Fernduell mit Lünen um den Klassenerhalt

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Die Bönenerinnen wollen gegen Schlusslicht Bielefeld ihre kleine Chance auf den Liga-Verbleib nutzen.

BÖNEN - Die Live-Schaltung stand quasi bis in die Goethehalle: Während die Verbandsliga-Volleyballerinnen der TuS Bönen ihr Abschlusstraining für die letzte Saisonpartie am Sonntag absolvierten, entschied sich in Lünen, ob dieser Auftritt überhaupt noch Bedeutung für die Tabelle haben wird. Hat er, denn Bönen besitzt unverhofft weiter eine kleine Chance auf den Klassenerhalt.

„Wir haben Glück gehabt, dass Lünen nur einen Punkt geholt hat“, sagt Teamsprecherin Sabrina Schlensog. Sie hielt Kontakt zu einer Freundin in der Halle des Gymnasiums Lünen, die ihr Zwischenstände zuschickte. Und so zitterten die Bönenerinnen mit, denn bei einem Sieg des LSV, dem auf dem Relegationsrang liegende Konkurrenten, wäre der Abstieg besiegelt gewesen. Bönen hätte selbst bei Punktgleichheit zu wenig Siege auf dem Konto. Lünen lag vor dem Spiel gegen den TSC Münster-Gievenbeck nach Zählern gleichauf mit der TuS und sicherte sich die ersten beiden Sätze mit 25:19 und 25:23. Bei den Bönenerinnen begannen die Hoffnungen zu schwinden. Doch Gievenbeck holte auf und entschied den Krimi noch mit 3:2 (24:26, 23:25, 12:15) für sich.

„Jetzt sind wir am Zug“, sagt Schlensog. Denn am Samstag steht der letzte Spieltag an, und den bestreitet die Mannschaft von Trainer Michael Salaw zuhause gegen den Telekom PSV Bielefeld (Beginn 19 Uhr). „Wir wollen gewinnen gegen den Tabellenletzten und uns zum Abschluss gut präsentieren. Wir müssen versuchen, Lünen unter Druck zu setzen“, stellt Schlensog klar. Lünen kann aber nachlegen, spielt nämlich erst am Sonntag um 15 Uhr beim Tabellenvierten Preußisch Oldendorf.

Für die TuS hört sich die Aufgabe leichter an, als sie tatsächlich ist. Bielefeld ist zwar Schlusslicht und schon abgestiegen, allerdings verlor Bönen das Hinspiel glatt mit 0:3. „Das war ein rabenschwarzer Tag von uns. Da hat überhaupt nichts geklappt. Da haben wir gegen uns selbst gespielt“, erinnert sich Schlensog, wenn auch ungern. Bielefeld musste etwaige Stärken erst gar nicht zeigen. Die Vorstellung der Gastgeber soll beziehungsweise muss am Samstag in der Goethehalle anders werden. Schlensog hat ein gutes Gefühl: „Eigentlich spielen wir die letzten Spiele viel besser. Wir machen weniger Fehler und mehr Druck mit unseren Angaben.“ Der Lohn waren fünf Punkte aus den vergangenen drei Spielen gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, durch die sich die TuS die Chance auf den eigentlich schon abgeschriebenen Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag wahrte. „Ich habe ein viel besseres Gefühl als noch vor drei, vier Spielen“, sagt Schlensog: „Schade, dass die Saison schon vorbei ist. Wir sind jetzt erst so richtig angekommen.“ Und vielleicht reicht es ja doch zur Relegation. - bob

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