Fußball

IG feiert Meisterschaft im Regen am Rehbusch

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Die IG feierte am Rehbusch mit extra Meistershirts und Regenschirmen den Titel

Bönen - Beinahe wäre die Meisterfeier der IG Bönen buchstäblich ins Wasser gefallen. Als nämlich ein Gewitter mit viel Regen im Gepäck über den Rehbusch zog, unterbrach der Schiedsrichter das Derby bei der SpVg für rund 40 Minuten, ehe er weiterspielen ließ und die Gäste mit einem 3:0 (3:0)-Sieg den letzten Schritt zum Titel in der Fußball-Kreisliga A1 machten.

Von Boris Baur

Am Erfolg des Spitzenreiters im Derby gab es wenig zu rütteln, wobei der IG die Spielunterbrechung sehr zu Gute kam. Bis dahin hatten sich beide Mannschaften weitgehend neutralisiert. Dennoch führte der Gast vor der unfreiwilligen Pause in der 22. Minute – ein Gewitter war aufgezogen. Tato Tsekvashvili stand zuvor nach einem Freistoß am langen Pfosten goldrichtig (20.).

Erst 40 Minuten später sollte es weitergehen. Der Platz war nun sehr rutschig, teilweise stand das Wasser. Zunächst schien es, als ob die IG die Unterbrechung schlecht verkraftet hätte. Nach einem Fehlpass an Mittellinie marschierte SpVg-Kapitän Tobias Wittwer auf das Tor zu, scheiterte aber an Muzaffer Onur. Danach legte sich der Tabellenführer den Neunten der Liga aber langsam zurecht. Während die Gastgeber Yannic Weißenberg wegen Leistenbeschwerden (32.) und Florian Bednarek aufgrund eines drohenden Platzverweises (38.) auswechseln mussten, griffen bei den Gästen langsam die Räder ineinander. Zübeyir Kaya verwertete einen schönen Diagonalball auf den rechten Flügel zum 2:0 (34.). Vor dem 3:0 ließ Keeper Eloy Hahne auf dem glitschigen Geläuf Kayas Schuss aus 16 Metern prallen, Erkan Baslarli staubte mit dem Pausenpfiff ab. Zwischenzeitlich hatte die IG noch nach einer Ecke Aluminium getroffen (28.) und Hahne stark gegen Erkan Baslarli pariert (37.).

Platzkommission: Erst um 16 Uhr entschied Schiedsrichter Michael Haverkamp die Partie fortzusetzen.

Ein paar Minuten nach dem Wechsel machten die Gäste noch Druck, dann nahm die IG, bei der später Selcuk Baslarli nach einem halben Jahr Pause ein Comeback feierte, Fahrt raus. Sehr zum Ärger von Trainer Ferhat Cerci, der im zweiten Durchgang allerhöchstens mit seiner Defensive zufrieden war, die zahlreiche Kontergelegenheiten der SpVg unterband. Vorne kamen lediglich Bünyamin Uysal (68.) und Kaya (82.) zu gefährlichen Aktionen. Auf der Gegenseite scheiterten Wittwer (58.), Robin Gessinger (64.) und Kerim Gercek (73.) in aussichtsreichen Positionen.

Wasser marsch: Ferhat Cerci (unten) erhält die obligatorische Meisterdusche.

„Wir haben 70 Minuten gut gespielt und mitgehalten“, meinte SpVg-Coach Hendrik Dördelmann zerknirscht ob der 20-minütigen Unordnung nach der Unterbrechung. IG-Trainer Evren Karka blickte derweil zufrieden auf die Saison: „Wir haben hart dafür gearbeitet und jetzt den nächsten Schritt zu unserem Ziel gemacht.“ Zwei Partien sind es noch bis seine Mannschaft im Entscheidungsspiele auf den TSC Kamen trifft.

SpVg:  Hahne – Stappert, Sorge, Sorge, Y. Senel – Kromke, F. Bednarek (38. Gercek) – Symmank, Wittwer, Weißenberg (32. Nolte) – Gessinger
IG:  Onur – Ser. Baslarli, Cirak, Göksen, Yazici (62. Sel. Baslarli) – Bajric (46. Saglam), Kücük – Kaya, Uysal, Tsekvashvili (62. Marankoz) – Erk. Baslarli
Tore: 0:1 Tsekvashvili (20.), 0:2 Kaya (34.), 0:3 Erk. Baslarli (45.)

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