TuS-Damen bereit für die Relegation

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Die TuS-Damen haben sie mächtig gestreckt, um in die Relegation zu kommen. Jetzt wollen sie ihre Chance auch nutzen.

BÖNEN - Einem geflügelten Wort zufolge, folgt einer misslungenen Generalprobe eine tolle Premiere. Dementsprechend müssten sich die Volleyballerinnen der TuS Damen bezüglich der Relegation um den Verbandsliga-Verbleib am Wochenende keine Sorgen machen. Denn das Testspiel am Mittwochabend gegen den TV Hörde II ging gründlich daneben.

„Trainingsspiele liegen uns generell nicht. Da fehlte uns einfach noch ein Gang“, will Mannschaftssprecherin Sabrina Schlensog keinen Verweis auf die Relegation zulassen. Am Samstag gastiert ihr Team um 18.30 Uhr bei Vo.R. Paderborn, am Sonntag um 16 Uhr kommt der TV Jahn Rheine in die Goethehalle. Die beiden Kontrahenten treffen heute um 20 Uhr in Rheine aufeinander.

Ohne Trainer Michael Salaw verlor Bönen gegen den Landesliga-Zweiten, der eine andere Relegationsrunde bestreitet, die ersten beiden von drei gespielten Sätzen. Die TuS probierte in der Annahme etwas aus, was im ersten Durchgang nicht gut funktionierte. Im zweiten Abschnitt kehrten die Bönenerinnen wieder zu ihrer ursprünglichen Taktik zurück. Nach dem 11:17-Rückstand starteten sie eine Aufholjagd und glichen aus. Doch Hörde hatte das bessere Ende für sich. Den dritten Satz sicherte sich die TuS deutlich.

Immerhin konnte sich Sarah Deutsch einspielen. Sie wird am Samstag die Kopfposition einnehmen, weil Sina Fröhlich und Doreen Scharwej fehlen. Keine ungewohnte Aufgabe für Deutsch, die erst in dieser Saison von Salaw umgeschult wurde, also nur ihre alten Automatismen wieder aktivieren muss. Auch Zuspielerin Jessica Karkowski fällt gegen Paderborn aus. „Das macht uns nichts aus“, erinnert Schlensog an die erfolgreiche Relegation im Vorjahr, die Bönen ebenfalls nur mit einem kleinen Kader absolvierte.

Über die Stärken der Gegner werden sich die TuS-Damen erst heute informieren, wenn sich eine Gruppe das Spiel zwischen Rheine und Paderborn anschauen wird. Ein interessanter Klub sind dabei sicher die Ostwestfalen. Der Volleyball-Regionalkader (Vo.R.) hat sich laut Homepage zum Ziel gesetzt, „die besten Talente aus der Region zusammenzubringen“. Folglich stellen die Paderborner herausragende Jugendteams. Dementsprechend jung ist auch die Mannschaft, die in der Landesliga-Staffel 8 den zweiten Platz belegte. „Sie werden ähnlich wie die U 14 des WVV, gegen die wir in der Liga gespielt haben, über eine ganz große Technik verfügen“, sagt TuS-Zuspielerin Stella Greinke. Schlensog wiederum hofft, dass ihr Team die Schlagrichtung aufgrund der hohen Technik leichter voraussehen könne. Hördes Trainer gab Bönen mit auf den Weg, dass Paderborn über eine aggressive Spielweise und viele Fans verfüge. „Aber wir haben auch Fans“, kontert Schlensog.

Rheine verfügt dagegen über eine Mannschaft mit einem gemischten Altersdurchschnitt. Das ist ebenfalls nicht ungefährlich, denn „die Älteren wissen genau, wo sie hinspielen müssen“, sagt Schlensog. Die Jahnerinnen rückten als Tabellendritte der Landesliga 7 für Roxel-Hösbach II nach, das sein Relegationsrecht abgab.

Das wäre den TuS-Damen partout nicht eingefallen. Schließlich haben sie bis zum letzten Ballwechsel der regulären Saison um diese Chance auf den Klassenerhalt gekämpft, standen dabei zeitweise schon mit dem Rücken zur Wand. „Wenn wir das schaffen, wäre das wie ein zweiter Aufstieg für uns. Wir hatten eine winzig kleine Chance wenn wir die nutzen, das wäre einfach toll“, sagt Schlensog.

Wie vor einem Jahr tritt Bönen erst am Samstag auswärts an und darf dann in eigener Halle ran. Ein gutes Omen, findet Schlensog: „So ein bisschen abergläubisch ist man ja schon.“ Das passt dann auch zur misslungenene Generalprobe. - bob

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