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Für TuS-Ringer zählt erstmal nur der Kampf gegen Witten

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Von: Boris Baur

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Seine erste Niederlage hat Jan Mentler in Kirchlinde II kassiert. Am Samstag soll der fünfte Sieg her.
Seine erste Niederlage hat Jan Mentler in Kirchlinde II kassiert. Am Samstag soll der fünfte Sieg her. © Markus Liesegang

Mit Riesenschritten geht die Saison in der Bezirksliga Westfalen für die Ringer der TuS Bönen voran. Am Samstag um 19.30 Uhr (Waage 19 Uhr) steht in der MCG-Halle gegen den KSV Witten III bereits der siebte von zehn Kampftagen auf dem Plan. Ob die bis zum 11. Dezember dauernde Runde aber beendet wird, steht pandemiebedingt in den Sternen.

Bönen – „Bei 2G müssen wir schauen, was passiert“, sagte TuS-Trainer Marvin Manz am Donnerstagvormittag, der tags darauf nach den Entscheidungen der Ministerpräsidentenrunde davon ausging, dass für Samstag noch alles beim Alten bleiben wird. Der Ringerverband NRW hatte bereits vor dem Saisonstart festgelegt, dass bei allen Kämpfen die 3G-Regel gilt.

Wie es nun mit der Meisterschaft weitergeht, ist noch unklar. So haben beispielsweise der hessische und der südbadische Verband ihren Ligenbetrieb bereits vor der Ministerpräsidentenrunde abgesagt, in NRW habe Oberligist TSG Herdecke seine Mannschaft wegen Coronaausfällen zurückgezogen, hat Manz in Erfahrung gebracht. „So lange es geht, versuchen wir es natürlich“, erklärte er.

Für Samstag rückte der Trainer und Kämpfer erst einmal das Sportliche in den Vordergrund. „Ein Sieg ist das Ziel, um eine Antwort nach der Niederlage in Kirchlinde zu geben.“ Vor Wochenfrist verlor die TuS mit 29:32, holte dabei alle ihre Punkte kampflos durch nicht anwesende, aufgebende oder nicht einsatzberechtigte Gegner.

Witten ist in den unteren Klassen stark besetzt

Gegen Witten soll das anders laufen. Auch gegen den KSV gewann Bönen den Hinrundenkampf (41:25). Die Wittener standen damals allerdings anders als bei ihren letzten Auftritten. So blieben zum Beispiel die leichtesteten Gewichtsklassen unbesetzt, die sich mittlerweile aber zu einer Stärke der Gäste entwickelt haben. Romeo Bernhardt (57 kg) steht bei 5:2 Siegen, Niclas Kramaczyk sogar bei 8:0. „Da sieht man die Wittener Ausbildung. Sie haben über Jahre eine gute Jugendarbeit“, sagte Manz. Er kann den genesenen Selimsolta Muluev wieder in der 57-Kilo-Klasse aufbieten. Auch Devid Stabel (61 kg) hat sein Kampfgewicht zurück. Manz: „Beide werden alles reinwerfen müsse.“ Zumal der 66-kg-Bereich leer bleibt.

Sorgen macht die 98-kg-Klasse, denn Oguz Aydinoglu und Pascal Schmidt, über dessen Verletzung Manz noch nichts Genaues weiß, fallen aus. Schmidt war in Kirchlinde umgeknickt. „Wir werden gucken, wie wir es machen“, meinte der Trainer, der zumindest auf Routinier Markus Balk bauen kann.

Kommt es zu einem Frauenkampf?

Ansonsten stehen die Bönener gut, können taktisch aufstellen, während der KSV zuletzt erstmals eine Lücke in 75 und 86 kg aufwies. Spannend wird es bei den Frauen. Stefanie Krampe hat mittlerweile schon acht Siege eingefahren, ohne einmal eine Aktion zu zeigen. Am vergangenen Wochenende stand ihr erstmals eine Gegnerin gegenüber, doch Leni Seelig gab angeschlagen direkt auf. Bei Witten ging Emily Kramarczyk ebenfalls achtmal auf die Matte. Viermal gewann sie kampflos, zweimal wegen Übergewicht ihrer Kontrahentinnen. Am vergangenen Wochenende gab die Wittenerin gegen die frühere Bönenerin Fabienne Manz (jetzt Hohenlimburg) auf. Im Hinkampf fehlte Krampe aus privaten Gründen. „Ich hoffe, dass diesmal die Chance auf einen Kampf besteht“, meinte Manz.

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