SpVg fehlt gegen Liesborn der Spielwitz

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Erst mit dem Schlusspfiff traf Kevin Scheibke zum 1:2 für die SpVg. Es war eine ganz von ganz wenigen Bönener Chancen.

BÖNEN - Es war ein kurzer Auftritt, den Maximilian Geisler am Rehbusch hinlegte. Aber in nur acht Minuten traf der Mittelfeldspieler von Westfalen Liesborn der abstiegsbedrohten SpVg Bönen mitten ins Herz. In der 65. Minute wurde Geisler eingewechselt, in der 69. erzielte er das 0:1 und in der 73. wurde er mit Verdacht auf Muskelfaserriss wieder ausgewechselt. Doch der Weg zu Liesborns 2:1 (0:0)-Sieg war geebnet.

Bönen bleibt durch die Niederlage Vorletzter, mit nun vier Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Die SpVg kämpfte engagiert, ließ es aber an Spielwitz und am Ende auch an Kraft vermissen. „So kann man kein Spiel gewinnen“, sagte Trainer Axel Maurischat: „Wir haben die Bälle nur nach vorne gepöhlt und die kamen postwendend zurück.“

Im ersten Durchgang boten beide Mannschaften wenig Ansehnliches. Das Tempo der Partie war zwar 45 Minuten lang hoch, die Kugel flipperte jedoch häufig lediglich rund um den Mittelkreis hin und her. Die SpVg setzte dabei auf lange Bälle die zumeist einen Gästeverteidiger als Abnehmer fanden. Liesborn hatte drei gefährliche Szenen. Frederik Holtmann köpfte zweimal kurz hintereinander eine Flanke am Tor von Bönens Marco Behrend vorbei (14., 16.). Der Keeper reagierte später im Eins-gegen-Eins glänzend gegen den eher zufällig durchgebrochenen Akid Khalaf (35.).

Nach dem Wechsel wurden die Aktionen etwas zwingender. Nach einem Ballverlust der Gastgeber an der Mittellinie traf Thomas Knüwer gestört von Jörn Holtmann den Ball nicht richtig (50.). Im Gegenzug scheiterte Kevin Scheibke mit einem Schuss an Westfalen-Schlussmann Alexander Gödde. Nach einer Ecke beförderte Dimitri Fahnenstil das Leder aus kurzer Distanz über das Tor (57.). Gödde wiederum parierte den schönen Freistoß von Niklas Link aus 25 Metern (64.).

Ein weiterer leichter Ballverlust der Bönener in der eigenen Hälfte führte zum 0:1. Liesborn nutzte den Platz und Geisler traf aus 16 Metern flach ins Eck (69.). Das Gegentor traf die SpVg ins Herz. Beim Abstiegskandidaten fehlte ein wenig der Glaube, die Partie noch drehen zu können. Viel lief jetzt über leicht zu verteidigende Einzelaktionen.

Beim 0:2 schaffte es der Gastgeber dann nicht, einen langen Freistoß zu klären (84.). Fahnenstiel behauptete das Leder, bediente Frederik Holtmann auf halbrechts und das Spiel war gelaufen. Kevin Scheibke gelang zwar noch der Anschlusstreffer (90.+2), aber der Schiedsrichter pfiff die Partie gar nicht erst wieder an.

„Das war unser bisher schlechtestes Saisonspiel“, meinte Gästecoach Ralf Bellenhaus: „Am Ende zählen die drei Punkte gegen einen Konkurrenten.“ - bob

SpVg: Behrend – Sorge, Holtbrügger, Link, Akman – Holtmann, Wiff – Garske (54. Oturak), Scheibke, Cakir (84. Koslowski) – Arenz

Liesborn: Gödde – P. Drees (65. Geisler, 73. Schumacher), Kampmann, Woermann, Khalaf – Fischer, Westerschulte, J. Drees, F. Holtmann – Knüwer (57. E. Holtmann), D. Fahnenstiel

Tore: 0:1 Geisler (69.), 0:2 F. Holtmann (84.), 1:2 Scheibke (90.+2)

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