TTF können die letzten Regionalliga-Spiele genießen

Jens Berkenkamp und seine TTF-Teamkollegen haben bis zum Saisonende noch schwere Spiele vor sich. - Foto Liesegang

Bönen -  Vor den nun anstehenden Wochen der Saison in der Tischtennis-Regionalliga hatten die TTF Bönen ursprünglich besonders großen Respekt gehabt. Denn vier Spieltage vor dem Saisonende zieht vor den Bönener ein Restprogramm auf, das sportlich kaum schlimmer sein könnte.

Es geht gegen die drei weit enteilten Spitzenteams der Tabelle, den SC Buschhausen, den SV Union Velbert und den TTC Lampertheim, sowie gegen den gerade für Bönen unangenehm zu bespielenden SSV Germania Wuppertal. „Das ist kein Zuckerschlecken“, sagt auch Kapitän Andreas Rosenhövel. Nur Sorgen bereiten die anstehenden Aufgaben den Bönener mittlerweile keine mehr. Denn ihnen ist der sportliche Regionalliga-Verbleib kaum mehr zu nehmen.

„Wir können das jetzt ganz entspannt angehen“, sagt Rosenhövel vor dem Saisonfinale. Das war ihm und seinen Mannen durchaus wichtig gewesen. Obwohl der Verein seine Regionalliga-Mannschaft nach der laufenden Saison zurückziehen wird, wollte sich die Mannschaft nicht mit einem sportlichen Abstieg verabschieden. „Das wäre nach all den erfolgreichen Jahren in der Liga mehr als ärgerlich gewesen“, so Rosenhövel. Hätte, Wenn und Aber. Dieser Fall wird nicht eintreten. „Wir sind jetzt eigentlich durch“, sagt Rosenhövel.

Denn die Bönener können auf ein beinahe maximal erfolgreiches Sportjahr 2016 zurückblicken: In ihren bisherigen fünf Rückrundenspielen blieben sie ungeschlagen, zuletzt gewannen sie viermal in Folge. In der Rückrundentabelle steht Bönen damit auf Rang drei, in der Gesamttabelle auf Rang vier mit 15:13 Punkten und einem Spieldifferenz von +11. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt noch mal anziehen können“, so Rosenhövel über die zuletzt glänzende Form seines Teams.

Hoffnung auf Wagner-Debüt

Die Ergebnisse überraschten umso mehr, da sie ohne Spitzenmann Florian Wagner zustande kamen. Der war nach einem Auslandsaufenthalt in China eigentlich für weite Strecken der Rückrunde eingeplant gewesen, kam aber bislang nicht zum Einsatz. „Das wird sich noch ändern, aber wir sind natürlich stolz, dass wir es auch ohne Flo so gut hinbekommen haben“, so Rosenhövel. Am kommenden Wochenende erhoffen sich die TTFler allerdings eine Rückkehr ihrer Nummer eins: Im Spitzenspiel beim SC Buschhausen möchte Wagner sein verspätetes Saisondebüt geben. „Wenn Flo jetzt mithilft, wäre das klasse für uns. Wir haben ansonsten das eine oder andere Mal Personalproblem“, so Rosenhövel.

Überhaupt: die kommenden Spieltage. Die möchte Bönen genießen. „Wir haben keinen Druck mehr, was natürlich gerade in unserer Situation eine tolle Sache ist. Wir möchten uns jetzt mit ein paar tollen Spielen verabschieden“, sagt Rosenhövel. Vor dem großen Abschied mit dem Heimspiel gegen den TTC Lampertheim zum Saisonende am 24. April rückt deshalb für die Bönener vor allem das kommende Gastspiel beim SC Buschhausen in den Vordergrund: „In Buschhausen zu spielen, ist eine feine Sache. Da ist richtig was los“, sagt Rosenhövel. Zudem sind die Oberhausener Tabellenführer und ambitioniert in Sachen Aufstieg unterwegs. „Wir rechnen uns da in Bestbesetzung schon was aus. Unser Ziel ist es, da zu gewinnen“, sagt Rosenhövel. - WA

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