TuS-Ringer trotzen Widrigkeiten in Köln

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Bönen Marc Hauke revanchierte sich in Köln-Mülheim für seine Hinrunden-Niederlage gegen Amir Iranzad.

KÖLN -  Der TuS Bönen ist der erste Sieg in der Rückrunde geglückt. Trotz schlechter Vorzeichen gewannen die Gäste ihren Verbandsliga-Kampf beim AC Mülheim am Rhein II mit 19:14. Die Gastgeber aus Köln rangieren zwar nur auf dem vorletzten Platz, boten aber gegen Bönen die mit Abstand beste Mannschaft auf. „Mülheim war enorm stark aufgestellt. Das war schon heftig“, sagte TuS-Kapitän Daniel Keim.

Die Bönener hatten bereits mit der Anreise zu kämpfen, kamen am frühen Freitagabend aufgrund des großen Verkehrsaufkommens erst fünf Minuten vor der Waage in der Halle an. Eine ordentliche Vorbereitung war nicht möglich, dennoch gelang ein guter Start. Leichtgewicht Marc Hauke legte Amir Iranzad nach nur 26 Sekunden auf die Schultern. In der Hinrunde war er dem Mülheimer noch unterlegen. Trainer Ingo Manz, der für die ersatzgeschwächten Gäste im Schwergewicht aushalf, verbuchte mit seiner Routine einen 2:0-Sieg über Eduard Smolewski. Er erlaubte seinem Gegner in sechs Minuten keine Wertung. Doch der AC wendete das Blatt, weil sowohl Dennis Thiemann (66 kg Freistil) auf Schultern, als auch der zweite Ersatzmann Marvin Manz (98 kg griechisch-römisch) aufgrund technischer Unterlegenheit verloren. Dennoch ging Bönen durch einen weiteren Erfolg im 66-kg-Bereich mit einer 9:8-Führung in die Pause.

Im zweiten Abschnitt lief es dann richtig gut für die TuS: Igor Wiens fuhr einen erwarteten wie souveränen Schultersieg gegen Kamyar Pourbahram im 86-kg-Freistilkampf ein. „Er hat gegen einen Anfänger aus dem Bodybuilding-Bereich konzentriert auf seine Chance gewartet“, lobte Keim. Frederik Kosch (66 kg Freistil) landete einen 2:0-Erfolg gegen Ahmed Alaudinov. 9:2 lauteten die Wertungen. Tobias Falkenstein machte kurz darauf den Auswärtssieg perfekt, als er gegen Kemal Arslan den 86-kg-Kampf im klassischen Stil bereits in der ersten Runde technisch überlegen gewann.

Der Ausgang der letzten beiden Duellen war beim Stand von 19:8 dann unerheblich. Keim ärgerte sich, dass er gegen Rene Brück (75 kg griechisch-römisch) „keine Mittel fand“. Wegen Verwarnungen wegen Passivität war er dann zu Aktionen gezwungen, die der Mülheimer zu Wertungen nutzte und am Ende mit 2:0 gewann. Im letzten Kampf des Abends gab Lukas Korte (75 kg Freistil) zur Pause auf, weil er unglücklich auf den Nacken gefallen war. Zu diesem Zeitpunkt lag er gegen Alexander Pogorazdov schon mit 0:13 hinten. - bob

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