TTF haben in Porz das glücklichere Ende für sich

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Christoph Waltemode fuhr im Spitzeneinzel gegen den Esten Vallot Vainula den vielleicht entscheidenden Sieg der Bönener ein.

Bönen - Den TTF Bönen ist im Kampf um den sportlichen Verbleib in der Tischtennis-Regionalliga ein Big Point gelungen. Am Sonntagnachmittag gewannen die Bönener, die nach der Saison ihr Team aus der vierthöchsten Spielklasse zurückziehen werden, beim direkten Konkurrenten TTC RG Porz 9:6.

Mit dem ersten Sieg im neuen Jahr festigten sie in der Tabelle ihren siebten Platz. Bei einer Niederlage wären sie dagegen auf einen direkten Abstiegsplatz gefallen. „Das war richtig wichtig“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg nach über vierstündiger Spieldauer zum vierten Saisonerfolg seiner Schützlinge. Es war der erste seit Oktober letzten Jahres.

Bönen kam, wie schon zum Rückrunden-Auftakt gegen den ASV Einigkeit Süchteln (8:8), gut aus den Startblöcken. In den Eingangsdoppeln, im alten Jahr die große Schwäche der TTFler, erspielten sich die Gäste ihre erste Führung. Wie aus Bönener Perspektive erhofft punkteten die Paarungen Christoph Waltemode/Nils Maiworm (3:1 gegen Roßkopf/Michel) und Jan Lüke/Andreas Rosenhövel, die sich in einem zittrigen Fünf-Satz-Spiel gegen Fischer/Schnitzler behaupteten. Die gastgebenden Kölner schlugen mit ihren besten Spielern zurück: Vainula/Pellny im Doppel (3:1 gegen Berkenkamp/Schneuing) und Vainula (3:0 gegen Berkenkamp) glichen postwendend wieder aus.

Über weite Strecken setzte sich keine Seite ab. Waltemode (3:0 gegen Pellny) sowie Lüke (gegen Fischer) und Rosenhövel (gegen Michel) mit spektakulären Fünf-Satz-Siegen markierten die Zähler für Bönen, das die Ein-Punkt-Führung aus den Doppeln hielt. Daran änderte es auch nichts, dass Maiworm gegen Routinier Roßkopf (2:3) und Schneuing gegen Bahr (0:3) unterlagen. „Es war lange Zeit ein Spiel zweier absolut gleichwertiger Mannschaften“, sagte Darenberg.

Dabei blieb es. Einem Sieg der Bönener folgte strikt immer wieder eine Niederlage. Der glänzend aufgelegte Waltemode besiegte den ebenfalls seit Wochen formstarken Esten Vainula, wobei er nach einer 2:0-Satzführung aber nach einem deutlichen Rückstand im fünfte Satz triumphierte. „Das war der vielleicht entscheidende Sieg“, so Darenberg.

Denn er verhinderte, dass Bönen erstmals in Rückstand geriet. Berkenkamp nämlich verlor am Nachbartisch auch seine zweite Partie des Tages gegen Pellny – 5:6. Der ebenfalls stark aufspielende Lüke (3:1 gegen Roßkopf) konterte eine Niederlage von Maiworm, der unglücklich im fünften Durchgang dem angeschlagenen Fischer unterlag. „Wir hatten drauf gehofft, dass wir uns im unteren Paarkreuz die entscheidenden Vorteile erspielen würden“, sagte Darenberg.

Was im ersten Durchlauf nicht klappte, glückte schließlich im zweiten: Rosenhövel dominierte Bahr in drei Sätzen, während im Anschluss Schneuing die Nerven behielt: Nach schwachem Start besiegte er Michel. Und das war bitter nötig, weil Porz das Abschlussdoppel bereits für sich entschieden hatte. „Um ehrlich zu sein: Wir hätten uns über ein Unentschieden auch nicht beklagen können“, meinte Darenberg und war froh, dass es anders gekommen war. - WA

Die Ergebnisse: Vainula/Pellny – Berkenkamp/Schneuing 11:5, 11:1, 11:13, 11:8; Roßkopf/Michel – Waltemode/Maiworm 11:7, 9:11, 8:11, 10:12; Fischer/Schnitzler – Lüke/Rosenhövel 6:11, 11:7, 11:9, 8:11, 7:11; Vainula – Berkenkamp 11:7, 12:10, 11:8; Pellny – Waltemode 9:11, 8:11, 9:11; Roßkopf – Maiworm 11:2, 11:5, 13:15, 8:11, 11:8; Fischer – Lüke 7:11, 9:11, 11:5, 11:8, 11:13; Bahr – Schneuing 14:12, 11:8, 11:8; Michel – Rosenhövel 12:14, 11:8, 11:9, 2:11, 10:12; Vainula – Waltemode 7:11, 9:11, 11:8, 11:7, 8:11; Pellny – Berkenkamp 11:9, 11:8, 11:5; Roßkopf – Lüke 2:11, 11:3, 8:11, 12:14; Fischer – Maiworm 9:11, 11:7, 6:11, 11:6, 11:9; Bahr – Rosenhövel 4:11, 8:11, 3:11; Michel – Schneuing 11:2, 9:11, 10:12, 7:11

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