Sieg im Spitzenspiel: IG macht Boden auf die Topteams gut

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Matchwinner: Adem Cabuk bejubelt sein Freistoßtor zum 2:1 gegen Kirchhörde.

Bönen - Perfekter Sonntag für die IG Bönen: Am 13. Spieltag schlug der Aufsteiger im Verfolgerduell den Kirchhörder SC dank eines Doppelpacks von Adem Cabuk mit 2:1 (1:1). Außerdem kam Spitzenreiter Wacker Obercatstrop nicht über ein 2:2 beim SuS Kaiserau hinaus.

Zwar steht die IG Bönen nach dem 2:1-Sieg über den Zweiten weiter auf dem dritten Tabellenplatz, doch die Situation hat sich erheblich verbessert. Bönen hat bis auf einen Punkt zum Kirchhörder SC aufgeschlossen und hat nur noch fünf Zähler Rückstand auf Obercastrop. „Wir sind jetzt mitten im Geschäft oben mit drin“, freute sich Trainer Ferhat Cerci, der von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ sprach.

Bönen zu Beginn überlegen, doch es steht nur 1:1

Während die Gäste aus Dortmund auf dem für sie ungewohnten Naturrasen Mühe hatten, in die Partie zu finden, machte der Gastgeber gleich Druck. „Wir haben die ersten 20, 25 Minuten sehr gut gespielt“, lobte Cerci. Dennoch stand es nur 1:1. Zunächst hatte Cabuk eine Flanke von der rechten Seite von Serhad Gün eingeköpft (12.), doch zwei Minuten später glich Philipp Kremer nach einer Standardsituation aus. Der aufgerückte Verteidiger war an der Fünf-Meter-Linie sträflich alleingelassen worden. Kurz darauf verhinderte Keeper Florian Ernst gegen Cabuk den erneuten Rückstand der Gäste. „Wir wussten, wie wir Kirchhörde knacken konnten, mit Pässen in die Schnittstelle“, sagte Cerci. „Bönen war sicherlich in der ersten Hälfte der ersten Halbzeit überlegen“, meinte KSC-Coach Sascha Rammel.

Cabuk hat Glück bei seinem Freistoßtor

Die Dortmunder fanden aber so langsam besser in die Zweikämpfe, während Bönen die Zielstrebigkeit in den Aktionen abhanden kam. „Wir haben sie ins Spiel mit eingebunden“, sagte Cerci, dem sein Team zu viele Standards verursachte. Insgesamt verflachte die Begegnung allerdings.

Nach dem Wechsel machte Kirchhörde den leicht besseren Eindruck. Bis zur 53. Minute. Da wurde Gün in halblinker Position kurz vor dem Strafraum gefoult. Cabuk nahm sich der Sache an, und sein Schuss wurde von der Mauer unhaltbar ins flache Eck gelenkt. „Das Tor fällt in unserer guten Phase und geht durch die Mauer. Das darf auch nicht passieren“, ärgerte sich Rammel.

IG nutzt die Räume nicht, verteidigt aber aufmerksam

Seine Mannschaft verlor daraufhin den Faden. Zübeyir Kaya agierte in der 63. Minute zu eigensinnig, schloss aus spitzem Winkel ab, anstatt zurückzulegen. Sein Versuch war eine leichte Beute für Ernst. Die schöne Direktabnahme von Gün (67.) nach einer Flanke von Ersin Kusakci wehrte der Torwart ebenfalls ab. Im Gegenzug zog Simon Rudnik aus 20 Metern ab, kein Problem für IG-Schlussmann Marcel Klemmer.

Die kurze Phase des temporeichen Hin und Her täuschte allerdings über ein spielerisch eher schwaches Topduell auf einem jedoch auch seifigen und schwer zu bespielenden Platz hinweg. „Vorne fehlte uns die letzte Konsequent“, sagte Rammel, dessen Mannschaft trotz großer Bemühungen Klemmer nicht mehr in Gefahr brachte.

Die IG wiederum verpasste es, den größer werdenden Raum, als Kirchhörde in der Schlussphase aufmachte, zum entscheidenden Tor zu nutzen. „Wir bringen den finalen Pass nicht an den Mann“, kritisierte Cerci, lobte dafür aber die gute Defensivarbeit seines Teams.

IG: Klemmer – Kusakci, Dotor-Ledo, Oscislawski, Bozkurt (68. Kücük) – Bulut, Algan – Born (63. Basar) – Kaya (80. Uysal), Gün (89. Akyüz), Cabuk
KSC: Ernst – Dapes (83. Tchienguin Touko), Kremer, Yüksel – Rous, Sievers (57. Veigas Mendes), Mura – Rudnik, Atalay – Franke (67. Djordejic), Bernhard (83. Schumacher)
Tore: 1:0 Cabuk (12.), 1:1 Kremer (14.), 2:1 Cabuk (53.)

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