TuS-Ringer feiern gegen Mülheim ersten Erfolg

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Sebastian Strzalka (rechts) zeigte gegen Daniel Thron eine starke Leistung und gewann überraschend ungefährdet.

BÖNEN -  Die Ringer der TuS Bönen haben bei ihrem Heimdebüt in der Verbandsliga-Saison den ersten Sieg des Jahres eingefahren: Nach der 6:21-Packung bei Jahn Marten setzten sie sich gegen den Aufsteiger AC Mülheim am Rhein II mit 20:13. Schon die Waage hatte sich dabei zugunsten der Gastgeber geneigt, da zwei Kölner Kämpfer das Gewicht für ihre Klasse überschritten.

Das erste Duell ging allerdings an die Gäste, da Marc Hauke (57 kg) gegen den routinierten Amir Iranzad etwas ungestüm begann und in einen Hüpfzug zur Schulterniederlage reinlief. Den ersten Sieg für Bönen markierte daraufhin Schwergewichtler Jihad El Cheickh Hassan, der seinen Gegner Eduard Smolewski dominierte und ein 3:0 für sein Team holte.

Anschließend ging auch der zweite Kampf in den leichten Gewichtsklassen an Mülheim. Dennis Thiemann (61 kg) war gegen den starken Denis Hergert chancenlos. Der AC-Athlet schaffte gleich mit der ersten Aktion eine Punkteserie, die zum Erfolg aufgrund von technischer Überlegenheit führte. Sebastian Strzalka (98 kg) verkürzte auf 6:8, weil ihn gegen Daniel Thron zwei hohe Wertungen gelangen, ehe er am Ende ungefährdet mit 10:0 siegte.

Für entspannte Gemüter aufseiten der Bönener sorgte dann Frederik Kosch im letzten Kampf vor der Pause (66 kg Freistil). Zwar begann der TuS-Kämpfer nervös und lag gegen Ahmed Alaudinov schnell mit 0:5 zurück. Doch Kosch fing sich, stellte seinen Stil um und drehte das Aufeinandertreffen in einen 9:6-Sieg um. Durch die 2:0-Mannschaftswertungen stand es damit 8:8, und „wir waren uns sicher, dass wird schwer, uns das Ding noch zu nehmen“, meinte TuS-Kapitän Daniel Keim angesichts der acht sicheren Zähler durch die übergewichtigen Mülheimer.

Diese beide Duelle waren nach der Unterbrechung an der Reihe. Und sie boten durchaus gute Unterhaltung: So rang Tobias Falkenstein (86 kg Freistil) seinen zehn Kilogramm schwereren Kontrahenten Kemal Arslan regelrecht nieder, bestätigte die 4:0 Punkte auch mit einem 16:0 auf der Matte. Karsten Wegner (66 kg griechisch-römisch) war Maksym Motora mit 18:2 überlegen.

Bönen war nun auf der Siegerstraße und musste wenig tun, um den Erfolg endgültig perfekt zu machen. Denn Emre Kulac gab gegen Lukas Korte im 86-kg-Freistilkampf direkt auf, so dass die TuS uneinholbar mit 20:8 führte. Daher spielten dann auch die beiden Niederlagen im 75-kg-Bereich von Igor Wiens (Freistil) und Daniel Keim (griechisch-römisch) keine Rolle mehr. Wobei sich Keim schon ärgerte, dass er zwar der aktivere Ringer gegen Rene Brück war, aber mit 2:3 unterlegen war, weil er keine Aktionen schaffte. Wiens war gegen Alexander Pogorazdov chancenlos, auch wenn er den Kampf fast über die volle Distanz durchhielt. - bob

Die Statistik:

57 kg Freistil: Marc Hauke – Amir Iranzad 0:4 (Schulter), 61 kg griechisch-römisch: Dennis Thiemann – Denis Hergert 0:4 (technische Überlegenheit), 66 kg F: Frederik Kosch – Ahmed Alaudinov 2:0 (9:6), 66 kg GR: Karsten Wegner – Maksym Motora 4:0 (Übergewicht), 75 kg F: Igor Wiens – Alexander Pogorazdov 0:4 (technische Überlegenheit), 75 kg GR: Daniel Keim – Rene Bruck 0:1 (2:3), 86 kg F: Lukas Korte – Emre Kulac 4:0 (Aufgabe Kulac), 86 kg GR: Tobias Falkenstein – Kemal Arslan 4:0 (Übergewicht), 98 kg F: Sebastian Strzalka – Daniel Thron 3:0 (10:0), 130 kg GR: Jihad El-Checkh Hassan – Eduard Smowelski 3:0 (11:0)

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