, daran denken, dass der nächste Punkt kommt.“

Für die Partie in der Goethehalle sind mit Jessica Sauli, Nadine Tewes und Lisa Maruhn drei offensivstarke Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen. Die TuS-Damen hoffen, dass sie bis Sonntag einsatzbereit sind.

Die zweite Mannschaft hat am Wochenende spielfrei.

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