Aufholjagd der TuS-Damen mit Relegation belohnt

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TuS-Trainer Michael Salaw und seine Mannschaft bejubeln den Sieg gegen Bielefeld.

BÖNEN - „Wir haben es jetzt nicht mehr in der Hand“, erkannte Michael Salaw nach einer guten Stunde Spielzeit und einem glatten 3:0 (25:16, 25:18, 25:22) über den schon als Absteiger aus der Volleyball-Verbandsliga feststehenden Telekom Post SV Bielefeld Bielefelder.

Und der Trainer der TuS Bönen meinte das durchaus positiv. „Ich bin davon überzeugt, dass wir noch zwei Spiele machen werden“, war er am Samstagabend zuversichtlich, es in die Relegation geschafft zu haben. Lünen spielte erst gestern Nachmittag gegen den Tabellenvierten Oldendorf. Und verlor 0:3. Salaw hatte Recht behalten.

Es war der vierte Sieg der TuS-Volleyballdamen – und der erste ohne Satzverlust. Das Hinspiel in Bielefeld hatten die Bönener noch 0:3 verloren. Warum eigentlich? Das fragten sich die etwa 60 Zuschauer in der Bönener Goethehalle. Bielefeld war schwach. Die Gastgeber hingegen phasenweise auch richtig stark. Und das trotz des Drucks, unbedingt glatt gewinnen zu müssen. Schnell zogen die TuS-Volleyballerinnen auf 7:2 und 13:5 davon. Erst gegen Ende der Satzes ließ die Konzentration bei ihnen nach. Bielefeld kam immerhin noch auf 16 Punkte.

Der zweite Durchgang begann gut für die Gäste. „Die konnten aber auch wirklich befreit aufspielen“, erklärte Salaw. Das 1:4 war aber nur eine kurze Episode. Katharina Buhl schlug die Gastgeberinnen von 6:6 auf 13:6 in Front. Danach zogen die TuS-Damen sogar auf 20:9 davon. Und sie ließen wieder nach. Bielefeld schaffte 18 Punkte.

„Es ist schwer für uns, die Motivation hochzuhalten“, begründete Salaw die Schwächephase. „Außerdem habe ich ja auch im letzten regulären Saisonspiel allen Spielanteile geben wollen“, ergänzte der Coach. Er behielt aber seine „Innenverteidigung“: Libera Sabrina Keil nahm an, Kollegin Sabrina Schlensog übernahm die Feldabwehr bei eignem Aufschlag.

Nah am Satzverlust waren die Bönenerinnen dann beim dritten Gang ans Netz. Der Durchgang verlief zunächst mit 4:4 und 11:10 ausgeglichen. Doch auf einmal führten die Ostwestfalen, die nur mit einer Rumpfmannschaft von sieben Spielerinnen angereist waren, mit 20:16. Stella Greinke schlug die Gastgeberinnen wieder ins Spiel zurück. Und die Bönener Volleyballerinnen drehten den Abschnitt. Den ersten Matchball vergaben die TuS-Akteure noch, den entscheidenden Punkt zum 25:22 besorgten die Bielefelder mit einer Netzangabe selbst.

Nun geht es in knapp drei Wochen weiter. Gegner am Wochenende vom 17. bis zum 19. April werden mit dem RC Borken-Hoxfeld III und dem VoR Paderborn die Zweiten der Landesligen 7 und 8. Das Finale ist am Sonntag in der Goethehalle. - ml

TuS: Buhl, Scharwey, Schlensog, Keil, Gohrke, Maruhn, Greinke, Tewes, Karkowski, Deutsch, Fröhlich, Rinschede

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