TuS-Ringer zufrieden, sehen aber mehr Potenzial

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Auf Karsten Wegner war auch in der Hinrunde Verlass. Er gewann sieben Kämpfe.

Bönen -  Platz drei wäre möglich gewesen, doch die Hinrundentabelle weist die Ringer der TuS Bönen in der Verbandsliga mit 7:9 Punkten als Sechsten aus.

„Mit der jungen Truppe habe ich vor der Saison viel weniger erwartet“, ist Trainer Ingo Manz dennoch mit dem bisherigen Abschneiden zur Halbzeit hochzufrieden. „Da ist aber noch was drin“, sieht der Coach Potenzial für eine Klettertour. Rang drei liegt schließlich nur drei Zähler entfernt.

Wenigstens drei Punkte hat die TuS in der Hinrunde verschenkt. Eine strittige Schiedsrichterentscheidung gegen Daniel Keim, die zum 20:20 gegen Mülheim-Styrum führte, sowie das Fehlen von Schwergewicht Jihad El-Cheick Hassan beim 16:21 gegen Annen/Heros, als Ersatzmann Ramazan Alkan ein 0:4 auf Schultern kassierte, kosteten den Bönenern eine besser Platzierung.

Unzufrieden mit der Einstellung

El-Cheickh Hassan war nicht der Einzige, der auf größere Fehlzeiten kommt. „Da bin ich ein bisschen stinkig“, erklärt Trainer Ingo Manz, dass er nicht glücklich mit der Einstellung einiger seiner Schützlinge ist: „Wir waren ja fast nie vollzählig da.“

Verlass war dagegen erneut auf Karsten Wegner (7:1 Siege) und Lukas Korte (8:1). Beide platzieren sich aktuell als Siebter beziehungsweise Elfter weit vorne im Gesamtranking. Wegner zählt zu den besten Ringer der Liga, kann zudem in 61 und 66 Kilogramm antreten, was Bönen zusätzlichen Spielraum verschaffte. Je nach Gegner kann Manz variieren und – wie zweimal geschehen – Stephan Schwark in die 61-kg-Klasse ziehen. „Das war schon ein paar Mal unser Plus“, so der Trainer.

Schwark hat Luft nach oben

Schwarks Bilanz fiel mit 2:6 daher etwas schlechter aus als möglich. „Er hat sich aber ganz gut gehalten. Ich habe keine Bange, dass er seinen Weg macht“, sieht Manz für Schwark Luft nach oben. Schließlich rang der Jugendliche im Vorjahr noch in der Bezirksliga. Das gilt auch für den gleichaltrigen Fehmi Güney, der noch auf seinen ersten Sieg wartet. „Die 86-kg-Klasse ist in diesem Jahr aber auch die stärkste in der Liga“, sagt Manz.

Mehr Erfahrung hat Marvin Manz, der in der vergangenen Saison schon in die Verbandsliga hochgezogen wurde. Ab September wechselte er dann eine Klasse tiefer in den 80-kg-Bereich, wo er wesentlich besser zurechtkommt. „Er hat einen Riesensprung gemacht“, lobt Ingo Manz seinen Neffen, der auf eine 5:4-Bilanz kommt.

Ein wichtiger Baustein ist auch Marc Hauke. „Er ist gar nicht zu ersetzen“,sagt sein Coach über das Leichtgewicht. Zu Beginn der Saison schwächelte Hauke gab zu viele Punkte ab. „Jetzt trainiert er vernünftig“, hat Manz eine einfache Erklärung für seinen Leistungsanstieg, der ihm eine 4:3-Ausbeute beschert.

Große Aufgabe für die Youngster

Probleme hat die TuS im griechisch-römischen Stil im 75-kg-Bereich. Nachdem Kapitän Daniel Keim in die 70-kg-Klasse wechselte, wo er so langsam an seine Normalform anknüpft, stand mit Jan Mentler erst ein weiterer Nachwuchsmann auf der Matte. Doch nach dessen Zehenbruch ist der Posten im Grunde vakant. Bedri und Abdussamed Ünal sprangen zwar ein, „aber die sind ja noch jünger“, weiß Manz, dass die Aufgabe für die beiden sieglosen Youngster riesengroß sind. Ob Mentler in dieser Saison überhaupt noch einmal eingreifen wird, ist unklar. Klassikstil-Spezialist Keim soll aber weiter in 70 kg bleiben und dort Freistil ringen.

Blieben die beiden schwersten Klassen: In denen ist Bönen eigentlich stark besetzt, wenn Fatih Karabulut und Jihad El-Cheickh Hassan nicht so oft fehlen würden, „Jihad ist jetzt so langsam drin und will jeden Kampf da sein“, hofft durchaus angesäuerte Manz auf Besserung. Das ist wichtig, denn nur in Bestbesetzung ist ein Klettern in der Tabelle in der Rückrunde möglich. - bob

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