SpVg gibt sich kämpferisch

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Thorsten Renk (links) brachte nach seiner Verletzungspause Schwung ins Bönener Spiel.

BÖNEN - Reiner Fiebig fand nach dem Spitzenspiel in der Fußball-Kreisliga A1 deutliche Worte. „Das war schwaches Niveau. Beide Mannschaften haben so in der Bezirksliga nichts zu suchen“, meinte der Trainer des FC Pelkum nach dem 1:1 bei der SpVg Bönen.

Mit dem Aufstieg versuchen werden es beide Teams natürlich trotzdem. Auch wenn der Weg noch ein weiter ist: Neun Spieltage muss Spitzenreiter Pelkum seinen Zwei-Punkte-Vorsprung vor der SpVg verteidigen – beziehungsweise haben die Bönener Zeit den FCP zu überholen. Dann hat der Sieger des Duells zumindest die zweiteilige Relegation erreicht.

Die Bönener wollen jedenfalls vermeiden, zum zweiten Mal in Folge die Saison als Vize-Meister abzuschließen. „Alles ist noch drin“, gab sich Axel Maurischat direkt nach dem Spiel kämpferisch: „Wir haben es selbst in Hand“, glaubt der Trainer nicht daran, dass Pelkum bis Pfingsten ohne Punktverlust bleibt. Deshalb war er mit dem Unentschieden nach 25-minütiger Unterzahl durchaus zufrieden. In der Schlussphase war ihm daher auch die Torsicherung wichtiger, während seinen Spielern anzumerken war, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Sie schwärmten bei Kontern immer wieder aus, öffneten den Pelkumern dadurch Räume in der Defensive, die die Gäste am Rehbusch jedoch nicht zu nutzen wussten. Und eben das brachte Fiebig auf die Palme.

„Vielleicht liegt uns die Rolle des Jägers mehr als die des Gejagten“, versuchte Maurischat der derzeitigen Tabellenkonstellation Positives abzugewinnen. „Letztes Mal haben wir es am letzten Spieltag verspielt. Wer weiß, wofür das jetzt gut ist“, meinte er bezogen auf die beiden Niederlagen vor dem Topduell, durch die die SpVg die Spitzenposition abgab.

Remis endete ein paar hundert Meter weiter auch das Derby am Schulzentrum zwischen der IG Bönen und dem VfK Nordbögge. Die Gäste verteidigten damit zwar Platz drei, verpassten es aber, sich zumindest die theoretische Chance offenzuhalten, noch einmal an das Spitzenduo heranzuschnuppern. Zehn Punkte hinter Pelkum liegt der VfK nun. Doch an der Feuerwache sind sie im zweiten Jahr der Zugehörigkeit zum Kreis-Oberhaus sowieso damit zufrieden, der Beste vom Rest zu sein.

Für die IG war Zähler Nummer acht in dieser Saison zu wenig. Da der SuS Rünthe überraschend die bis dahin beste Rückrunden-Mannschaft aus Uentrop (fünf Siege in Folge) schlug, während Gurbet Spor Bergkamen sich 2:2 vom BV 09 Hamm trennte. Die Teams liegen nun 13 beziehungsweise zehn Zähler vor der IG. Realistisch bleibt für das Schlusslicht damit nur die Hoffnung auf den vorletzten Platz, auf den TIU Rünthe derzeit mit sechs Zählern Vorsprung rangiert. Dieser Platz könnte zu einem Relegationsspiel gegen den Vorletzten der Kreisliga A2 berechtigen. Für den einzig der SV Afferde (9) und der TuS Uentrop (8) in Frage kommen.

Dann dürfte aber nur ein Bezirksligist aus dem Kreis Unna-Hamm absteigen. In der Staffel 8 scheint der Königsborner SV bei elf Zählern Rückstand zum ersten Nicht-Abstiegsplatz nicht mehr zu retten zu sein. Der SuS Kaiserau und der SuS Oberaden schweben mit einem Zähler Vorsprung in akuter Gefahr. TuRa Bergkamen ist mit vier Punkten Abstand noch nicht durch. In der Staffel 7 hat der SVF Herringen nur 25 Zähler – zu wenig im Vergleich zur SG Oestinghausen und SG Bockum-Hövel (29) oder Westfalia Rhynern II (32) sowie TSC Hamm und TuS Germania Lohauserholz (je 33). In zwei Wochen spielt die IG gegen TIU und kann sich wenigstens die Hoffnung erhalten. Und am Sonntag vielleicht schon als Erster der SpVg gegen Pelkum Schützenhilfe leisten. - bob

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