TuS-Damen rutschen auf den letzten Tabellenplatz

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Alles klappte nicht, trotzdem sieht TuS-Trainer Michael Salaw sein Team auf dem Weg zu weniger Nervosität.

BÖNEN -  0:3 verlor die TuS Bönen gegen TuS Eintracht Minden auch ihr zehntes von zwölf Saisonspielen in der Verbandsliga. Die Bönener halten somit seit dem Wochenende die rote Laterne in den Händen, da Schlusslicht Telekom Post SV Bielefeld II nach einem 3:0 (12:25, 16:25, 16:25)-Sieg über den Lüner SV aus der Abstiegszone sprang. TuS-Trainer Michael Salaw sah trotzdem Fortschritte: „Es war ein Schritt hin zu weniger Nervosität auf dem Feld.“

Vier Punkte lang waren die Gastgeberinnen gegen die Ostwestfalen obenauf. Nach dem 4:0 zu Spielbeginn übernahm der routinierte Gast das Spiel. Über ein 4:4 und 6:7 zogen die Mindener, die routiniertes Personal mit in die Goethehalle gebracht hatten, auf 10:17 davon. Vor allem Bönens Stellspielerinnen hatten einen mehr als schlechten Abend erwischt. Kaum ein Ball von Stella Greinke und Jessica Karkowski landete punktgenau unter der Schlaghand der Bönener Angreiferinnen. Den schlecht getroffenen Schmetterbällen fehlte jegliche Durchschlagskraft oder sie gingen vermehrt ins Aus. Ganze zwölf Punkte holte die Bönener Sechs im ersten Satz.

„Phasenweise haben wir gut gespielt, phasenweise aber auch grottig“, lenkte Salaw den Blick aufs Positive. Der TuS-Trainer lobte gute Aufschläge, seine Außenangreiferinnen Katharina Buhl und Nadine Tewes und die Abwehrleistung von Sabrina Schlensog sowie den Mittelblock. Und er erinnerte an den eigentlichen Zweck der Partie aus Bönener Sicht, eben den „Kopf frei kriegen“ und zum „Spaß am Spiel“ zurück zu finden.

In der Tat bemühten sich die Gastgeberinnen um einen geordneten Spielaufbau. Großes Manko war neben dem schlechten Zuspiel die Arbeit im Block und dessen Absicherung. Viele Punkte erzielten die Gäste, indem sie die Bälle nicht schmetterten, sondern einfach über den Bönener Block legten.

Auf der anderen Seite führte kaum ein Weg an Mindens „Riesin“ Anita Neufeld vorbei. Die blockte nahezu alles und hatte genug Zeit, die Bälle beliebig auf dem Spielfeld der TuS zu platzieren. Bis zum 8:8 hielten die Gastgeberinnen im zweiten Satz gut mit. Es blieb bis zum 13:14 eng. Erst danach gelang es den Gästen, sich auf 14:19 abzusetzen. Salaw nahm eine Auszeit. Sina Fröhlich schlug einen Netzroller zum 15:22. Doch es gelang nur noch ein weiterer Punkt • dann war es das für die Bönenerinnen.

Die „grottige Phase“ setzte im dritten Satz früher ein Nach einem 6:7 war das Spiel gelaufen. Minden zog auf 13:21 davon. Auf 16:22 holte die TuS-Vertretung noch auf. Nach gut einer Stunde gingen alle Punkte an Minden.

„Wir befinden uns definitiv im Abstiegskampf“, lenkte Salaw den Blick auf die Realität. Er ist sich aber sicher, dass die Bönener Damen sich nicht aufgeben werden. Und die Tabellensituation ist auch noch nicht allzu beunruhigend. Bielefeld als Team auf dem ersten Nichtabstiegsplatz ist nur zwei Punkte in Front. Und Bönens Trainer ist überzeugt, dass die deutliche Niederlage gegen Minden auch Positives gezeigt hat. „Die Mädels haben nie aufgesteckt.“ In der nächsten Woche kommt es zum Kellerduell gegen den Vorletzten ASV Senden II. - ml

TuS: Greinke, Karkowski, Fröhlich, Buhl, Tewes, Schlensog, Gohrke, Maruhn, Scharwey, Keil

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