TuS-Volleyballerinnen biegen auf Erfolgsspur ein

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Im dritten Satz gegen Senden fanden fast alle TuS-Angriffe (Mitte: Doreen Schawey) den Weg ins gegnerische Feld.

BÖNEN - Mit einem Doppelpack haben die Volleyballerinnen der TuS Bönen ihr Punktekonto in der Verbandsliga ausgeglichen. Nach zwei Pleiten zum Start feierten die TuS-Spielerinnen ausgelassen den 3:0-(25:21, 25:22, 25:8)-Erfolg gegen die Reserve des ASV Senden in der Goethehalle. Tags zuvor hatte Bönen die Auswahl des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) mit 3:1 (21:25, 25:14, 25:18, 25:14) geschlagen.

Den ersten Sieg in der neuen Liga fuhr der Aufsteiger gegen die WVV-Auswahl ein. „Wir sind ein bisschen erleichtert“, meinte Mannschaftssprecherin Sabrina Schlensog nach den zwei zuvor kassierten Auftaktniederlagen. Doch auch in Lüdinghausen, wo die besten Mädchen der Jahrgänge 2000 und 2001 Lehrgänge abhalten und in der Verbandsliga Wettkampfpraxis erhalten sollen, ging es zunächst nicht gut los. Zwar lag Bönen in Durchgang eins erst mit 10:7 vorne. Doch „im ersten Satz war der Wurm drin“, meinte Schlensog. Der Auswahl gelang eine Angabenserie zum 15:14, danach blieb es bis zum 20:20 ausgeglichen, ehe die Gastgeberinnen den Sack zumachten und 25:21 gewannen. „Da standen wir neben uns“, sagte Schlensog: „Wir haben uns vielleicht selbst zu viel Druck gemacht, weil wir dachten, gegen 13-, 14-Jährige müssen wir gewinnen“, suchte sie nach Ursachen.

In den zweiten Abschnitt startete die TuS wieder mit einer kleinen Führung. Über 8:4, 10:8 und 15:12 lagen die Gäste vorne, ehe Britta Gohrke zum Aufschlag ging – und ihn erst beim Stand von 23:12 wieder abgab. Der Rest war Formsache. Doch Die WWV-Auswahl zeigte im dritten Durchgang wieder mehr Gegenwehr. Diesmal war es Nadine Tewes, die mit druckvollen Angaben aus einen 8:9 ein 16:9 für Bönen machte. Es war die Vorentscheidung im Satz.

Im vierten Abschnitt zogen die Bönenerinnen schnell auf 7:1, 10:6 und 13:8 davon, um am Ende souverän mit 25:14 den Sieg einzufahren. Die Auswahl-Mannschaft gewann anschließend gegen Senden II mit 3:1. Doch Querverweise waren nicht angebracht, denn in Lüdinghausen trat der ASV ersatzgeschwächt auf. Das sollte tags darauf in Bönen anders sein.

Zwei Spielerinnen aus dem Regionalliga-Kader brachte Senden mit in die Goethehalle. Davon ließen sich die Bönener allerdings nicht beeindrucken. „Es sah nie danach aus, als ob wir verlieren könnten“, zollte Trainer Michael Salaw der Leistung seiner Schützlinge Respekt. Die lagen in den ersten zwei Sätzen ständig – wenn auch knapp – in Führung. „Wir haben uns gegen die WVV-Auswahl deutlich schwerer getan“, sagte Salaw weiter.

Doch der erste Saisonsieg schien Kräfte freigesetzt zu haben – und so traten die Bönenerinnen viel selbstbewusster auf als zum Start gegen Werne und in Minden. „Egal, was Senden versucht hat, wir hatten immer eine Antwort parat“, genoss Salaw die Partie. Die TuS leistete sich diesmal keine Schwächephasen, in denen die Gegnerinnen einfache Punkte erzielen konnten. Bönen hatte auch keine Kraft zu vergeuden, war doch ausgerechnet am Doppelspieltag der Kader durch verschiedene Ausfälle ausgedünnt worden.

Ebenfalls kam den Gastgeberinnen entgegen, dass sich der ASV schon früh im dritten Durchgang aufgab. Über 7:3, 14:5, 19:8 machte Bönen kurzen Prozess mit einem Gegner, der sich den immer druckvoller werdenden Schlägen der TuS-Angreiferinnen kaum noch erwehren konnte. Wenn es läuft, dann läuft es eben, dementsprechend ist es schade aus Bönener Sicht, dass es aufgrund der Ferien erst am 19. Oktober weitergeht. Dann wartet beim Lüner SV ein Kreisderby. - bob

TuS (gegen WVV-Auswahl): Gohrke, Greinke Fröhlich, Schlensog, Keil, Buhl, Tewes, Maruhn, Schawey

TuS (gegen Senden II): Gohrke, Greinke Fröhlich, Schlensog, Keil, Buhl, Tewes, Maruhn, Schawey, Scheinhütte, Varlemann

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