TTF vor dem nächsten Kellerduell

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Unter Druck: Das untere Paarkreuz um Christopher Pläster muss in Velbert für Bönen punkten. Oben sind Gastgeber wohl zu stark besetzt.

BÖNEN - Die vergangene Woche war die erste seit langer Zeit, die die TTF Bönen nicht auf einem Abstiegsplatz der Tischtennis-Regionalliga verbracht haben. Seit dem spektakulären, weil dramatischen 9:7-Sieg beim viertplatzierten SC Bayer Uerdingen am vergangenen Samstag sind die Bönener in der Tabelle hochgerutscht auf den sechsten Rang. „Das ist ein schöner Nebeneffekt der erfolgreichen Wochen zuletzt, aber noch haben wir davon gar nichts. Wir müssen dran bleiben und Punkte nachlegen, sonst reicht es am Ende trotzdem nicht“, sagt TTF-Kapitän Andreas Rosenhövel nach jahresübergreifend fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen.

Schon am Samstag möchte Bönen noch mehr: Um 18.30 Uhr gastieren die TTF beim ebenfalls abstiegsbedrohten SV Union Velbert (Sporthalle Tönniesheider Straße) zu einem weiteren Kellerduell. „Eine Niederlage in Velbert würde den Erfolg in Uerdingen deutlich schmälern“, so Rosenhövel. Die Sorge in Form des TTC Lampertheim und des Relegationsrangs sitzt den TTFlern weiter dicht im Nacken. Nur zwei Punkte trennen Bönen (12:14 Punkte) von Lampertheim (10:14), das allerdings die deutlich bessere Spieldifferenz aufweisen kann, die am Ende der Saison bei Punktgleichheit den Ausschlag geben würde. „Eigentlich ist es deshalb nur ein Punkt Vorsprung – und wir haben schon ein Spiel mehr absolviert. Das ist gar nichts an Vorsprung“, so Rosenhövel.

Gegen Velbert geht es dementsprechend um zwei Punkte mehr Sicherheit im Abstiegsrennen für die Bönener. Aber auch um zwei Zähler gegen einen direkten Rivalen. Unerwarteterweise ist nämlich auch das Union-Sextett in den Kampf gegen den Fall in die Oberliga geraten und rangiert mit derzeit 11:13 Punkten in der Tabelle aktuell gar noch hinter Bönen. „Das ist sicherlich überraschend. Velbert hatten eigentlich alle viel weiter vorne gesehen“, sagt Rosenhövel über den Gastgeber, der vor der Saison aus freien Stücken seine Mannschaft aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga heruntermeldete – allerdings gleich drei Spieler aus dem alten Kader mitnahm.

So hat der SV in diesem Jahr mit dem Rumänen Adrian Dodean, dem vielleicht besten Spieler der Liga, sowie den Tschechen Tomas Janasek und Jiri Kroulik die wohl spielstärkste erste Mannschaftshälfte der Liga, die ihr Team unter anderem zum 9:6-Hinspiel-Erfolg in Bönen führte. Probleme bereitet den Velbertern derzeit allerdings die zweite Hälfte, die erst zwei Einzelpunkte in der Rückrunde sammelte und sich deshalb für die bislang magere Ausbeute des Teams verantwortlich zeigte. „Dadurch ist Velbert für uns allerdings ein sehr unangenehm zu spielender Gegner. Du hast einige Partien, die du kaum gewinnen kannst, und andere, die du gewinnen musst, wenn du punkten willst“, sagt Rosenhövel.

Gerade Defizite im oberen Bereich machte Bönen in diesem Jahr allerdings schon mehrmals wett: Gegen Lampertheim und zuletzt gegen Uerdingen feierte Bönen Siege, obwohl alle vier Spiele des Spitzenpaarkreuzes an die Gegners gingen. „Wir leben sicherlich davon, dass wir an allen Positionen gut besetzt sind. Aber wir sollten uns nicht darauf verlassen, dass das immer gut geht“, so Rosenhövel. Wenn es am Samstag allerdings noch einmal so kommen sollte, würde sich in Bönen sicherlich niemand beschweren. - WA

TTF: C. Waltemode, Adler, Berkenkamp, Maiworm (?), Rosenhövel, Lüke, Pläster

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