Ringen

Schatten über Saison der TuS-Ringer

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Sebsastian Strzalka beendete im Verlauf der Saison seine aktive Laufbahn als Ringer.

BÖNEN - Die als Neustart ausgerufene Saison der Ringer der TuS Bönen endete im Fiasko. Den letzten Kampf in der Bezirksliga-Platzierungsrunde mussten die Trainer Marvin Manz, Lukas Korte und Sebastian Strzalka mangels einsatzfähigen Leuten absagen.

Eine Woche zuvor standen gerade einmal vier von sechs nötigen TuS-Ringern auf der Matte. Der Abschluss warf einen großen Schatten auf ein ursprünglich gut angelaufenes Jahr.

„Die ganze Saison hatte ich eigentlich nur lobende Worte für die Mannschaft. Jetzt fühlt es sich wie gescheitert an“, sagte Manz. Bis Mitte Dezember überzeugte das Team, lieferte gute Kämpfe ab und sicherte sich in der Gruppe den ersten Platz. Bei sechs von acht Auftritten hatte Bönen gewonnen.

Lediglich der Start geriet daneben: Im August schienen die TuS-Athleten beim ersten Kampf nach dem Rückzug in die Bezirksliga gegen den ASV Heros Dortmund noch in der Sommerpause. Danach unterlag das Team nur im bedeutungslosen Duell mit dem PSV Lippe-Detmold – und das knapp. „Wir haben Platz eins geholt, das war nicht einfach“, verwies Manz darauf, dass seine Mannschaft auf einige Akteure getroffen war, gegen die die Bönener auch schon zu Verbandsliga-Zeiten auf die Matte gegangen waren.

Probleme besaß die TuS erwartungsgemäß in den leichteren Gewichtsklassen. Matthäus Strzalka (57 kg) und Fabian Kos (61 kg) bestritten ihr erstes Jahr im Liga-Betrieb der Senioren, Stephan Schwark sein zweites. Nicht nur aufgrund ihres Alters hatten sie es schwer. Manz hatte sich dennoch mehr von ihnen versprochen. Dem Trio gelang es nicht, hohe Niederlagen zu vermeiden, auf der Matte verloren sie entweder auf Schulter oder technisch unterlegen. Immerhin sammelten sie kampflose Punkte, wenn die Gegner die unteren Klassen frei lassen mussten.

Punktegaranten erfüllen die Erwartungen

So ging Bönen in fast jeden Kampf mit der Bürde, ab 75 kg möglichst alle Kämpfe für sich entscheiden zu müssen. „Was wir gewinnen mussten, haben wir auch fast immer gewonnen“, ging für Manz die Rechnung oft auf. Korte siegte bei jedem seiner zwölf Auftritte, Manz kam auf eine 8:1-Bilanz. Sebastian Strzalka, der mittlerweile seine Karriere beendet hat, verließ fünfmal als Sieger die Matte, verlor keinmal. Schwergewichtler Fehmi Güney blickt auf eine starke 10:4-Ausbeute. Dank Karsten Wegner (4:1) und Daniel Keim (3:2) konnten die Bönener zudem auf die Aufstellung des Gegners reagieren oder die favorisierte Stilart des eigenen Ringers auswählen. Etwas enttäuschend rang Mutjaba Soeedy. Dessen 3:6-Siege hätten mit besserer Taktik auch positiver aussehen können.

„Wir hätten gerne noch mehr Anfänger eingebaut“, sagte Manz. Julian Wittchen musste aber beispielsweise nach nur einem Kampf die Saison verletzungsbedingt beenden. Grundsätzlich sah der Neustart gelungen aus – bis in den November.

Skandalkampf läutet schlechte Phase ein

Als die Saison aber auf die Zielgerade einbog, verzeichneten die Bönener einen personellen Aderlass. Korte und Wegner verletzten sich, später auch Schwark. Dazu kamen Absagen aus privaten Gründen. Der erste Kampf der Endrunde um den Landesligaaufstieg gegen den KSV Mülheim-Styrum endete in der Goethehalle mit einem Skandal und bedeutete die Wende zum Schlechten, obwohl die Bönener schuldlos waren. Ein Mülheimer war ausgerastet, hatte sogar eine Ohrfeige verteilt. Die TuS verlor mit dem Rückkampf in Mülheim beide Duelle. Statt im Finale um den Einzug in das Final-Six-Turnier zu ringen, ging es lediglich um Platz drei gegen Lippe-Detmold. Dort war das „Wie?“ dann „peinlich“, wie es Manz ausdrückte. Und das liegt nun bleiern über der Saison, bevor es erst im nächsten Sommer wieder weitergeht. „Es war besser als im Vorjahr, aber wir sind nicht im Ziel angekommen“, meinte Manz.

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