Treffsicherer Neuzugang beschert IG souveränen Pokalerfolg

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Heessens Tor unter Dauerbelagerung: Die IG bestimmte das Pokalspiel nach Belieben, scheiterte aber oft an SVE-Keeper Jan-Robin Stiepermann. Neuzugang Arif Et (rechts) traf allerdings viermal.

Hamm – Das Finale im Kreispokal gegen die Hammer SpVg, das vor wenigen Tagen erst mit einer unglücklichen Last-Minute-Niederlage geendet hatte, scheint der IG Bönen große Lust auf die 20/21er Ausgabe des Wettbewerbs gemacht zu haben. Locker und leicht gewann der Fußball-Landesligist vor den maximal erlaubten 300 Zuschauern beim Bezirksliga-Aufsteiger SVE Heessen im Marienstadion sein Erstrundenmatch mit 5:0 (4:0).

„Wir haben wirklich gut gespielt. Ich habe viel gesehen, was wir im Training einüben. Das sah schon gut aus“, meinte IG-Coach Ferhat Cerci. Dafür gab es dann auch Lob vom Gegner. „Die IG hat verdient gewonnen und es auch super gemacht“, sagte Heessens Spielertrainer Rouven Meschede.

Dabei hatte die Anfangsphase sogar leicht dem SVE gehört. „Wir haben fünf bis zehn Minuten gebraucht, dann waren wir auf Spieltemperatur“, befand Bönens Coach Ferhat Cerci. Lennard de Graf hatte zweimal von der halb linken Strafraumlinie abgezogen (3., 9.) – allerdings genau in die Hände von Keeper Ivan Mandusic, der danach einen ruhigen Nachmittag verbrachte.

Giffey leitet Niederlage ein

Denn ab da bekam fast nur noch Eintracht-Schlussmann Jan-Robin Stiepermann etwas zu tun. Er musste erstmals in der zehnten Minute eingreifen, als Ilker Algan aus dem Gewühl vor ihm auftauchte. Zwei Minuten später lag der Ball im Heessener Netz, weil Dominik Giffey nach einem abgefangenen Bönener Angriff den Ball im Strafraum vertändelte. Arif Et, IG-Neuzugang von Borussia Dortmund II, sagte Danke.

Das dumme Gegentor schockte die Heessener, während die IG nun die Kontrolle auf dem Kunstrasen übernahm. Stiepermann klärte im Eins-gegen-Eins gegen Yasin Acar zur Ecke (14.), nur Augenblicke später verfehlte Zübeyir Kaya nach Querpass von Acar das leere Tor (16.).

Auch beim 0:2 steht Heessen Pate

Auch beim zweiten Treffer half Heessen dann mit. Et spielte von links in die Mitte, wo Stiepermann Acars Versuch mit der Hacke noch parierte, bei seinem Klärungsversuch schoss Giffey allerdings mit dem Richtung Torlinie rollenden Ball Algan an (30.). „Wir schaufeln uns die ersten zwei Tore selbst rein, danach sind wir völlig aus dem Spiel“, sagte Meschede. Bereits in der 32. Minute legte Et nach, als er nach Pass von Kaya im Strafraum den Torwart austanzte (32.).

Die IG hatte nun leichtes Spiel. Beim 0:4 mit dem Halbzeitpfiff flankte Acar, herrlich freigespielt von Okan Güvercin, auf Et, der per Flugkopfball vollendete. Dass Heessen kein totales Debakel erlebte, lag auch daran, dass der Schiedsrichter bei möglichen Abseitsstellungen wohlwollend für den überforderten Außenseiter entschied. Gegen die punktgenauen Bönener Schnittstellenpässe fand der SVE kein Mittel.

Et markiert sein viertes Tor

Immerhin gab sich der Gastgeber nach dem Wechsel nicht auf, und da sich der Landesligist nicht mehr so zielstrebig präsentierte, fiel nur noch das 0:5 durch Et, der in der 65. Minute im Fünfmeterraum alle Zeit der Welt hatte. Stiepermann verhinderte erneut weitere Chancen. Dem SVE blieb beim Lattenkopfball von Pascal Westermann (78.) der Ehrentreffer versagt.

„Das Ergebnis spiegelt nicht die Qualität des Gegners, sondern die Qualität von uns wider“, war Cerci zufrieden mit dem Gesehenen so kurz vor dem Saisonstart. „Wir hätten auch vier, fünf Tore mehr schießen können.“ Meschede möchte dagegen die Partie schnell zu Akten legen: "Der Fokus liegt auf Sonntag. Am Dienstag geht es weiter."

Die nächste Runde steht bereits am Mittwoch, 9. September, an. Dann empfängt die IG den Oberligisten Westfalia Rhynern.

SVE: Stiepermann – Perschmann, Vogel, Giffey, Gkikas (46. Ringk) – Rühl (20. A. Strickmann), D. Mnich, Michler (75. Beßer), de Graf (67. Budde) – Kämper, Westermann
IG: Mandusic – Kusakci, Dotor-Ledo, Kuhn (65. Gümüstas), Güvercin (61. Tirgil) – Gün (65. Born), Budak, Algan, Kaya (65. Uysal) – Acar, Et
Tore: 0:1 Et (12.), 0:2 Algan (30.), 0:3 Et (32.), 0:4 Et (45.+1), 0:5 Et (65.)

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