Bönen hat sich Respekt erpunktet

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Vollen Einsatz seiner Spieler wie auf dem Foto im Spiel gegen den Hammer SC erwartet IG-Trainer Ayhan Sezer morgen im Hammer Jahnstadion.

Bönen - Alle drei Bönener A-Ligisten spielen morgen auswärts. Alle drei treten außerdem in Hamm an. Das ist aber auch die einzige Gemeinsamkeit. Die Ausgangssituation ist unterschiedlich. Bezirksligaabsteiger Bönen spielt ganz oben mit, der VfK trägt die Rote Laterne. Im Tabellenniemandsland dümpelt die IG vor sich hin.

TuS Germania Lohauserholz – SpVg Bönen (Sonntag 13 Uhr/Hahnenbach). Kein einfaches Spiel erwartet SpVg-Trainer Hendrik Dördelmann am Hahnenbach. Er schätzt die Gastgeber wesentlich stärker ein, als es der Tabellenplatz aussagt. Die Bezirksliga-Reserve der Hölzkener ist mit erst einem Zähler Vorletzter. Den Punkt holten sie vor zwei Wochen im Derby beim Nachbarn in Wiescherhöfen (1:1). Der Status des Gastes ist hingegen ein ganz anderer. Die Bönener verließen nach vier Spielen den Platz viermal als Sieger. „Auch deswegen wird es nicht einfach für uns“, erklärt Dördelmann, „wir haben uns dadurch Respekt verschafft.“ Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass der jeweilige Gegner hochmotiviert in die Partie geht.

„Trotzdem oder gerade weil wir oben stehen, will ich natürlich drei Punkte mitnehmen“, fordert Bönens Coach. Verzichten muss Dördelmann morgen auf Malik Öncül, der nach der Ampelkarte aus dem Spiel gegen Wiescherhöfen einmal pausieren muss. Wegen der Oberschenkelblessur von Sebastian Schneck aus dem Spiel gegen BV 09 Hamm wird Dördelmann also seine Verteidigung umbauen müssen. „Wir müssen hinten improvisieren“, sagt er. Fraglich sind zudem der angeschlagene Fatih Korkmaz und Björn Kempe, der unter der Woche erkrankt war. Im Mittelfeld bekommt die SpVg mit Cengiz Güner aber wieder Verstärkung, die Bönener Offensive ist komplett.

Hammer SpVg III – IG Bönen (Sonntag 13 Uhr/Jahnstadion II). Bei der Hammer SpVg wäre es für die IG in der Vergangenheit immer schwierig gewesen. „Wir hatten immer Probleme, werden uns aber auf deren Spielweise konkret vorbereiten“, sagt IG-Trainer Ayhan Sezer. „Die Hammer sind läuferisch stark“, weiß er, „das ist ein Team aus jungen Spielern, dass bereits seit zweieinhalb Jahren so zusammenspielt.“

Vorbereiten heißt für Bönens Trainer vor allem „hellwach zu sein.“ In der Mark kassierten die Bönener nach 26 Sekunden das 0:1. Im Heimspiel gegen Vizemeister Uentrop dauert es immerhin bis zur 22. Minute, bevor TuS-Stürmer Taymaz zum ersten Mal traf.

„Es ist an der Zeit, endlich ein paar Siege einzufahren“, so Sezer. Personell sieht es für ihn diesmal so schlecht nicht aus. Arman Kuba braucht zwar noch etwas, bevor er wieder voll fit ist. Möglicherweise wird auch Ibrahim Yörük wieder für die IG stürmen. „Es kommt aber darauf an, ob er zum Abschlusstraining kommt“, meinte Sezer gestern. Dort wird er schließlich die Taktik für Sonntag erklären.

TuS Wiescherhöfen II – VfK Nordbögge (Sonntag 15 Uhr/Wielandstraße). „Wir werden erneut auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen“, sagt VfK-Coach Jürgen Serr mit Blick auf die personelle Situation beim Tabellenletzten. Vorteil diesmal: Die Nordbögger Reserve spielt bereits am Samstagnachmittag gegen Bockum-Hövel. „Das ist schon gut, dann sind die Spieler natürlich ausgeruhter als wenn sie vor unseren Spiel schon 90 Minuten in den Knochen haben.“

Der Blick auf den Gegner erübrigt sich angesichts der Tabellensituation. Für den VfK als Tabellenletzten ist jeder Gegner erst einmal schwer. „Wir sind da auch nicht blauäugig und wissen um den Ernst der Lage“, so Serr. Er selbst wird erneut auflaufen, um zu ordnen. „Es fehlt momentan jemand, der auf dem Platz mal Ansagen macht.“ In jedem Fall gelte es, dem Gegner, der zuletzt gegen Bönen nicht schlecht aussah, „auf den Füßen zu stehen.“

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