Endspiel um den Pokal des Fußballkreises Unna-Hamm:

IG Bönen geht selbstbewusst ins Finale gegen die Hammer SpVg

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Samet Akyüz, hier gebremst von Emir Bajric, hatte im Halbfinale bei Eintracht Werne seinen Anteil daran, dass die IG Bönen ins Pokalfinale einzog. Weil er Rot sah, darf Akyüz heute nur zuschauen.

„Wir wollen gewinnen“, sagt Ferhat Cerci selbstbewusst. „Es ist ein Finale und ein Pokalspiel“, stellt der Bönener Trainer vor dem Endspiel um den Pokal des Fußballkreises Unna/Hamm (Samstag, 17 Uhr, am Rehbusch) gegen den Oberligisten Hammer SpVg fest.

Hamm - Auf die besonderen Regeln dieses Wettkampfs, in dem David oft den Goliath ärgert, setzt Cerci nicht. Muss er auch gar nicht, auch wenn die Hammer zwei Klassen höher eingruppiert sind. „Ich bin von der Qualität meiner Mannschaft überzeugt“, sagt der 38-Jährige. Zu was sie fähig ist, zeigte die enorm verstärkte Elf vor allem im Testspiel gegen den Westfalenligisten BSV Schüren (1:1). Dort zeigte die IG aber auch, woran es ihr im Augenblick mangelt. Sie setzt die Offensivpower nicht adäquat in Tore um. „Aber daran haben wir unter der Woche gearbeitet“, so Cerci. Er legte Wert auf Torschusstraining, aber auch auf den Anschluss, quasi die zweite Welle, wie es im Handball heißt. „Wir werden eine Schüppe drauflegen“, verspricht Bönens Coach. 

Ansonsten werde er die Mannschaft spielen lassen wie immer, also offensiv und auf Dominanz ausgerichtet. Nicht täuschen lassen will er sich von den schlechten Ergebnissen in der Vorbereitung des Oberligisten. „Die Ergebnisse in Testspielen sind nicht so aussagekräftig“, betont Cerci, „ich kenne ja die Mannschaft, weiß, dass sie sich momentan im Umbruch befindet. Und wer Rhynern rauskickt, wenn auch im Elfmeterschießen, kann so schlecht nicht sein.“ Dagegen halten die Bönener heute nahezu in Bestbesetzung. 

Auf Samet Akyüz wartet die Spruchkammer

Don Niketta befindet sich zwar immer noch im Aufbautraining, „aber er macht sich gut.“ Adem Cabuk kehrte erst gestern aus dem Urlaub zurück, ist also auch keine Option. Und auf Samet Akyüz, der nach dem Pokalspiel bei Eintracht Werne wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah, wartet noch eine Spruchkammersitzung. 

Eine zusätzliche Motivation für die Bönener ist der Verbandspokal. Als Zweite wäre die IG im Westfalenpokal automatisch dabei gewesen, hieße der Endspielgegner auf Kreisebene Rhynern. Die Westfalia wäre als Tabellen-5. der abgebrochenen Saison automatisch qualifiziert, die Hammer SpVg als Kellerkind ist es hingegen nicht. „Und wir wollen in den Westfalenpokal“, stellt der Bönener Trainer das Signal auch deswegen auf Sieg. 

Gemeinsan einen Trainerschein gemacht

Die Wege der Trainerkollegen kreuzten sich übrigens nie. Cerci, der seine Jugend ab der „C“ bei der Hammer SpVg verbrachte, später dann als Spieler und Trainer im Osten engagiert war, spielte, als Degelmann bei der HSV in den Spielzeiten 2006 bis 2008 verteidigte, weit weg von seiner Heimatstadt bei Kickers Emden, dann bei denen in Stuttgart jeweils in der Regionalliga. „Wir haben aber mal einen Trainerschein zusammen gemacht, aber bei der HSV sind wir uns tatsächlich nicht begegnet. Er ist ja auch jünger als ich.“ Anderthalb Jahre sind es. 

Dass die HSV nur zu gerne den Kreispokal gewinnen möchte, daraus macht Degelmann keinen Hehl. „Ich habe das Endspiel als Akteur schon einige Male gewinnen dürfen. So ein Titel ist immer schön und wird auch ganz anders gefeiert“, sagt er. Zudem erhofft er sich dadurch auch für seine Mannschaft ein wenig Rückenwind für die anstehende Meisterschaft. „Natürlich kann man dadurch das vergangene Jahr nicht einfach so vergessen machen. Aber klar, so ein Erfolg bringt schon einen Schub. Wir wollen Kreispokalsieger werden.“

Grodowski angeschlagen, aber einsatzbereit 

Daher ist er froh, dass ihm wahrscheinlich Philipp Grodowski wieder zur Verfügung steht. Die Probleme des Abwehrspielers am Sprunggelenk haben sich nicht als Bänderverletzung herausgestellt, sondern nur als schwere Prellung. „Sein Fuß ist grün und blau. Das ist zwar schmerzhaft, aber nicht ganz so langwierig. Ich hoffe, dass er einsatzbereit ist“, sagt Degelmann. Definitiv nicht zur Verfügung steht der nach seiner Roten Karte gesperrte Yunus Emre Cakir und der verletzte Anil Saraman. „Ansonsten wird aber die augenblicklich aus meiner Sicht beste Mannschaft auflaufen“, so Degelmann.

Karten gibt es nur an der Tageskasse

Karten für das Kreispokalfinale auf der Anlage der SpVg Bönen am Rehbusch wird es ausschließlich an der Kasse geben, die ab 15 Uhr öffnen wird. Spielbeginn ist um 17 Uhr. Es werden nur 250 Tickets frei verkauft. 330 Plätze stehen zwar zur Verfügung, aber die beiden Vereine erhalten je 25 Karten, für die Helfer sind weitere 30 eingeplant.

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