Joker Koslowski lässt SpVg wieder jubeln

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Torwart Alexander Berchem und Sven Koslowski waren die Helden bei Bönens zweiten Sieg im Jahr 2015.

BÖNEN - Zwei so genannte Matchwinner ließen die Bönen Bulldogs gestern Nachmittag hochleben. Zunächst verhinderte SpVg-Torsteher Alexander Berchem einen durchaus möglichen höheren Rückstand als den knappen mit einem Tor zur Pause.

Und dann sorgte der eingewechselte Sven Koslowski aus der Bönener Reserve mit einem durch Foul an ihm zustande gekommenen Platzverweis, dem 1:1-Ausgleich und der Vorlage zum 2:1 für den doch überraschenden Sieg über Soest.

Zunächst erstaunte allerdings die Aufstellung, die der scheidende SpVg-Trainer Axel Maurischat (siehe Titelseite) auf den Platz schickte. Im Sturm standen nämlich mit Marco Behrend und Tim Faber gleich zwei, deren Aufgabe es ansonsten ist, Tore zu verhindern. Neben den beiden gelernten Torhütern stellte Maurischat auch Thorsten Renk und Sedat Cakir ganz vorne auf. Diese Offensive setzte sich vor dem Seitenwechsel aber kaum in Szene. Soest bestimmte das Spiel.

Die erste Chance nach vier Minuten vergab Ardian Nrecaj, der statt auf den völlig frei stehenden Maik Bußmann am zweiten Pfosten in die Mitte querlegte, Berchem fing den Ball ab. Kurz darauf parierte der Bönener Torhüter erst gegen Nrecaj (8.), dann ganz stark gegen Vladyslav Kosharnyi (12.). Anschließend behinderte Malik Öncül Dustin Wypyszewski (20.) entscheidend. Danach stand erneut Berchem gleich doppelt gegen Wypyszewski und Bußmann (21.) im Blickpunkt. Beim 0:1 war der Bönener Keeper dann den berühmten Schritt zu spät raus. Nrecaj spitzelte in der 24. Minute den Ball an ihm vorbei ins Tor. Kosharnyi hatte das Spielgerät punktgenau in die Schnittstelle der Bönener Deckung gespielt.

Fünf Minuten später hatte Thorsten Renk die einzige richtig gute Torgelegenheit für den Gastgeber in der ersten Hälfte. Aus acht Metern zielte er genau auf Soests Keeper Sören Polzin. Eine halbe Chance kam vor dem Seitenwechsel noch dazu: Sedat Cakir verpasste eine Kopfballverlängerung von Behrend.

Der Gast, der auch nicht in Bestbesetzung und mit einigen Ü 30-Akteuren angereist war, wirkte nach Wiederanpfiff ausgepumpt. Die SpVg war am Drücker. Die Maßnahme Yusuf Güney auf die rechte Außenbahn und Koslowski dafür auf links zu positionieren, zahlte sich aus. Das Flügelspiel funktionierte auf einmal. In der 60. Minute holte Erich Kraus Koslowski von den Beinen. Schiri Niclas Geldermann zückte zurecht Gelb-Rot, der Bönener hätte freie Bahn gehabt. In der 65. Minute flankte Sören Symmank von rechts auf Koslowski, der den Ball per Außenrist zum 1:1-Ausgleich unter die Latte zirkelte. Nachdem Koslowski (72.) und Behrend (78.) zwei Großchancen vergeben hatten, passte der Torschütze zu Niklas Link, der zum umjubelten 2:1 ins lange Eck vollendete (81.). Berchem rettete im Gegenzug gegen Daniel Paya Fernandez. „Wir wollten uns nochmal vernünftig präsentieren und das haben die Jungs getan“, lobte Maurischat. - ml

SpVg: Berchem – Sorge, Wiff, Symmank, Öncül, Link, Güney, Faber (59. Garske), Behrend, Cakir, Renk (46. Koslowski)

SVW: Polzin – Geisthövel, Martens, Schäfer, Paya Fernandez (85. Gallitano), Wypyszewski, Resch, Kraus, Kosharnyi, Nrecaj (68. Tümöz), Bußmann

Tore: 0:1 Nrecaj (24.), 1:1 Koslowski (65.), 2:1 Link (81.)

Gelb-Rote Karte: Kraus wegen wiederholten Foulspiels (60.)

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